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Barrierefreiheit

© Seebauer, Wefers und Partner GbR

Barrierefreiheit – bei diesem Stichwort denken viele Menschen erstmal an Rollstuhl, Krankenkasse, Behinderung. Barrierefreiheit geht aber alle etwas an.

Eine Rollstuhlfahrerin hält ein Kind an der Hand Rollstuhlfahrerin mit Kind (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Unterschiedlich unterwegs - generationenübergreifend © Grafikfoto / M. Staudt

Natürlich geht Barrierefreiheit die Rollstuhlfahrer etwas an, aber auch gehbehinderte Menschen jeden Alters, Menschen mit Sehbehinderungen, ältere Menschen, Eltern mit Kinderwagen und Kinder sowieso. Eben alle, die – warum auch immer – in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Mobilität ist aber wichtig. Und deshalb ist Barrierefreiheit ein wichtiges Stichwort sowohl im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs als auch im Tourismus.

Nicht jeder ist gut zu Fuß

Denn wer möchte schon Strandurlaub machen und nicht an den Strand können? Wer als Urlaubsort heute etwas auf sich hält, berücksichtigt, dass nicht jeder gut zu Fuß ist (oder im Falle von kleinen Kindern: noch nicht gut zu Fuß!). All diesen Menschen kann mit vielerlei Maßnahmen geholfen werden. Dazu gehören breite Rampen, gute Verkehrsleitsysteme, passendes Stadtmobiliar, Fahrstühle in öffentlichen Gebäuden, Mitnahmemöglichkeiten für Rollstuhlfahrer im öffentlichen Nahverkehr und Vieles mehr.

Beispiel Eckernförde: Mit dem Rolli an den Strand

Beispiel Eckernförde: Die Stadt Eckernförde engagiert sich schon seit vielen Jahren im Bereich Barrierefreiheit und hat dazu eine ganze Reihe guter Maßnahmen entwickelt. 2011 wurde sie bereits mit dem „Goldenen Rollstuhl“ für dieses Engagement ausgezeichnet. Neuester Coup: die Strandrollis. Sie ermöglichen es auch Menschen im Rollstuhl, am Strandleben unmittelbar teilzuhaben.

Weitere Informationen hierzu:

Eckernförde - Barrierefreier Urlaub

Beispiel Büsum: Moderne Promenade – barrierefrei und schick

Die Deichverstärkung am Büsumer Hauptdeich hat die Gemeinde Büsum zum Anlass genommen, die Wasserkante neu und modern zu gestalten. Dabei wurde auch sehr viel Wert auf das Thema Barrierefreiheit gelegt. So sind die Neigungen der Deichaufgänge möglichst flach und somit rollstuhl- und kinderwagenfreundlich gestaltet, die Sitzbänke so geformt, dass das Aufstehen erleichtert wird (Armlehnen mit „Griffen“), die Strandabschnitte sind zur besseren Orientierung farblich klar gekennzeichnet und die Stadtpläne taktil gestaltet und mit Ortsangaben in Blindenschrift versehen. Hier steckt also auch viel Überlegung im Detail.

Barrierefreier Tourismus in Schleswig-Holstein

Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) hat in den Jahren 2013-2015 ein Projekt zum Thema „Barrierefreier Tourismus in Schleswig-Holstein“ ins Leben gerufen und damit wichtige Impulse gegeben. Denn hier steckt viel Entwicklungspotenzial für die touristischen Regionen des Landes.

Menschen mit Behinderungen zeigen nämlich eine klare Präferenz für einen Inlandsurlaub. Schleswig-Holstein hat mit Nord- und Ostseeküste, einem attraktiven Binnenland und schönen Städten dieser Zielgruppe einiges zu bieten. Barrierefreiheit ist zwar nicht für jeden Urlauber ein „Muss“ – etwa für Familien mit Kindern –, aber sie steigert für alle den Komfort und ist somit ein Qualitätsmerkmal, mit dem man punkten kann. Und Inklusion sollte auch im Urlaub gelten.

Nähere Informationen zum Projekt „Barrierefreier Tourismus in Schleswig-Holstein“ der TA.SH finden Sie hier:

Projekt "Barrierefreier Tourismus in Schleswig-Holstein"

Weitere Informationen

Landesaktionsplan zur Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) im Land Schleswig-Holstein

Informationen zur Fahrgelderstattung bei unentgeltlicher Beförderung schwerbehinderter Menschen im öffentlichen Personennahverkehr

Die Barrierefreiheit ist ein wichtiges langfristiges Ziel der Verkehrspolitik des Landes Schleswig-Holstein.

Informationen für Aufsichtsbehörden nach dem Selbstbestimmungsstärkungsgesetz, Trägern von Einrichtungen und Interessierte.

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