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Teilhabe am Arbeitsleben

Staatskanzlei
Behinderte und nicht behinderte Menschen finden über die Arbeit ihren Platz in unserer Gesellschaft.

Für Menschen mit Behinderungen aber ist es oft schwer, einen sicheren Arbeitsplatz zu finden. Diese Menschen brauchen unsere Hilfe.

Vier Personen sitzen um einen Tisch © WavebreakMediaMirco / Fotolia

Das Integrationsamt und die Bundesagentur für Arbeit bieten schwerbehinderten Menschen zahlreiche Hilfen an, damit sie im Arbeitsleben integriert werden können.

Rund 329.000 schwerbehinderte Menschen leben in Schleswig-Holstein, das sind ca. 11,7 Prozent der Bevölkerung. Vielen Arbeitgebern fällt es schwer, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen.

Steigende Arbeitslosenzahlen

Das spiegelt sich in den aktuellen Arbeitslosenzahlen wider: Nach dem Abklingen der Wirtschaftskrise 2009/2010 hat sich der Arbeitsmarkt erholt und die Arbeitslosenzahlen gehen insgesamt zurück. Anders verhält es sich jedoch bei den Arbeitslosenzahlen der schwerbehinderten Menschen, die stattdessen steigen.

Leider bestehen nach wie vor Vorurteile bzw. Hemmnisse hinsichtlich der Einstellung von Menschen. Deshalb ist Aufklärung und Information notwendiger denn je. Denn die Behinderung wirkt sich bei entsprechenden Rahmenbedingungen nicht auf die Leistungsfähigkeit im Beruf aus. Viele bestehende Einschränkungen können durch Technik oder Unterstützung gut ausgeglichen werden.

Nachwuchslücke

Bereits das Jahr 2010 zeigte die Auswirkungen des demografischen Wandels: erstmals war die Altersgruppe der 15- bis unter 20-Jährigen, die potenziell in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nachrücken, kleiner als die Altersgruppe der 60- bis unter 65-Jährigen, die den Arbeitsmarkt verlassen. Noch ist diese Nachwuchslücke nicht sehr groß. Das wird sich ändern. In den nächsten zehn Jahren werden den Unternehmen in Schleswig-Holstein rund 70.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer fehlen. Ohne Gegensteuerung werden es bis zum Jahr 2030 rund 250.000 Menschen sein.

Eine bisher kaum wahrgenommene Gruppe sind die arbeitssuchenden schwerbehinderten Menschen. Sie brauchen mehr Beschäftigungschancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, denn auch sie gehören zum inländischen Fachkräftepotenzial. Sie können und müssen aktiviert werden – zu beiderseitigem Vorteil für Unternehmen und Betroffene.

Inklusion

Inklusion bedeutet selbstverständliches Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung. Das gilt vor allem in der Arbeitswelt. Wer Arbeit hat, kann sein Leben selbst gestalten und selbstbestimmt und selbstständig leben. Mit einem gelebten Inklusionsgedanken soll die „Lebensqualität“ aller verbessert werden - nicht nur der Menschen mit Behinderung.

Wir sprechen zum einen die Unternehmen an, die sich für mehr Beschäftigung von Menschen mit Behinderung engagieren wollen sowie alle schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen, die einen geeigneten Arbeitsplatz brauchen. Wir wollen Menschen mit Behinderung mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten in den Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts erschließen.

Zum Herunterladen

Schwerbehinderte Menschen im Betrieb - Leistungen und Hilfen - Ein Ratgeber für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in Schleswig-Holstein

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Die Landesregierung richtet die Weiterentwicklung der Politik für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein in den kommenden Jahren an der Leitorientierung "Inklusion" aus.

Weitere Informationen

Es gibt vielfältige Möglichkeiten zur Unterstützung, um schwerbehinderten Menschen einen Arbeitsplatz auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Die Integrationsfachdienste sind neutrale Beratungsstellen vor Ort, die bei allen Fragen zur Beschäftigung schwerbehinderter Menschen helfen.

Schwerbehinderte Menschen haben im Vergleich zu nicht behinderten Menschen einen zusätzlichen Schutz vor Kündigung des Arbeitsverhältnisses.

Mit der Unterstützten Beschäftigung will das Sozialgesetzbuch Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf dabei helfen, einen Arbeitsplatz auf dem Ersten Arbeitsmarkt zu finden. Damit sollen Alternativen zur Arbeit in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) geschaffen werden.

Das Sozialgesetzbuch schreibt vor, dass Betriebe schwerbehinderte Menschen beschäftigen müssen. Diese Beschäftigungspflicht gilt für Betriebe mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen.

Finanzielle Unterstützung für ArbeitgeberInnen

Die betriebliche Prävention ist ein Teil der betrieblichen Gesundheitsförderung. Sie ist so wichtig, dass sie als Aufgabe der Arbeitgeberin/des Arbeitgebers im Sozialgesetzbuch verankert ist. Die Prävention dient dazu, krankheitsbedingte Fehlzeiten, chronische Erkrankungen oder gar eine Behinderung zu vermeiden.

Die Schulungsangebote sind für Schwerbehindertenvertretungen, Betriebs- und Personalräte, Beauftragte der ArbeitgeberInnen und Personalverantwortliche.