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Nettokreditaufnahme

© pixabay.com

Die Nettokreditaufnahme ist die tatsächlich für den Haushaltsausgleich notwendige Kreditaufnahme in einem Jahr.

Üblicherweise betrug die Nettokreditaufnahme in den letzten Jahrzehnten in Schleswig-Holstein mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr, Anfang des 21. Jahrhunderts sogar mehrfach mehr als eine Milliarde Euro. Der bisherige Höchststand ist für 2005 mit knapp 1,5 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Mit Einführung der Schuldenbremse sollten ab 2010 das strukturelle Defizit und damit auch die Nettokreditaufnahme schrittweise zurückgeführt werden, um spätestens ab 2020 Haushalte ohne neue Nettokreditaufnahme aufstellen zu können.

Bereits in den Jahren 2013 und 2015 war – entgegen der Planungen – keine Nettokreditaufnahme erforderlich. Durch den guten Verlauf des Haushaltsvollzugs konnten mehr Einnahmen erzielt werden als erwartet. Alle Ausgaben waren so gedeckt und eine Nettokreditaufnahme nicht erforderlich, in den beiden Haushaltsjahren wurde ein Überschuss erzielt.
Für das Jahr 2017 konnte bemerkenswerterweise bereits in der Planung ein Haushalt ohne Nettokreditaufnahme aufgestellt werden. Stattdessen sieht der Haushalt sogar eine Nettotilgung vor. Dafür wurde extra ein neuer Titel eingerichtet. Damit ist es in Schleswig-Holstein gelungen, drei Jahre früher als nach der Schuldenbremse erforderlich, einen Haushalt ohne Nettokreditaufnahme aufzustellen.
Die Entwicklung der Nettokreditaufnahme stellt sich für die einzelnen Jahre seit 1970 wie folgt dar:

Entwicklung der Nettokreditaufnahme seit 1970 © Finanzministerium

Weitere Information:

Fortschreibung von Haushaltsdaten (Schleswig-Holsteinischer Landtag Umdruck 18/6078