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Schifffahrt und Häfen

© M. Staudt / grafikfoto.de

Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen spielen in Schleswig-Holstein, dem Land zwischen den Meeren, eine zentrale Rolle. Rund 25 Prozent der deutschen Reedereien haben hier ihren Sitz. Fähr- und Frachtlinien insbesondere aus Kiel, Puttgarden und Lübeck erschließen den gesamten Ostseeraum.

Bauarbeiten an einem Schiff im Dock. Bau der Helix in der Flensburger Werft. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bau der Helix in der Flensburger Werft. © M. Staudt / grafikfoto.de

Rechnet man das maritime wirtschaftliche Umfeld der Werften, der Zulieferindustrie, der Schiffsausrüster und Dienstleister und der Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen hinzu, so ist Schleswig-Holstein gut vorbereitet, im zusammenwachsenden Europa nicht nur als Transitland, sondern als maritimer Standort für wassergebundene Verkehre, für Umschlag und maritime Dienstleistung eine Schlüsselrolle in Nordeuropa zu spielen.

In den schleswig-holsteinischen Häfen "brummt" es: 70 schleswig-holsteinische Reedereien bereedern Containerschiffe, Stückgutfrachter, Massengutfrachter, Tanker, RoRo-Schiffe, Bohrinselversorger, Fähren, Fahrgastschiffe und auch Sportangelfahrzeuge. Gerade die Fährverkehre zu den Inseln und Halligen sowie im internationalen Ostseeverkehr nach Skandinavien und ins Baltikum sind für Schleswig-Holstein von besonderer wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung.

Die Häfen an Nord- und Ostsee haben dabei unterschiedliche Funktionen, unterschiedliche Profile. Dies gilt für die "großen" wie für die "kleinen". Puttgarden ist durch die Fährverbindung nach Dänemark bei den Fahrgastzahlen ganz weit vorn. Flensburg und Kiel sind als Werftstandorte wichtig. Kiel und Lübeck sind bedeutende RoRo- und Kreuzfahrthäfen. Die Nordseehäfen Husum, Büsum und Brunsbüttel sind – gerade in ihrem Zusammenschluss als Offshore-Hafenkooperation – für das Thema Windenergie von großer Bedeutung, Büsum ist darüber hinaus natürlich als Hafen für Krabbenfischer bekannt. Andere Häfen sind wiederum stark beim Umschlag von Elementen für die Onshore-Windkraftanlagen, etwa der Rendsburg Port in Osterrönfeld.

Güterumschlag und Passagiere

Insgesamt bewältigten die großen und kleinen Häfen des Landes 2015 einen Güterumschlag von rund 50 Millionen Tonnen (brutto) und fertigten rund 15 Millionen Passagiere im internationalen Reiseverkehr ab.

Tabelle: Güterumschlag und Passagiere in ausgewählten Häfen Schleswig-Holsteins 2015 (PDF 17KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Daneben bietet Schleswig-Holstein Heimathäfen für rund 30.000 Sportboote und für eine beachtliche Kutterflotte.

Lastwagen am Hafen, im Hintergrund ein Schiff der Stena Line am Kai Lastwagen am Kai Travemünde (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Lastwagen warten am Skandinavienkai des Ostseehafens Lübeck-Travemünde © M. Staudt / grafikfoto.de

Häfen Lübeck und Travemünde

Lübeck sowie Lübeck-Travemünde haben im Jahr 2015 über 25 Mio.Tonnen Güterumschlag verzeichnen können.

Die Hansestadt Lübeck hat mit verschiedenen Infrastrukturprojekten dem steigenden Bedarf marktgerecht Rechnung getragen. Hervorzuheben sind insbesondere der Ausbau des Skandinavienkais in Travemünde sowie des Seelandkais. In Lübeck, schwerpunktmäßig am Skandinavienkai und am Seelandkai, wurden allein während der Laufzeit des Regionalprogramms 2000 (2000-2006) rund 50 Mio. Euro in die Hafeninfrastruktur investiert. In erster Linie wurden Anlegeeinrichtungen geschaffen und modernisiert sowie die für einen leistungsfähigen Hafen erforderlichen Flächen hergestellt. Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat sich hieran mit Fördermitteln in Höhe von rund 22 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beteiligt.

Neben der Lübecker Hafen Gesellschaft beteiligen sich am Umschlag in den Lübecker Häfen unter anderem die Hamburger Hafen und Logistik AG, die Firma Hans Lehmann KG, die claus rodenberg port logistic gmbh und weitere Unternehmen.

Lübecker Hafen Gesellschaft, www.lhg-online.de

Hans Lehmann KG, www.hans-lehmann.de

claus rodenberg port logistic gmbh

Hafen Kiel

Kiel hat neben dem traditionellen Fährverkehr nach Göteborg, Oslo und Klaipeda seine führende Position am Markt der Ostseekreuzfahrten festigen können. Das neue Cruise Terminal Ostseekai, an dessen Infrastrukturkosten sich das Land mit rund 50 % beteiligt hat, hat sich sehr gut bewährt und ist bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

Auch die Terminals für den Fährverkehr nach Schweden und Norwegen wurden modernisiert und erweitert. Der Ostuferhafen wurde teilweise umgestaltet, um bedarfsweise sehr große Kreuzfahrtschiffe abzufertigen. Außerdem werden dort weitere Umschlagsflächen geschaffen.

Seehafen Kiel, www.port-of-kiel.de

Weitere Informationen

Die Energieversorgung von Schiffen steht derzeit vor großen Herausforderungen. Die Schifffahrt in Nord- und Ostsee muss sich seit dem 1. Januar 2015 an die strengen Schwefelgrenzwerte der EU für Schiffstreibstoffe halten.

Seit 1952 unterhält das Land Schleswig-Holstein die Schleswig-Holsteinische Seemannsschule unter der Fachaufsicht des Wirtschaftsministeriums.

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