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Artenschutz

© T. Eisenkrätzer (grafikfoto.de)

Der Schutz der Tiere und Pflanzen und ihrer Lebensräume ist die zentrale Aufgabe des Naturschutzes. Der naturschutzgesetzliche Auftrag für den Artenschutz und ihrer Lebensgemeinschaften leitet sich aus dem Bundes- (§ 1 Abs. 1 Nr. 3 und § 39 ff.) und Landesnaturschutzgesetz (§ 1 Abs. 1 Nr. 3, Abs. 3 Nr. 8 und 9) ab.

Vorrangiges gesetzliches Ziel ist es, die Tiere und Pflanzen und ihre Lebensgemeinschaften in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt zu erhalten. Ihre Lebensräume und sonstigen Lebensbedingungen sind zu schützen und soweit wie möglich wiederherzustellen (§ 1 Abs. 3 Nr. 9 LNatSchG)

Der Artenschutz soll damit:

  • Tiere und Pflanzen und ihre Lebensgemeinschaften vor Beeinträchtigungen durch den Menschen schützen, insbesondere vor dem menschlichen Zugriff,
  • die Biotope wildlebender Tier- und Pflanzenarten schützen, pflegen, entwickeln und wiederherstellen sowie ihre sonstigen Lebensbedingungen gewährleisten,
  • Tiere und Pflanzen verdrängter wildlebender Arten in geeigneten Biotopen innerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebietes ansiedeln und
  • Interesse für seltene Tiere oder Tiere in unserer unmittelbaren Nähe wecken.

Weiterführende Informationen

Die Vollzugshilfe "Integration artenschutzrechtlicher Vorgaben in Windkraftgenehmigungen nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG)" befasst sich mit der Formulierung artenschutzrechtlicher Bestimmungen in Windkraftgenehmigungen (zum Beispiel Abschaltzeiten zum Schutz von Fledermäusen oder Großvögeln). Darüber hinaus enthält sie Erläuterungen über formale Ansprüche an Antragsunterlagen , über die rechtliche Einordnung von Genehmigungsbestandteilen, über Erläuterungen zu den Regelungen des Artenschutzrechts sowie über betreiberbezogene Dokumentationspflichten. Den Kern der Vollzugshilfe bilden Textbausteine für Inhalts- oder Nebenbestimmungen sowie für die jeweils zugehörigen Begründungen. Diese beziehen sich auf alle derzeit durchgeführten artenschutzrechtlichen Maßnahmen in Windkraftgenehmigungen (Kapitel 4).

Das Wolfsmanagement des Landes wird zukünftig staatlich organisiert und finanziell ausgebaut.

Über viele Jahrzehnte waren Wölfe in Schleswig-Holstein ausgestorben. Im Jahr 2007 konnte erstmals wieder ein Wolf in Schleswig Holstein nachgewiesen werden. Seit dem Jahr 2012 hat es insgesamt 41 C1-Wolfsnachweise sowie 5 bestätigte C2- Wolfshinweise gegeben (Stand 12.10.2017).