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Maritime Wirtschaft

© W. Diederich / grafikfoto.de

Die maritime Wirtschaft mit all ihren Facetten hat eine stolze Tradition in Schleswig-Holstein und großes Potenzial für die Zukunft. Sie setzt sowohl auf "klassische" Industrien wie den Schiffbau als auch auf Innovation, Forschung und Entwicklung in Bereichen wie Aquakultur, Green Tech oder marine Biotechnologie.

Die maritime Wirtschaft ist ein breit aufgestelltes Wachstumsfeld, welches sich im Norden Deutschlands räumlich als innovatives Verbundcluster mit verschiedensten Handlungsschwerpunkten strukturiert. Schleswig-Holstein bildet hier, gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg sowie Niedersachsen, einen zentralen räumlichen Knotenpunkt.

Zentrales Zugpferd der Wirtschaft

Schon gewusst?

> Schleswig-Holstein ist
Sitz jeder 4. deutschen Reederei

> Schleswig-Holstein ist
Standort jeder 5. deutschen Werft

> Schleswig-Holstein hat
den größten marinen Nationalpark Europas

Mit mehr als 1.800 Unternehmen, etwa 42.000 Beschäftigten und einem jährlichen Umsatz von rund 9,2 Milliarden Euro ist die maritime Wirtschaft ein zentrales Zugpferd der schleswig-holsteinischen Wirtschaft. Den wirtschaftlichen Kern des Clusters in Schleswig-Holstein bildet die Schiffbauindustrie, mit spezialisierten Werften und der maritimen Zulieferindustrie. Weiterhin wichtige Segmente sind die Schifffahrt, Kreuzfahrt- und Fährtourismus, maritime Logistik, der Boots- und Yachtbau sowie mit zunehmender Relevanz – die Segmente Offshore- und Unterwassertechnologien, Meeres- und Naturstoffforschung, marine Biotechnologie, Fischerei und Marikultur sowie Hydrographie, Wasserbau und maritime Dienstleistungen.

Hafeninfrastruktur und Technologieorientierung

Von großer Bedeutung ist dabei die Hafeninfrastruktur, welche insbesondere auch zur Flankierung der Energiewende auf See und Land benötigt wird. Von besonderer Bedeutung ist zudem die ausgeprägte Wissens- und Technologieorientierung in Schleswig-Holstein. Etliche Wirtschaftsbereiche können der High-Tech-Industrie (z.B. innovativer Schiffbau) zugesprochen werden oder verfügen über ein gutes FuE-Potenzial, wie z.B. in der Meerestechnik.

Dabei wird das Spektrum maritimer Branchen in Schleswig-Holstein (und entlang der zentralen Kooperationsachse in die Metropolregion Hamburg und Niedersachsen) maßgeblich durch eine entwickelte und ausdifferenzierte Wissenschafts- und Forschungslandschaft ergänzt.

Umsätze, Unternehmen und Beschäftigte der maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein im Jahr 2011 © Dr. Hegenbart und Partner
Maritimer Wirtschafts-BereichUmsatz bzw. Haushalt
[Mio. €]
Anzahl UnternehmenAnzahl BeschäftigteUmsatz-trend bis 2017

Marine

8.418

Seeschifffahrt

4.0001183.200

Yacht- & Bootsbau

35-3850-55400-420

Schiffbau

1229104.550

Schiffbau- & Offshore-Zuliefer-industrie

2.000 - 2.10060 - 7013.000 - 14.00

Offshore Öl, Gas & Meerestechnik

150 - 16060620 - 650

Wasserbau & Küsten-ingenieurswesen

190 - 2001,750

Häfen

280 - 30050 - 602.200 - 2.600

Aquakultur

25 - 3142400 - 430

Fischerei

52150 - 1601.100

Fisch-verarbeitung & Großhandel

26010950 - 1.000

Offshore Wind

350126970

Maritime Dienstleistungen

25 - 30100 - 120200 - 250

Ausbildung & Forschung

120 - 1501.300 - 1.500

Maritimer Tourismus

1.000 - 1.100550 - 6003.000 - 3.250

Gesamt

8.977 - 9.2611.266 - 1.43140.818 - 42.818

Zum Herunterladen

Fortschreibung der Potentialanalyse für die Maritime Wirtschaft in Schleswig-Holstein im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie

Maritime Agenda 2025 des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

Weitere Informationen

Die Erde, der "blaue Planet", ist von großen Wasserflächen bedeckt. Unter deren Oberflächen schlummert noch viel, das die Meeresforschung zu entdecken hofft.

Aus dem europäischen Konzept heraus ist in Schleswig-Holstein bereits 2004 die Landesinitiative "Zukunft Meer" entstanden. Sie ist die Grundlage für maritimes Regierungshandeln und umfasst eine Reihe von strategischen Instrumenten, wirkt meerespolitisch integrativ und ist innovativ.

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