Landesportal Schleswig-Holstein

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Netzausbau

© M. Staudt (grafikfoto.de)

Neue Stromleitungen für die Energiewende

Die Landesregierung Schleswig-Holstein hat 2010 mit den verantwortlichen Netzbetreibern und den betroffenen Kreisen ein gemeinsames Netzausbaukonzept für Schleswig-Holstein entwickelt. Denn Schleswig-Holstein nimmt mit seinen windreichen Gebieten eine wichtige Rolle beim Ausbau der erneuerbaren Energien für die Energiewende ein.

Projektübersicht Planungsübersicht (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © TenneT

Der erfolgreiche Ausbau der Windenergie im Norden führt allerdings auch dazu, dass die Stromnetze verstärkt und ausgebaut werden müssen. Auch wegen der zunehmenden europäischen Integration der Strommärkte wird eine Verstärkung von Stromleitungen notwendig.

Nach dem Netzausbaukonzept für Schleswig-Holstein soll der Windstrom, der schwerpunktmäßig in den Kreisen Nordfriesland, Dithmarschen, Ostholstein und Schleswig-Flensburg erzeugt wird, vor allem über 110-kV-Stichleitungen zu 380-kV-Umspannwerken geführt und von dort über vorhandene, verstärkte oder neue 380-kV-Leitungen nach Süden in die größeren Verbrauchsregionen in Deutschland transportiert werden.

Planung im Dialog

Die schleswig-holsteinische Landesregierung plant den Ausbau der Stromnetze im Dialog. Die Energiewende mit ihrer dezentralen Struktur lebt von Beteiligung.

Schleswig-Holstein soll beispielgebend dafür sein, wie eine Gesellschaft ihre Energieinfrastruktur umbaut. Deshalb unterstützt die Landesregierung neue Formen der Bürgerbeteiligung – z.B. Genossenschaftsmodelle für Bürgeranlagen und Dialogprozesse zum Netzausbau. Dabei sind wir auf Sie, auf Ihre Kritik und Hinweise angewiesen.

Hier geht es zum Dialogverfahren

Vier Spannungsebenen

Man unterscheidet im Stromnetz vier Spannungsebenen, für die unterschiedliche Netzbetreiber zuständig sind:

  • 380/220 kV – Transport- oder Übertragungsnetz / Höchstspannungsebene
  • 110/60 kV – Verteilnetz der Hochspannungsebene
  • 10 bis 30 kV Verteilnetz der Mittelspannungsebene
  • 220/380 V Ortsnetz

380/220 kV – Transport- oder Übertragungsnetz

Informationen zur Bedarfsplanung

Netzausbau

Netzentwicklungsplan

Mit den Beschlüssen zur Umsetzung der Energiewende 2011 wurde die Planung zum Bedarf für neue Höchstspannungsleitungen in Deutschland neu geregelt.

Die bundesweite Bedarfsplanung für die Stromnetzentwicklung wird seitdem von den Übertragungsnetzbetreibern und der Bundesnetzagentur in einem transparenten Verfahren unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit durchgeführt und regelmäßig mit der Bestätigung des Netzentwicklungsplans Strom überprüft. Anschließend übernimmt der Bundesgesetzgeber die genehmigten, energiewirtschaftlich notwendigen Vorhaben in das Bundesbedarfsplangesetz.

Wichtige Stromnetzausbauvorhaben in Schleswig-Holstein wie die Westküstentrasse, die geplante Verbindung nach Norwegen NordLink, die geplante Gleichstromleitung nach Süddeutschland SüdLink und seit 2016 auch die Ostküstentrasse sind im bundesweiten Netzentwicklungsplan Strom sowie im Bundesbedarfsplangesetz enthalten.

110/60 kV- und 10 bis 30 kV-Verteilnetz

Das Verteilnetz wird seit Juli 2014 auf allen Spannungsebenen von der Schleswig-Holstein Netz AG betrieben. Zuvor war die E.ON Netz für Planung und Betrieb des 110-kV-Hochspannungsnetzes verantwortlich.

Auch im Verteilnetz ist für den weiteren Umstieg auf Erneuerbare Energien ein erheblicher Ausbau nötig. Der Ausbaubedarf wird seit der gemeinsamen Netzentwicklungsinitiative 2010 auf Grundlage eines gemeinsamen Netzkonzepts von Übertragungs- und Verteilnetzbetreibern über die verschiedenen Spannungsebenen entwickelt und umgesetzt.

Die Schleswig-Holstein Netz AG plant derzeit mehrere Neubau- und Ertüchtigungsmaßnahmen auf der 110-kV-Hochspannungsebene. Über ein Online-Portal der Schleswig-Holstein Netz AG können sich Bürger/innen detailliert über den Stand des Netzausbaus in Schleswig-Holstein informieren, Netzengpässe erkennen und den regionalen Netzausbaubedarf konkret nachvollziehen.

220/380 V Ortsnetz

Das Nieder- und Mittelspannungsnetz verteilt den Strom an Haushalte und Gewerbe. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien speisen auch zunehmend kleine regenerative Anlagen wie Solaranlagen, Blockheizkraftwerke und Windparks in das Verteilnetz auf den unteren Spannungsebenen ein.

Weitere Informationen

SuedLink besteht aus zwei Hochspannungsgleichstrom(HGÜ)-Verbindungen, die von den Übertragungsnetzbetreibern TenneT und TransnetBW gemeinsam geplant und gebaut werden. Die Leitungen sollen grundsätzlich als Erdkabel in HGÜ-Technik verlegt werden und vom südlichen Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg bzw. Bayern führen.

Von Herbst 2014 bis Sommer 2015 hat das Energiewendeministerium Schleswig-Holstein frühzeitig vor Beginn des formalen Verfahrens einen Dialogprozess zur Planung der 380-kV-Ostküstenleitung in den betroffenen Regionen durchgeführt.

Mit der Netzentwicklungsinitiative Schleswig-Holstein hat sich die Landesregierung Schleswig-Holstein im Jahr 2010 mit den Netzbetreibern und den betroffenen Kreisen zu einem gemeinsamen Netzausbaukonzept für Schleswig-Holstein verpflichtet.

Wichtige Stromnetzausbauvorhaben in Schleswig-Holstein im Übertragungsnetz

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende und damit ein zentrales Instrument zum Schutz des Klimas. Die Erneuerbaren Energien, das sind Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft.

Die Energiewende ist eine große Herausforderung. Ohne den Ausbau der Stromnetze wird sie nicht zu bewerkstelligen sein. Wir möchten Sie als Bürgerin oder Bürger auf diesem Weg mitnehmen.

Nach den fürchterlichen Erfahrungen von Fukushima beschloss Deutschland, aus der Atomenergie auszusteigen. Aber die Energiewende ist mehr als der Ersatz von Atomstrom durch Erneuerbare Energie.