Landesportal Schleswig-Holstein

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Erneuerbare Energien

© M. Staudt (grafikfoto.de)
Der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende und damit auch ein ganz zentrales Instrument zum Schutz des Klimas.

Biogasanlage mit Kornfeld im Vordergrund Biogasanlage (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Biogasanlage © M. Staudt/grafikfoto.de

Die Erneuerbaren Energien – das sind Bioenergie, Geothermie, Wasserkraft, Windenergie und Solarenergie. In Schleswig-Holstein hatten die Erneuerbaren im Jahr 2013 bereits einen Anteil von ca. 75 Prozent am Bruttostromverbrauch, damit haben wir im Länder-Ranking einen klaren Spitzenplatz.

Zum Vergleich: Im gesamten Bundesgebiet lag der Anteil der Erneuerbaren im selben Jahr bei 26 Prozent. Die geographische Lage an den Küsten von Nord- und Ostsee und die vergleichsweise niedrige Bevölkerungsdichte bieten hier insbesondere hervorragende Voraussetzungen für den Einsatz von Windenergie- und Biomasseerzeugungsanlagen.

Daneben leisten auch andere Technologien einen wichtigen Beitrag. Als bundesweiter Vorreiter wird Schleswig-Holstein voraussichtlich mit den Ende 2014 installierten Anlagen mehr Strom aus Erneuerbaren Energien erzeugen, als hierzulande verbraucht wird. Die schleswig-holsteinische Landesregierung strebt an, dass im Jahr 2025 mindestens 300 Prozent des Bruttostromverbrauchs aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden.

Energiewende und Netzausbau gehören zusammen

Ein besonderer Aspekt ist dabei auch, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien im Einklang mit einem beschleunigen Netzausbau erfolgen muss. Der Ausbau der Stromnetze muss gewährleisten, dass der in Schleswig-Holstein erzeugte Windstrom, der die kosteneffizienteste Form der Erneuerbaren Energien darstellt, in die Verbrauchszentren abtransportiert werden kann.

Solarpark mit Windkraftanlagen, Friedrich-Wilhelm-Lübke-KoogEnergieproduktion aus erneuerbaren Quellen © M. Staudt/grafikfoto.de

Schleswig-Holstein als "Energiedrehscheibe" des Nordens

Schleswig-Holstein wird aufgrund seiner geographischen Lage und des immer weiter fortschreitenden Ausbaus der Onshore-Windenergie immer mehr zur "Energiedrehscheibe" zwischen Deutschland und den skandinavischen Ländern.

Das Land entwickelt sich damit zunehmend zu einem Knotenpunkt der Energiewende. Diese besondere Rolle ist gleichzeitig aber auch eine Herausforderung, der sich die Landesregierung gerne stellt, denn schließlich profitiert Schleswig-Holstein bereits heute in vielfältiger Weise vom Ausbau der Erneuerbaren Energien. Und sie bilden die Grundlage dafür, zukünftig einen ressourcenschonenden und kostengünstigen Beitrag an der Energieversorgung sicherzustellen.

Energiewende als Chance für Wertschöpfung

Dabei ist auch von besonderer Bedeutung, dass die Wertschöpfung des Energiesektors dem Land und seinen Menschen zugutekommt. Es sind bereits viele zukunftsfähige Arbeitsplätze in dieser "jungen Branche" entstanden. Im Jahr 2013 waren in Schleswig-Holstein rund 15.700 Menschen in der Branche der Erneuerbaren Energien beschäftigt.

Zweifellos besteht beim Einsatz der Erneuerbaren Energien im Wärme- und im Mobilitätsbereich noch erheblicher Nachholbedarf – nicht nur im Bund, auch in Schleswig-Holstein. Hier verfolgt die Landesregierung das Ziel, den Anteil der Erneuerbaren Energien im Mobilitätssektor auf mindestens zehn Prozent bis 2020 und im Wärmebereich auf mindestens 22 Prozent bis 2025 zu erhöhen.

Auf den folgenden Seiten informieren wir sie über aktuelle Themen und Projekte im Zusammenhang mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein. Natürlich finden Sie hier ebenfalls Informationen zu bundespolitischen Themen, wie z.B. zur Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Einspeisemanagement

Aufgrund bundesgesetzlicher Regelungen erhalten Betreiber von Windkraft-, Photovoltaik- und Biogasanlagen für Strom, den sie aufgrund von Netzengpässen nicht einspeisen können, Entschädigungen.

Im Jahr 2015 wurden in Schleswig-Holstein 2015 knapp 3.000 Gigawattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien abgeregelt. Das geht aus einem gemeinsamen Bericht des Energiewendeministeriums und der Netzbetreiber TenneT TSO und Schleswig-Holstein Netz AG hervor, der am 2. August 2016 veröffentlicht wurde. Angesichts des zügigen Netzausbaus in Schleswig-Holstein rechnen die Netzbetreiber bereits ab 2017 mit dem Beginn einer leichten Entspannung und einem phasenweisen regionalen Rückgang der Abregelungen in Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen erhalten Sie hier

Weitere Informationen

Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein haben gemeinsam mit einem breit aufgestellten Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft einen Projektantrag im Rahmen der bundesweiten Ausschreibung "Schaufenster Intelligente Energie Wind" des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gestellt. Das gemeinsame Projekt trägt den Titel "NEW 4.0 – Norddeutsche Energiewende".

Die Westküste als Region hat besondere Stärken, etwa im Tourismus oder bei der Produktion erneuerbarer Energien. Sie steht aber angesichts des demografischen Wandels auch vor besonderen Herausforderungen.

In Schleswig-Holstein erzeugter Strom kam im Jahr 2015 erstmals zu mehr als der Hälfte (53%) aus Erneuerbaren Energien. Nach Daten des Statistikamts Nord stieg die Stromerzeugung aus Windenergie an Land und auf See im Jahr 2015 um rund 5,5 Terrawattstunden. Damit deckte die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien 2015 rechnerisch rund 115 Prozent des Stromverbrauchs in Schleswig-Holstein. Bundesweit wurde 2015 ein Anteil von rund 32 Prozent erreicht. Schleswig-Holstein nimmt damit einen Spitzenplatz beim Ausbau der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ein. Die Stromerzeugung aus Kohle und Atom geht dagegen zurück.

In Schleswig-Holstein waren 2015 rund 18.400 Beschäftigte im Bereich der Erneuerbaren Energien tätig. Davon entfallen 12.200 auf Wind Onshore und Offshore, 5.100 auf Biomasse und 700 auf Photovoltaik, die verbleibenden 400 auf Solar- und Geothermie.

Energiepolitik in Schleswig-Holstein bedeutet, für die Bevölkerung eine effiziente Bereitstellung von Energie zu bezahlbaren Preisen zu gewährleisten. Daher orientiert sich die Energiepolitik an den Zielen Energieeinsparung, Effizienzerhöhung und Ausbau der erneuerbaren Energien. Sie setzt auf einen ausgewogenen Primärenergieträgermix um eine sichere, nachhaltige und preisgünstige Energieversorgung sicherzustellen.

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende und damit ein zentrales Instrument zum Schutz des Klimas. Die Erneuerbaren Energien, das sind Windenergie, Solarenergie, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft.