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Rettungsdienst

© Kreis Nordfriesland/Fachdienst Rettungswesen
Der öffentliche Rettungsdienst

Der öffentliche Rettungsdienst umfasst die Notfallrettung und den Krankentransport.
Zur Notfallrettung gehört, dass bei lebensbedrohlich Verletzten oder Erkrankten oder sonst in einer Körperfunktion lebensbedrohlich beeinträchtigte Personen (Notfallpatienten) lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Soweit dies erforderlich ist, werden die Notfallpatienten unter fachgerechter, medizinischer Betreuung in ein für die weitere Versorgung geeignetes Krankenhaus gebracht. Die Notfallrettung erstreckt sich auf Personen, bei denen schwere gesundheitliche Schäden zu erwarten sind, wenn sie nicht unverzüglich medizinische Hilfe erhalten.
Bei einem Krankentransport werden Verletzte und Erkrankte oder sonst in einer Körperfunktion beeinträchtigte Personen, die medizinisch versorgt werden müssen, aber keine Notfallpatienten sind, unter fachgerechter Betreuung befördert.

Ein Rettungswagen auf einer Landstraße.Einsatzfahrzeug des Kreises Nordfriesland. © Kreis Nordfriesland/Fachdienst Rettungswesen

Rechtsgrundlagen

Grundlage des Rettungsdienstes ist das Gesetz über die Notfallrettung und den Krankenhaustransport (Rettungsdienstgesetz) für das Land Schleswig-Holstein. Träger des Rettungsdienstes sind die elf Landkreise und vier kreisfreien Städte. Sie sind jeweils für ihr Gebiet zuständig (Rettungsdienstbereiche). Sie können die Aufgabe des Rettungsdienstes eigenständig, aber auch trägerübergreifend wahrnehmen oder sich bei der Durchführung Dritter – insbesondere der Hilfsorganisationen – bedienen.
Die Landesverordnung zur Durchführung des Rettungsdienstgesetzes (DVO-RDG) enthält ergänzende Regelungen, die vornehmlich die Dokumentation und den Datenschutz sowie die Organisation und Durchführung des Rettungsdienstes betreffen.

Rettungsdienstgesetz

Landesverordnung zur Durchführung des Rettungsdienstgesetzes

Organisation des Rettungsdienstes

In den Rettungsdienstbereichen werden in Schleswig-Holstein Rettungsleitstellen als integrierte Leitstellen für Rettungsdienst sowie Brand- und Katastrophenschutz betrieben. Teilweise auch in Kooperation mit der Polizei. Die Leitstellen sind ständig besetzt und in der Regel kreisübergreifend tätig. Sie sind Ansprechpartner für in Not geratene Menschen. Sie nehmen Notfallmeldungen und Hilfeersuchen entgegen, werten diese aus und leiten entsprechende Maßnahmen ein. Die Rettungsleitstellen sind landesweit unter der Rufnummer 112 zu erreichen.
Weitere Einrichtungen des öffentlichen Rettungsdienstes sind die Rettungswachen und die Notarztstandorte, die eine bedarfsgerechte rettungsdienstliche Versorgung im Land gewährleisten.
Darüber hinaus sind in Schleswig-Holstein in Niebüll (Kreis Nordfriesland), Rendsburg und Siblin/Ahrensbök (Kreis Ostholstein) Rettungstransporthubschrauber stationiert, die den Boden gebundenen Rettungsdienst ergänzen.

In Schleswig-Holstein sind die die Kreise und kreisfreien Städte für ihr Gebiet Träger des bodengebundenen Rettungsdienstes. Im Verbund mit dem Städteverband Schleswig-Holstein und dem Schleswig-Holsteinischen Landkreistag haben sich in Schleswig-Holstein alle Kreise und kreisfreien Städte als Träger des Rettungsdienstes in der Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst zusammengeschlossen. Die Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst legt unter anderem die Grundsätze fest, auf die sich die Träger des Rettungsdienstes nach den Vorgaben der DVO-RDG landesweit zu verständigen haben.

Empfehlungen und Behandlungsleitlinien

Unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Rettungsdienst haben die in Schleswig-Holstein tätigen Ärztlichen Leiter Rettungsdienst (ÄLRD)  in Zusammenarbeit mit Vertretern der kommunalen Rettungsdienstschulen bzw. den Praxisanleitern und Lehrrettungsassistenten die Empfehlungen für ärztliches Handeln und Behandlungsleitlinien für das rettungsdienstliche Assistenzpersonal gemäß § 12 Abs. 2 DVO-RDG erstellt.

Empfehlungen und Behandlungsleitlinien

Hygiene im Rettungsdienst

Rettungswachen und -mittel unterliegen der infektionshygienischen Überwachung durch das jeweils zuständige Gesundheitsamt. Hierzu gehört u.a. die Prüfung des Hygieneplanes. Bei der Erstellung eines Hygieneplanes sollten bereits im Vorfeld die zuständigen Gesundheitsämter einbezogen werden. Unter dieser Prämisse hat der öffentliche Gesundheitsdienst, vertreten durch das Sozialministerium und die Gesundheitsämter Schleswig-Holstein einen Rahmen-Hygieneplan erarbeitet, der laufend aktualisiert wird. Er ist als landesweite Orientierung für die Rettungsdienste konzipiert und richtet sich v.a. an solche, bei denen eine Aktualisierung ihrer Hygienepläne notwendig erscheint oder eine Neuerstellung ansteht.

Hygiene-Rahmenplan für Rettungsdienste

Weitere Informationen

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg hat einen Gesetzesantrag für eine bessere Notfall-Versorgung in den Bundesrat eingebracht.

Informationen über die zur Verfügung stehenden Einsatzfahrzeuge sowie Daten zu den Einsätzen der Leitstellen im Land.

Der ASB kämpft gegen den plötzlichen Herztod in Schleswig-Holstein. Die passende App des Projektes ist der Ersthelfer für die Hosentasche.

Was tun, wenn ...? Not- und Rettungsdienste in ganz Schleswig-Holstein