Landesportal Schleswig-Holstein

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Demografie

© M. Staudt / grafikfoto.de

Demografische Veränderungen wirken sich auf nahezu alle Lebensbereiche aus. Daher ist der demografische Wandel eine der großen Herausforderungen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Demografischer Wandel, das heißt: die Einwohnerzahlen gehen zurück und es leben immer mehr alte und weniger junge Menschen in Schleswig-Holstein. Zu den Veränderungen gehört aber auch, dass immer mehr Menschen in den großen Städten und im Hamburger Umland leben.

Netzwerk Demografie

Gemeinsam mit Partnern aus den Kommunen sowie den Industrie- und Handels-kammern arbeitet das Land an Lösungsstrategien für den Demografischen Wandel.

link Netzwerk Demografie

Wir müssen städtische und ländliche Regionen differenziert betrachten, um diesen demografischen Entwicklungen zu begegnen und Anpassungsstrategien entwickeln, die genau auf die Region abgestimmt sind, etwa in den Bereichen:

  • Infrastruktur,
  • Mobilität
  • Arbeitsmarkt,
  • Wohnungsangebot und
  • Einzelhandel

Bevölkerungsentwicklung bis 2030

Bevölkerungsvorausberechnungen sind eine wichtige Grundlage, um für die Zukunft besser planen zu können. Eine Vorausberechnung bis 2030 wurde für die Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein im Juni 2016 veröffentlicht. mehr lesen

Regionale Unterschiede

Vor allem in den ländlichen Kreisen werden die Einwohnerzahlen ab 2020 sinken. So werden 2030 zum Beispiel in den Kreisen Dithmarschen und Plön etwa 5,6 Prozent Menschen weniger leben als heute. Die kreisfreien Städte und die Kreise im Umland von Hamburg werden hingegen nach 2020 weiter wachsen. In der Landeshauptstadt Kiel werden 2030 voraussichtlich rund zehn Prozent Menschen mehr leben als heute.

Industrie- und Handelskammer

Die Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein hat Informationen und Prognosen zur demographischen Entwicklung im echten Norden zusammengestellt.

link Homepage der IHK Schleswig-Holstein

Altersstruktur

Die Altersstruktur der Bevölkerung wird sich in allen Kreisen und kreisfreien Städten verändern. Schon heute ist die Zahl der unter 20-Jährigen niedriger als die Zahl der über 60-Jährigen. Bis 2030 wird diese Schere noch weiter auseinandergehen - von 18,6 zu 28,8 Prozent auf 17,3 zu 36 Prozent. Das stellt unsere Gesellschaft und das Land vor neue Aufgaben.

Arbeitsmarkt

Die Entwicklungen spiegeln sich natürlich auch auf dem Arbeitsmarkt wider. Als Indikator gilt dabei die Zahl der Menschen im Alter zwischen 15 und 70 Jahren, die dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Diese sogenannten "Erwerbspersonen" werden weniger - bis 2030 geht ihre Zahl schätzungsweise um etwa 23.000 zurück. Neben der bloßen Anzahl der potenziell arbeitenden Bevölkerung wird sich aber auch deren Altersstruktur verändern. 2030 werden rund 26 Prozent der Erwerbspersonen in Schleswig-Holstein 55 Jahre und älter sein und nur noch 18 Prozent jünger als 30 Jahre.

Weitere Informationen

Das Netzwerk Demografie will landesweit den Austausch von Ideen und Erfahrungen rund um das Thema fördern.

Viele Menschen in Schleswig-Holstein haben sich bereits zusammengesetzt und überlegt, wie die Feuerwehr einsatzfähig bleibt, Kinder betreut werden oder ältere Menschen mobil bleiben können.

Gemeinsam mit dem Statistikamt Nord erstellt die Landesplanung Schleswig-Holstein alle drei bis vier Jahre eine neue Bevölkerungsvorausberechnung für die Kreise und kreisfreien Städte im Land.

Die Gestaltung des demografischen Wandels ist eine der größten Herausforderungen für die Kommunen. Einige Kreise haben dies früh erkannt.

Die Kommunen stellen sich dem demografischen Wandel. Sie haben die Situation analysiert und Instrumente entwickelt, damit auch zukünftig Nahversorgung, Kinderbetreuung oder altersgerechtes Wohnen gesichert ist.

Welche Folgekosten entstehen für die Infrastruktur, wenn Kommunen neue Wohngebiete ausweisen? Eine Arbeitshilfe unterstützt Kommunen dabei, diese Kosten besser abzuschätzen.