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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

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Diphtherie im Überblick

Der Diphtherie-Erreger bildet Toxine, die die lebensbedrohlichen Symptome der Diphtherie auslösen...

Erreger und Verbreitung

Der Diphtherie-Erreger, das Corynebacterium diphtheriae, zählt zu den Stäbchenbakterien. Er bildet Toxine, die die lebensbedrohlichen Symptome der Diphtherie auslösen. Nur der Mensch erkrankt nach einer Infektion mit dem Erreger. Die Erkrankung kommt weltweit vor, in Europa vor allem in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion.

Übertragung

Die Übertragung erfolgt von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen, die mit der Atemluft verbreitet werden (Tröpfcheninfektion, z.B. durch Niesen, Husten, Sprechen) oder durch Hautkontakt mit Patienten, die unter einer Hautdiphtherie leiden.

Symptome und Komplikationen

Eine Erkrankung der Atemwege beginnt mit Krankheitsgefühl, leichtem Fieber, Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Der Mundgeruch ist süßlich, die Sprache wird kloßig. Die Halslymphknoten können stark anschwellen. An der Oberfläche der Mandeln und im Rachen bilden sich graue Veränderungen (Pseudomembran). Breiten sich diese Pseudomembranen bis in die tiefen Atemwege aus, leiden die Betroffenen unter Umständen unter Atemnot bis hin zur Erstickungsgefahr. Ferner kann sich das Toxin des Diphtherie-Erregers auf Herz (z.B. Herzmuskelentzündung) und Nieren ausbreiten oder die Nerven schädigen und Lähmungen verursachen. Unbehandelt versterben 10-25% der Erkrankten. Aber auch eine fachgerechte Behandlung mit einem Gegengift und Antibiotikum sichert nicht das Überleben eines Diphtherie-Patienten. Vor Einführung der vorbeugenden Impfung forderte Diphtherie viele Opfer, vor allem die Kindersterblichkeit war hoch.

Eine Sonderform der Diphtherie ist die Hautdiphtherie, die auf Ekzemen oder Hautverletzungen entstehen kann. Sie zeigt sich durch gelbgraue Beläge mit schmierigen Wundflächen, die tief in die Haut reichen und schlecht heilen.

Impfstoff und Impfschema

Der Impfstoff gegen Diphtherie ist in Kombination mit anderen Bestandteilen erhältlich. Die Impfung erfolgt als Kombinationsimpfung, die gleichzeitig vor Tetanus und Keuchhusten sowie ggf. zusätzlich vor Kinderlähmung schützt. Für Säuglinge und Kleinkinder sind zudem Impfstoffe im Handel, die darüber hinaus einen Schutz gegen Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) aufbauen.

Für eine Grundimmunisierung erhalten Säuglinge und Kleinkinder je eine Impfung im 3., 4., 5. Lebensmonat sowie zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat, d.h. im Alter von 11-14 Monaten. Die Impfung gegen Diphtherie wird üblicherweise mit den Impfungen gegen Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b (Hib) kombiniert.

Die erste Auffrischimpfung sollte im Alter zwischen 5 und 6 Jahren verabreicht werden – in der Regel zusammen mit den Impfungen gegen Tetanus und Keuchhusten. Eine zweite Auffrischimpfung ist frühestens 5 Jahre nach der ersten Auffrischimpfung im Alter zwischen 9 und 17 Jahren notwendig. Im Anschluss wird eine Auffrischimpfung alle 10 Jahre verabreicht.

Impfempfehlung

Die Impfung gegen Diphtherie wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge, Kinder und Jugendlichen sowie für alle Erwachsenen empfohlen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zum Diphtherie-Impfschutz sowie den empfohlenen Impf-Zeitpunkten berät Sie auch Ihre Ärztin/Ihr Arzt oder Ihr Gesundheitsamt.

Quellen: www.rki.de (STIKO), Öffentliche Empfehlung von Schutzimpfungen in Schleswig-Holstein, Fachinformationen der Impfstoffe

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