Landesportal Schleswig-Holstein

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Flüchtlinge in Schleswig-Holstein -
Refugees Welcome

© Hans Kohrt

Informationen rund um das Verfahren

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Ihre ersten Schritte

Willkommen in Schleswig-Holstein.

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Welche Behörden sind zuständig?

Landesamt für Ausländerangelegenheiten

Für die Erstaufnahme ist in Schleswig-Holstein das Landesamt für Ausländerangelegenheiten mit seinen Aufnahmeeinrichtungen zuständig. Das Landesamt nimmt während des Aufenthaltes in der Erstaufnahmeeinrichtung auch ggf. anfallende ausländerbehördliche Aufgaben wahr. Zudem ist das LfA die landesweite Koordinierungsstelle für die Beschaffung von Heimreisedokumenten und die organisatorische Vorbereitung der Abschiebung vollziehbar ausreisepflichtiger Personen. Das LfA unterstützt die Ausländerbehörden der Kreise und kreisfreien Städte bei der Erfüllung dieser Aufgaben.

Landesamt für Ausländerangelegenheiten

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge nimmt in seinen Außenstellen Asylanträge entgegen und führt die Asylverfahren durch. Es hat seinen Hauptsitz in Nürnberg. Das BAMF betreibt in Schleswig-Holstein zwei Ankunftszentren, eines in Neumünster und eines in Glückstadt. Darüber hinaus bestehen Außenstellen des BAMF in Rendsburg, Boostedt und Kiel. In den Ankunftszentren erfolgen grundsätzlich alle Schritte des Asylverfahrens von der Registrierung bis zur Entscheidung über den Antrag.

Auskunftssystem - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Ausländerbehörden der Kreise und kreisfreien Städte

Sind die Flüchtlinge nach der Zeit der Erstaufnahme dann in einer Kommune angekommen, ist die Ausländerbehörde des jeweiligen Kreises oder der jeweiligen kreisfreien Stadt für alle ausländerrechtlichen Aufgaben außerhalb des Asylverfahrens zuständig. Eine Übersicht über die Ausländerbehörden finden Sie hier.

Ausländerbehörden

Zuwanderung

Hier finden Sie Ansprechpartner für den Bereich Zuwanderung: Das Landesamt für Ausländerangelegenheiten, die Migrationsberatung, die Ausländerbehörden, die Härtefall-Kommission und Informationen zur Einbürgerung.

Rechte und Pflichten

Welche Rechte und Pflichten haben Geflüchtete, sobald sie einen Asylantrag gestellt haben?

Rechte

  • Während des Asylverfahrens halten sich Betroffene durch die Aufenthaltsgestattung rechtmäßig im Bundesgebiet auf.
  • Bei Bedarf werden staatliche Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes erbracht.
  • Es werden Leistungen bei Krankheit, Schwangerschaft und Geburt erbracht.
  • Nach Ablauf der ersten drei Monate ihres Aufenthalts in Deutschland dürfen Betroffene einer Beschäftigung nachgehen, wenn die Bundesagentur für Arbeit der Arbeitsaufnahme zugestimmt hat. Das Zustimmungserfordernis entfällt nach fünfzehn Monaten des Aufenthalts.

Pflichten

  • Während des Asylverfahrens unterliegen Betroffene einer Wohnsitzauflage an einem behördlich vorgegebenen Ort, solange der Lebensunterhalt nicht gesichert ist und soweit sie nicht (mehr) dazu verpflichtet sind, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen.
  • Asylantragsteller unterliegen nach § 15 AsylVfG allgemeinen Mitwirkungspflichten. Dazu gehören insbesondere:

    • Mitwirkung an der Aufklärung asylrelevanter Sachverhalte.
    • Mündliche und ggf. auch schriftliche Angaben zum Sachverhalt auf Anforderung der zuständigen Behörden.
    • Verpflichtung zur persönlichen Vorsprache auf Aufforderung.
    • Vorlage, Aushändigung oder Überlassung von Reisepässen, Passersatzpapieren, anderen Urkunden oder sonstigen Unterlagen.
    • Mitwirkung an der Pass- oder Passersatzbeschaffung.
  • Asylantragsteller müssen die Durchsuchung der Person und der mitgeführten Sachen dulden, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass den allgemeinen Mitwirkungspflichten nicht entsprochen wird.

Je nach Einzelfall können sich weitere Rechte und Pflichten ergeben, auf die Betroffene durch die zuständigen Behörden individuell hingewiesen werden. Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.

Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Asylverfahren

Fragen hierzu beantwortet auch die zuständige Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge oder die örtliche Ausländerbehörde.

Freiwillige Rückkehr

Familiennachzug

Gibt es ein besonderes Asylverfahren für unbegleitete minderjährige Ausländer?

Ein besonderes Asylverfahren für unbegleitete Minderjährige gibt es nicht. Auch in ihren Fällen prüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), ob Gründe für die Zuerkennung eines Schutzstatus vorliegen. Das BAMF verfügt allerdings über geschulte Sonderbeauftrage für unbegleitete Minderjährige, die eine kindgerechte Anhörung im Asylverfahren gewährleisten und bei der Entscheidung über den Asylantrag kindspezifische Aspekte berücksichtigen.

Können unbegleitete minderjährige Ausländer abgeschoben werden?

Unbegleitete Minderjährige, denen im Asylverfahren kein Schutzstatus zuerkannt wurde und die auch sonst keine Voraussetzungen für die Gewährung eines Aufenthaltsrechtes erfüllen, können nach den gegebenen aufenthaltsrechtlichen Regelungen abgeschoben werden. Nach § 58 Abs. 1a AufenthG hat sich die Behörde allerdings vorher zu vergewissern, dass Betroffene im Rückkehrstaat einem Mitglied der Familie, einer zur Personensorge berechtigten Person oder einer geeigneten Aufnahmeeinrichtung übergeben werden. Unbegleitete Minderjährige werden nur in sehr seltenen Fällen abgeschoben.

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