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Geflügelpest

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Geflügelpest

Das Geflügelpest-Geschehen im Winter 2016/17 dauerte in Schleswig-Holstein 192 Tage und galt seit Aufhebung der letzten Restriktionszonen im Mai 2017 als beendet. Hier wurde hochpathogenes aviäres Influenzavirus der Subtypen H5N8 und H5N5 festgestellt. Mit dem aktuellen Nachweis (März 2018) des Geflügelpestvirus des Subtyps H5N6 in einer Geflügelhaltung in Schleswig-Holstein wurden erneut Restriktionszonen errichtet. In diesen Zonen gelten bestimmte rechtliche vorgegebene Regelungen, vor allem für Geflügelhaltungen. Für alle Geflügelhalter im Land gilt es, die allgemeinen Schutzmaßregeln, die in der Geflügelpest-Verordnung vorgeschrieben sind, umzusetzen. Geflügel ist an für Wildvögel unzugänglichen Stellen zu füttern und zu tränken. Futter, Einstreu und sonstige Gegenstände mit denen Geflügel in Berührung kommen kann, sollen für Wildvögel unzugänglich aufbewahrt werden. Die veterinärmedizinische Untersuchung bei erhöhten Verlusten und die Anzeige aller bislang noch nicht gemeldeten Geflügelhaltungen beim zuständigen Veterinäramt sind ebenfalls vorgeschrieben.


Aufgrund des Nachweises und des aktuellen Vogelzugs in Schleswig-Holstein gilt es, wachsam zu sein und mögliche weitere Ausbrüche im Land frühzeitig zu erkennen. Hierzu findet ganzjährig ein Monitoring in Hausgeflügelbeständen sowie in der Wildvogelpopulation statt, welches aktuell nochmals verstärkt wird. Zusätzlich wird intensiv die internationale Lage und Entwicklung beobachtet. In Deutschland wurde HPAIV H5N6 zuvor im Januar 2018 bei einer Tafelente in Bayern nachgewiesen. Seit dem ersten Nachweis des Geflügelpesterregers vom Subtyps H5N6 in den Niederlanden im Dezember 2017 sind neben Deutschland auch weitere Mitgliedstaaten wie die Schweiz, das Vereinigte Königreich, Irland, Schweden und Dänemark betroffen.

Chronologie des Geflügelpest-Ausbruchs 2016/2017

  1. Aviäre Influenza
  2. Übertragung
  3. Hintergrund

Aviäre Influenza

Aviäre Influenza

Aviäre Influenza

Die Aviäre Influenza kann in zwei Formen bei Hausgeflügel und Wildvögeln auftreten: Die niedrigpathogene Form (LPAI) oder die hochpathogene Form (HPAI), die Geflügelpest. Die hochpathogene Form unterliegt sowohl bei Wildvögeln wie auch beim Hausgeflügel der Anzeigepflicht und wird durch die Maßnahmen der Geflügelpest-Verordnung bekämpft. Eine Impfung gegen das Virus ist nicht erlaubt.

Übertragung

Übertragung von H5N8 auf Menschen


Übertragung von H5N8 auf Menschen unwahrscheinlich

Der Erreger des Subtyps H5N8 wird derzeit noch vom Friedrich-Löffler-Institut genauer analysiert. Nach bisherigem Erkenntnisstand sind keine Infektionen des Menschen mit H5N8-Viren bekannt. Eine Übertragung des Erregers (H5N8) über infizierte Lebensmittel ist laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) "theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich".

Gleichwohl sollten entsprechend den Empfehlungen des BfR grundsätzlich die Hygieneregeln im Umgang mit und bei der Zubereitung von rohem Geflügelfleisch und Geflügelfleischprodukten beachtet werden. So müssen Geflügelgerichte gründlich durchgegart werden, rohes Geflügelfleisch ist getrennt von den übrigen Lebensmitteln aufzubewahren und Küchengeräte sind zu reinigen.

Hintergrund

Hintergrund


Hintergrund

2014 war in mehreren Geflügelhaltungen und bei Wildvögeln in Deutschland sowie anderen Ländern der EU die Geflügelpest des Subtyps H5N8 nachgewiesen worden. Zum Schutz der Bestände hatte Schleswig-Holstein damals eine Aufstallungspflicht in Risikogebieten verhängt.

Hochpathogene Influenzaviren sind bislang noch nie in den Hausgeflügelbeständen in Schleswig-Holstein festgestellt worden. 2006 wurden sie aber bei 32 Wildvögeln in Schleswig-Holstein nachgewiesen. Damals wurde der Influenza-A-Virus des Subtyps H5N1 festgestellt.

Verwandte Dokumente

Im November 2016 waren am Großen Plöner See mehrere tote Wildvögel gefunden worden. Bis Ende April 2017 traten im ganzen Land immer wieder Fälle der Tierseuche auf.

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