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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

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Tetanus-Impfschutz alle 10 Jahre auffrischen

Erwachsene sollten ihren Impfschutz gegen Tetanus mindestens in Kombination mit Diphtherie alle 10 Jahre erneuern.

Hände einer Person voller Erde über einem Pflanzkübel bei der Gartenarbeit ©Stefan Körber-Fotolia.com (Lizensiert durch Monks-Ärzte im Netz GmbH)


Tetanus ist eine weltweit verbreitete Infektionserkrankung, die durch die Bakterienart Clostridium tetani hervorgerufen wird. Gelangen die Erreger in den Körper, können sie den lebensbedrohlichen Wundstarrkrampf (Tetanus) auslösen. Die resistenten Sporen des Bakteriums finden sich unter anderem im Erdboden, Straßendreck sowie in Darm-Ausscheidungen von manchen Wiederkäuern. Eine Infektion erfolgt durch das Eindringen von Bakterien-Sporen durch Wunden in den Körper, wenn gleichzeitig kein Impfschutz vorliegt, berichtet der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). Die Gefahr, an Tetanus zu erkranken, besteht bereits bei Bagatellverletzungen wie sie beispielsweise bei der Gartenarbeit entstehen können. Die einzige Möglichkeit zur Vorbeugung dieser Infektionserkrankung ist die Tetanus-Impfung, die für alle Personen empfohlen wird. Erwachsene sollten ihren Impfschutz alle 10 Jahre erneuern, betont der BVDN.

Zunächst grippeähnliche Symptome mit Muskelschmerzen und Krämpfen

Die Inkubationszeit dauert zwischen drei Tagen und drei Wochen und kann in seltenen Fällen auch mehrere Monate betragen. Die Hauptsymptomatik des Tetanus sind Muskelkrämpfe, die mit Schmerzen und Steifigkeit im Mittel etwa acht Tage nach der Infektion auftreten. Die Krämpfe beginnen oft im Kopfbereich beispielsweise mit einer Kieferklemme und einer verzerrten Kaumuskulatur sowie Schluckstörungen und können in andere Körperpartien absteigen. Auch ein lokaler Tetanus ist nach Angaben des BVDN möglich, der auf die Extremität beschränkt ist, auf der sich die kontaminierte Wunde befindet. Tetanus ist nicht von Mensch zu Mensch übertragbar.

Kombinationsimpfstoffe schützen gleichzeitig vor anderen Erregern

Die Impfung gegen Tetanus wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für alle Säuglinge, Kinder und Jugendlichen sowie für alle Erwachsenen empfohlen. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten. Der Tetanus-Impfstoff wird immer mit anderen Bestandteilen kombiniert verabreicht. Die Impfung erfolgt stets in Kombination mit Diphtherie und kann bei Bedarf auch mit Keuchhusten sowie ggf. zusätzlich Kinderlähmung kombiniert werden. Denn jede Auffrischimpfung mit Tetanus/Diphtherie (auch im Verletzungsfall) sollte Anlass sein, die Notwendigkeit (Indikation) für eine Keuchhusten-Impfung zu überprüfen. Für Säuglinge und Kleinkinder sind darüber hinaus Impfstoffe erhältlich, die zusätzlich einen Schutz gegen Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ b aufbauen. Ein überstandener Tetanus ist kein Schutz vor einer erneuten Infektion, weshalb jeder Tetanuspatient aktiv geimpft werden sollte.
Weltweit erkranken etwa eine Million Menschen pro Jahr an Tetanus, in Deutschland bis zu 15 Menschen jährlich. Betroffen sind vor allem Ältere.

Weitere Informationen

Quelle: Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN), www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org