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Geflügelpest

© dpa

Geflügelpest

Im Herbst 2017 wurden die ersten Fälle von Geflügelpest des Subtyps H5N8 in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in der Wildvogelpopulation nachgewiesen. Zudem wurde in Mecklenburg-Vorpommern die niedrigpathogene aviäre Influenza des Subtyps H5N2 in einem Hausgeflügelbestand festgestellt. Aufgrund der ersten Nachweise und dem aktuellen Vogelzug in Schleswig-Holstein gilt es wachsam zu sein und einen Eintrag der Geflügelpest ins Land frühzeitig zu erkennen. Hierzu findet ganzjährig ein Monitoring  in Hausgeflügelbeständen sowie in der Wildvogelpopulation statt, welches aktuell nochmals verstärkt wird. Zusätzlich wird intensiv die internationale Lage und Entwicklung beobachtet. Das Friedrich-Loeffler-Institut geht davon aus, dass das Virus auch in Deutschland noch in der Umwelt vorkommt und hält ein erneutes Auftreten der Geflügelpest für wahrscheinlich (Aktuelle Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Instituts: Aviäre Influenza (AI) / Geflügelpest).

Das Geflügelpest-Geschehen im Winter 2016/17 dauerte in Schleswig-Holstein 192 Tage und gilt seit Aufhebung der letzten Restriktionszonen im Mai diesen Jahres als beendet. Innereuropäisch hat sich das Seuchengeschehen zwar insgesamt deutlich beruhigt, jedoch dauert es in manchen Mitgliedstaaten fort. So werden seit Mitte Juli 2017 viele Geflügelpestausbrüche im Norden Italiens gemeldet. Auch in Luxemburg, Belgien, Frankreich, England, Finnland und den Niederlanden wurden in den Sommermonaten seit Juni 2017 Ausbrüche in kommerziellen und nicht-kommerziellen Hausgeflügelbeständen sowie bei Wildvögeln registriert. Die letzten Ausbrüche in Deutschland erfolgten in der Wildvogelpopulation im August 2017 in Sachsen-Anhalt und im Oktober 2017 in Niedersachsen. 


Übersicht der Ereignisse:


Eine Frau kniet in einem grünen Overall auf dem Boden und füttert einige Hühner aus der Hand. Neben ihr kniet ein älterer Mann. © Umweltministerium
03.11.2017

Vor­be­rei­tung auf Ge­flü­gel­pest

Tipps für Hobby-Geflügelzüchter: So schützen Sie Ihre Hühner und Gänse vor einer neuen Infektionswelle.

Weiß-schwarze Hühner beim Auslauf im Freien. M.Staudt / grafikfoto.de
28.04.2017

Ge­flü­gel kann fast über­all ins Freie

In weiten Teilen des Landes wird die Stallpflicht für Geflügel ab dem 1. Mai vollständig aufgehoben.

Eine Schar Gänse auf einer grünen Wiese. © M. Staudt / grafikfoto.de
05.04.2017

All­ge­mei­ne Stall­pflicht fällt

Die Geflügelpest geht zurück. Nun dürfen Hühner und Gänse wieder ins Freie - es gelten jedoch Ausnahmen.

Hühner im Stall © M. Staudt / grafikfoto.de
25.03.2017

Stall­pflicht teil­wei­se auf­ge­ho­ben

Im Norden des Landes wurde die Stallpflicht gelockert.

Möwe im Winter © M. Staudt / grafikfoto.de
24.02.2017

Neue Fäl­le von Ge­flü­gel­pest in Lü­beck

Lübeck und der Kreis Plön waren längere Zeit nicht mehr von der Geflügelpest betroffen - jetzt gibt es neue Sperrbezirke.

Hühner in einem Stall © M. Staudt / grafikfoto.de
27.01.2017

Ent­schä­di­gung für Frei­land­be­trie­be

Die landesweite Stallpflicht gilt nach wie vor. Deshalb unterstützt das Land nun die Produzenten von Freilandeiern.

Feuerwehrleute vor einem wegen der Geflügelpest abgesperrten Betrieb © dpa
24.01.2017

Aus­bruch in Ge­flü­gel­hal­tung

In einer Geflügelfarm im Kreis Steinburg wurde ein neuer Subtyp des Erregers festgestellt.

Gänse © M. Staudt / grafikfoto.de
30.12.2016

Si­cher­heits­vor­keh­run­gen bei­be­hal­ten

Keine Entwarnung bei der Geflügelpest: das Virus wird weiterhin bei Wildvögeln nachgewiesen.

Viele Gänse auf einer Wiese © M. Staudt / grafikfoto.de
04.12.2016

Ge­flü­gel­pest er­reicht Nord­fries­land

Erstmals ist in Nordfriesland der hochpathogene Geflügelpesterreger H5N8 festgestellt worden.

Ein Schild mit der Aufschrift: Wildvogelgeflügelpest - Beobachtungsgebiet © dpa
02.12.2016

Nach­weis in Hob­by­zucht

Das FLI hat in Dithmarschen den Geflügelpest-Erreger nachgewiesen. Die Tiere wurden getötet.

Zwei Männer im Gespräch. © dpa
01.12.2016

Lan­des­wei­te Ka­da­ver­fun­de

In fast allen Kreisen sind mittlerweile Restriktionsgebiete eingerichtet worden.

Zwei Hunde an einer Leine © M. Staudt / grafikfoto.de
29.11.2016

Kiel wird Be­ob­ach­tungs­ge­biet

Das gesamte Kieler Stadtgebiet ist zum Beobachtungsgebiet erklärt worden.

Abgesperrte Gänsehaltung in Dithmarschen © dpa
22.11.2016

Ge­flü­gel­pest an der West­küs­te

In Dithmarschen wurden in zwei Geflügelhaltungen Influenzaviren des Subtyps H festgestellt.

Screenshot Allgemeinverfügung © Staatskanzlei
16.11.2016

Neue Re­geln für klei­ne­re Be­trie­be

Ab sofort gelten strengere Anforderungen auch für kleinere Geflügelhaltungen und Hobbyhaltungen.

Anbringung eines Sperrbezirk-Schildes © dpa
14.11.2016

Stren­ge­re An­for­de­run­gen

Ab Donnerstag gelten für kleinere Betriebe strengere Anforderungen, um den Eintrag des Virus in Ställe zu verhindern.

Hahn und Hühner © M. Ruff / grafikfoto.de
12.11.2016

Aus­bruch in Hüh­ner­hal­tung

In einer Hühnerhaltungsanlage im Kreis Schleswig-Flensburg wurde der Geflügelpestverdacht amtlich bestätigt.

Puten im Stall © M. Ruff / grafikfoto.de
10.11.2016

Ers­ter Aus­bruch in Ge­flü­gel­hal­tung

Proben aus einer kleinen Putenzucht bei Lübeck sind positiv auf Geflügelpest gestestet worden.

Ein See mit einer bewaldeten Insel. © M. Staudt / grafikfoto.de
07.11.2016

To­te Wild­vö­gel am Plö­ner See

Am Großen Plöner See und kleineren Seen in der Umgebung wurden mehr als 100 tote Wasservögel gefunden.

  1. Aviäre Influenza
  2. Übertragung
  3. Hintergrund

Aviäre Influenza

Aviäre Influenza

Aviäre Influenza

Die Aviäre Influenza kann in zwei Formen bei Hausgeflügel und Wildvögeln auftreten: Die niedrigpathogene Form (LPAI) oder die hochpathogene Form (HPAI), die Geflügelpest. Die hochpathogene Form unterliegt sowohl bei Wildvögeln wie auch beim Hausgeflügel der Anzeigepflicht und wird durch die Maßnahmen der Geflügelpest-Verordnung bekämpft. Eine Impfung gegen das Virus ist nicht erlaubt.

Übertragung

Übertragung von H5N8 auf Menschen


Übertragung von H5N8 auf Menschen unwahrscheinlich

Der Erreger des Subtyps H5N8 wird derzeit noch vom Friedrich-Löffler-Institut genauer analysiert. Nach bisherigem Erkenntnisstand sind keine Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bekannt. Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) "theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich".

Gleichwohl sollten entsprechend den Empfehlungen des BfR grundsätzlich die Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten beachtet werden. So müssen Geflügelgerichte gründlich durchgegart werden, rohes Geflügelfleisch ist getrennt von den übrigen Lebensmitteln aufzubewahren und Küchengeräte sind zu reinigen.

Hintergrund

Hintergrund


Hintergrund

2014 war in mehreren Geflügelhaltungen und bei Wildvögeln in Deutschland sowie anderen Ländern der EU die Geflügelpest des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. Zum Schutz der Bestände hatte Schleswig-Holstein damals eine Aufstallungspflicht in Risikogebieten verhängt.

Hochpathogene Influenzaviren sind bislang noch nie in den Hausgeflügelbeständen in Schleswig-Holstein festgestellt worden. 2006 wurden sie aber bei 32 Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Damals wurde der Influenza-A-Virus des Subtyps H5N1 festgestellt.

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