Landesportal Schleswig-Holstein

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Küstengewässer

© M. Staudt / grafikfoto.de

Schleswig-Holstein ist eingerahmt von zwei Meeren, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Doch eines haben Nord- und Ostsee gemeinsam: Sie sind nach wie vor belastet durch Schad- und Nährstoffe, und ihre natürlichen Ressourcen unterliegen einer Vielzahl anthropogener Nutzungen. Häufige Massenvermehrungen von Algen in der Ostsee oder Schadstoffanreicherungen in Meeresorganismen sind nur Beispiele für die Folgen dieser Einflüsse. Die Meere in einen guten Zustand zu versetzen und damit intakte Ökosysteme sowie eine umweltverträgliche Nutzung mariner Ressourcen sicherzustellen, ist eine gemeinsame Aufgabe aller Anlieger der Meere. Regelungsgrundlagen sind dabei einschlägige EG-Richtlinien - insbesondere die EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie - sowie die regionalen Meeresübereinkommen HELCOM und OSPAR.

Meeresschutz

Ziel des Meeresschutzes ist es, Lebensräume, Artenvielfalt und ungestörte ökologische Entwicklung zu bewahren oder wiederherzustellen. Dabei ist ein wichtiges Teilziel die Überwachung des Umweltzustandes (Monitoring), um vordringliche Maßnahmen zu planen und deren Wirksamkeit überprüfen zu können.

Schon 1976 wurde mit den "Empfehlungen für ein Wassergüte-Messnetz in den Küstengewässern der Bundesrepublik Deutschland" mit dem koordinierten Monitoring in Nord- und Ostsee begonnen. Seit dieser Zeit ist auch das Land Schleswig-Holstein, damals mit dem Landesamt für Wasserhaushalt und Küsten (LW), in die Messprogramme eingebunden. Die Schwerpunkte dieser Programme liegen in der Messung der Hydrographie, des chemischen Belastungszustandes der Meere und dessen Auswirkungen auf die Meeresumwelt sowie in der Überwachung des Nährstoffhaushaltes und der damit verbundenen Effekte der Eutrophierung (Überdüngung). Zunehmend geraten auch die Einwanderung neuer Arten (Neobiota) und Klimawandelaspekte in den Blickpunkt. Koordiniert wird die Überwachung national durch das Bund/Länder-Messprogramm für die Meeresumwelt von Nord- und Ostsee (BLMP).

Schleswig-Holstein ist als einziges deutsches Bundesland zugleich Anrainer von Nord- und Ostsee. Das Meeresmonitoring des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) hat damit die Anforderungen unterschiedlicher Meeresschutzabkommen zu erfüllen. Für die Nordsee sind dieses insbesondere das "Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks" (OSPAR-Übereinkommen) und das "Trilaterale Monitoring und Assessment Programm" des Gemeinsamen Wattenmeersekretariats (CWSS). Für die Ostsee ist das "Übereinkommen über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets" (Helsinki-Übereinkommen, HELCOM) maßgeblich.

Von besonderer Bedeutung ist die im Jahre 2000 in Kraft getretene europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), bzw. die entsprechende Landesverordnung. Ihre Umsetzung machte in vielen Punkten eine gründliche Umstrukturierung der Überwachungsprogramme erforderlich. Auch die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) und die 2008 verabschiedete Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) erfordern Anpassungen der Programme.

Weitere Informationen

Am 08.03.2016 fand das jährliche Küstengewässer-Symposium im LLUR statt, bei dem die Auftragnehmer des Dezernats ihre Ergebnisse aus dem Jahr 2015 vorstellten und mit dem anwesenden Fachpublikum diskutierten.

Wasser prägt und bereichert unsere schöne Landschaft wie auch unser tägliches Leben. Wir setzen uns für den Schutz ein.