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Inklusive Schule

© M. Staudt / grafikfoto.de

Schleswig-Holstein ist bereits seit 1990 auf dem Weg zu einer inklusiven Schule, in der eine heterogene Schülerschaft gemeinsam lernen kann.

Die damalige Novelle des Schulgesetzes machte 1990 den Weg frei für einen gemeinsamen Unterricht aller Schülerinnen und Schüler - und zwar unabhängig vom Vorliegen eines sonderpädagogischen Förderbedarfs. Bereits 1993 wurde das Thema Inklusion Gegenstand der Ausbildungs- und Prüfungsordnung der Lehrkräfte - und Lehrerinnen und Lehrer aller Lehrämter müssen seitdem in ihrer Ausbildung sonderpädagogische Themen behandeln.

Inzwischen werden zwei Drittel aller Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an allgemein bildenden Regelschulen unterrichtet. In Zahlen: Im Schuljahr 2015/16 sind 67,2 Prozent der Schülerinnen und Schüler (entspricht 10.458) mit sonderpädagogischen Förderbedarf inklusiv unterrichtet worden. Das ist im Bundesvergleich der zweithöchste Anteil. Dieses Niveau ist in den vergangenen 25 Jahren in vielen kleinen Schritten erreicht worden.

Eine inklusive Schule richtet ihren Unterricht und ihre Organisation auf eine heterogene Schülerschaft aus. Heterogenität bezieht sich nicht nur auf Behinderung oder sonderpädagogischen Förderbedarf. Sie steht generell für Vielfalt und schließt zum Beispiel die Hochbegabung ebenso ein wie den Migrationshintergrund oder unterschiedliche soziale Ausgangslagen. Eine inklusive Schule will all diesen Schülerinnen und Schülern pädagogisch gerecht werden. Deshalb braucht es ein anderes Verständnis von Schule, aber auch eine andere Ausstattung und Organisation. Mittelfristig geht es darum, die Schule so aufzustellen, dass sie diesen Anspruch von sich aus erfüllen kann, weil sie über die dafür erforderlichen fachlichen und personellen Ressourcen verfügt.

Weitere Informationen

Es gibt bereits heute Schulen, die weitgehend ein inklusives Bildungsangebot verwirklicht haben

Das Schulartteam ist verantwortlich für die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Sonderschullehrerinnen und -lehrern.

In Schleswig-Holstein gibt es ein breites Angebot an schulpsychologischer Beratung. Der Schulpsychologische Dienst unterstützt, berät und vermittelt bei Problemen, die in der Schule auftreten.

Schulen in ihrer pädagogischen Arbeit stärken und sie bei der Erfüllung ihres pädagogischen Auftrages zu unterstützen - das ist die Aufgabe von Schulsozialarbeit.

Seit dem Schuljahr 2015/16 erhalten die Grundschulen eine zusätzliche Unterstützung durch Schulische Assistenzkräfte.

Die Schulbegleitung stellt eine Leistung der Eingliederungshilfe dar.

Expertise im Auftrag des Ministeriums für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein
Martin Baethge, Klaus-Peter Buss, Maria Richter

Lehrkräftebedarf und -einsatz im Bereich der sonderpädagogischen Förderung in den öffentlichen allgemeinen Schulen und in den öffentlichen Förderzentren Schleswig-Holsteins
von Klaus Klemm