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Futtermittel

© M. Staudt / grafikfoto.de

Neue Verordnung für Futtermittelhygiene ab 1. Januar 2006 - Unternehmen müssen sich registrieren lassen und Anforderungen beachten!

Seit dem 1. Januar 2006 ist die neue Europäische Futtermittelhygiene-Verordnung gültig. Die Verordnung stellt spezifische Anforderungen an alle Unternehmen, die Futtermittel herstellen, verarbeiten, lagern, transportieren, vertreiben und an Tiere verfüttern. Mit Inkrafttreten der EU-Verordnung dürfen Landwirte und Tierhalter Futtermittel nur noch von registrierten Futtermittelunternehmen beziehen und verwenden.

Wesentliche Grundsätze der Futtermittelsicherheit gelten nunmehr auch für die Primärproduktion. Die Verantwortung für die Futtermittelsicherheit liegt künftig beim Futtermittelunternehmer. Sie ist von der Primärproduktion bis zur Fütterung von Tieren, die für die Herstellung von Lebensmitteln bestimmt sind, zu gewährleisten.

Landwirte und Unternehmen der Lebensmittelindustrie, die Einzelfuttermittel - beispielsweise Milcherzeugnisse, Nebenprodukte der Brauerei, der Müllerei oder der Ölgewinnung - herstellen und in den Verkehr bringen, sind ebenfalls Futtermittelunternehmer im Sinne dieser Verordnung. Ebenso Tierärzte, die Futtermittel in den Verkehr bringen oder teilweise selbst herstellen.

Tierhalter, die keine eigenen Futtermittel herstellen und ausschließlich zugekauftes fütterungsfertiges Alleinfutter füttern, müssen sich nicht registrieren lassen. Das gilt auch für Betriebe, die Futtermittel für Tiere herstellen und füttern, deren Erzeugnisse als Lebensmittel direkt vermarktet werden. Landwirtschaftliche Betriebe, die kleine Mengen von Futtermitteln an Landwirte auf örtlicher Ebene abgeben, sind ebenfalls von der Verordnung ausgenommen.

Bei Rückfragen im Einzelfall hilft die amtliche Futtermittelüberwachung, das ist in Schleswig-Holstein das Landeslabor Schleswig-Holstein in Neumünster weiter.

Kontakt

Landeslabor Schleswig-Holstein

Max-Eyth-Straße 5
24537 Neumünster
Telefon: 04321-904 600


Bei Übergabe eines landwirtschaftlichen Betriebes durch Verpachtung oder Hofüberlassung ist unbedingt eine Änderungsanzeige bei der amtlichen Futtermittelüberwachung erforderlich.

Zur Gewährleistung der Futtermittelsicherheit hat der Verordnungsgeber höhere Anforderungen an solche Unternehmen gestellt, die Futtermittel-Zusatzstoffe verwenden. Dieses ist der amtlichen Futtermittelüberwachung gesondert anzuzeigen und die entsprechenden Anforderungen sind zu beachten – gilt auch für Landwirte, z. B. beim Einsatz von Harnstoff oder Konservierungssäuren.

Betriebe, die bisher weder registriert noch zugelassen sind, können sich mit einem Formblatt (http://www.schleswig-holstein.de/MELUR/DE/Behoerden/Landeslabor/02_Service/Service_node.html) bei der amtlichen Futtermittelüberwachung beim Landeslabor Schleswig-Holstein (Tel. 04321-904-600) registrieren lassen.

Weitere Informationen zur Futtermittelhygiene-Verordnung finden Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit www.bvl.bund.de unter dem Stichwort Futtermittel - Futtermittelbetriebe.

Weitere Informationen

Futtermittelhygiene-Verordnung: Die Konsequenzen für den Landwirt