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Industriepolitik

© M. Ruff / grafikfoto.de

Schleswig-Holstein ist ein attraktiver Industriestandort. Industriebetriebe schaffen und sichern hochwertige Arbeitsplätze, sie sorgen für Wertschöpfung und Wirtschaftswachstum und sie stehen für Stabilität und Innovation.

Der Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein verfügt über starke Branchen wie Ernährungswirtschaft, Maschinenbau, chemische und pharmazeutische Industrie, maritime Wirtschaft, Energiewirtschaft und Medizintechnik. Mit seinen gut ausgebildeten und motivierten Fachkräften und seiner Hochschul- und Forschungslandschaft bietet der Standort hervorragende Rahmenbedingungen für Industriebetriebe und für die überwiegend kleinen Unternehmen, Handwerksbetriebe und Dienstleister, die im vor- und nachgelagerten Bereich von der Industrie profitieren.

Zahlen und Fakten

Das verarbeitende Gewerbe (Industrie) hat mit 11,3 Mrd. Euro einen Anteil von 15 Prozent an der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in Schleswig-Holstein. In diesem Sektor gibt es über 5.100 Industriebetriebe - ob groß oder klein - mit insgesamt 140.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten.

Mehr als 98 Prozent aller Industriebetriebe in Schleswig-Holstein sind dem Mittelstand zuzuordnen. Es gibt 100 Unternehmen, die jeweils mehr als 250 Menschen beschäftigen. Zu den umsatzstärksten Branchen des verarbeitenden Gewerbes in Schleswig-Holstein gehören die Ernährungswirtschaft und der Maschinenbau.

Wichtige Branchen sind auch der Schiffbau (18.000 Beschäftigte), die chemische und pharmazeutische Industrie (11.000 Beschäftigte) und die Luftfahrtbranche, in der es rund 75 direkte Zuliefererbetriebe in Schleswig-Holstein gibt und etwa 250 Unternehmen, die zumindest teilweise von der Luftfahrtbranche profitieren.

Industriepolitik ist aktive Flächenpolitik

In Schleswig-Holstein gibt es viel Potenzial für die Ansiedlung und Entwicklung von Industrieunternehmen. Das gilt sowohl in und um die größeren Städte wie Kiel, Lübeck, Neumünster, Itzehoe, Flensburg oder Rendsburg als auch für den Hamburger Rand. Brunsbüttel ist das größte und wichtigste Industriegebiet in Schleswig-Holstein.

Erhalt und Ausbau der Verkehrsinfrastruktur ist integraler Bestandteil von Industriepolitik. Sie muss auf die heutigen und künftigen Anforderungen der Industrieunternehmen ausgerichtet werden. Die Erreichbarkeit logistischer Knotenpunkte über Wasser, Straße und Schiene muss gewährleistet sein.

Energiewende als Chance für Wertschöpfung

Die Energiewende ist das größte industriepolitische Projekt in Schleswig-Holstein. Sie bringt neue wirtschaftliche Chancen für den Industriestandort und für die Industrieunternehmen mit ihren vor- und nachgelagerten Produktionen und Dienstleistungen. Hier liegt Potenzial für nachhaltige Wertschöpfung und neue Beschäftigung.

Schleswig-Holstein ist Vorreiter beim Ausbau und der Nutzung der Erneuerbaren Energien. Im Windland Nr. 1 kann bereits heute der Strombedarf zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Wie Schleswig-Holstein sich aktiv als Modellregion für ein Gelingen der Energiewende in Deutschland einbringen kann, beschreibt das gemeinsam mit Hamburg entwickelte Projekt "NEW 4.0 – Norddeutsche Energiewende" im Rahmen der Ausschreibung "Schaufenster Intelligente Energie Wind" des Bundeswirtschaftsministeriums.

Informationen zum Projekt finden Sie hier: Norddeutsche EnergieWende NEW 4.0

Industrie 4.0 - Herausforderungen der Zukunft

Technischer Fortschritt hat schon immer die Arbeitswelt verändert. Jetzt steht wieder eine Herausforderung an, Stichwort Industrie 4.0. Industrie 4.0 bedeutet Digitalisierung in der Produktion. Das heißt: Entwicklung individueller Produktionsprozesse in der Geschwindigkeit und unter den Bedingungen der Massenfertigung bei Zuhilfenahme aller technologischen Möglichkeiten der Digitalisierung und des Internets.

Die fortschreitende Digitalisierung hat aber auch Auswirkungen auf Arbeitsabläufe und Arbeitsorganisation, auf innerbetriebliche und öffentliche Unternehmenskommunikation, auf Personalentwicklung und Fachkräftebedarf: Industrie 4.0 verändert auch das Arbeitsleben der Zukunft.

Die Industrieunternehmen müssen sich dieser Herausforderung dringend stellen, um nicht den Anschluss zu verpassen. Industrie 4.0 ist der Schlüssel für Ansiedlungen, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung. Industrie 4.0 bietet auch die Chance für neue Geschäftsmodelle zum Beispiel im industrienahen Dienstleistungsbereich.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Düsternbrooker Weg 94
24105 Kiel

Industriepolitik, Unternehmensfinanzierung, Schiffbau
Johannes Hartwig, VII 24
Telefon: 0431 988-4541

Karen Leuow
Telefon: 0431 988-4427

Geschäftsstelle "Bündnis für Industrie.SH"
Gabriele Münzer
Telefon: 0431 988-4668

Weitere Informationen

Studie des Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, Hamburg; September 2015

Prozess-Abwärme aus der Industrie sinnvoll nutzen – das soll eine Studie ermitteln, die die egeb: Wirtschaftsförderung in Brunsbüttel auf den Weg gebracht hat. Auftragnehmer ist die EEB ENERKO Energiewirtschaftliche Beratungsgesellschaft aus Aldenhoven in Nordrhein-Westfalen mit Niederlassung in Heide.

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