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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

© drubig-photo / fotolia.com (Lizensiert durch Monks - Ärzte im Netz GmbH)
Pneumokokken stellen die Hauptursache von bakteriellen Lungenentzündungen dar

Die STIKO hat neue Impfschutz-Empfehlungen veröffentlicht.

Das Foto zeigt eine große Menschenmenge ©sculpies_fotolia.com


Es gibt Berufsgruppen, die aufgrund ihrer Tätigkeiten oder ihrer Arbeitsumgebung ein höheres Gefährdungspotential gegenüber Infektionen haben als andere Menschen. Die Ständige Impfkommission beim Robert Koch-Institut (STIKO) empfiehlt daher einzelnen Berufsgruppen bestimmte Impfungen, um besondere gesundheitliche Risiken zu verringern. Dabei sollen vorbeugende Impfungen manchmal nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch dem Schutz anderer Menschen dienen.

Neu ist die STIKO-Empfehlung der Pneumokokken-Impfung für alle Personen mit beruflichen Tätigkeiten wie Schweißen und Trennen von Metallen, die zu einer Exposition gegenüber Metallrauchen einschließlich metalloxidischen Schweißrauchen führen. Solange die Exposition andauert, wird zu einer Wiederholungsimpfung mit einem Mindestabstand von 6 Jahren geraten. Dabei sollen Personen, die wie oben beschrieben am Arbeitsplatz Metallrauchen ausgesetzt sind, eine Impfung (und ggf. Wiederholungsimpfungen) mit dem Impfstoff-Typ PPSV23 erhalten.

Die Ständige Impfkommission hat diese neuen Empfehlungen zusammen mit weiteren Überarbeitungen im Epidemiologischen Bulletin 34/2016 veröffentlicht.

Überarbeitete Empfehlungen auch für Senioren und andere gefährdete Risikogruppen

Pneumokokken stellen in Europa die Hauptursache von bakteriellen Lungenentzündungen dar. Die STIKO schätzt, dass jedes Jahr mehr als 5.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Pneumokokken-Erkrankung sterben. Besonders gefährdet sind Kinder unter 2 Jahren, Menschen ab 60 Jahren sowie Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grundkrankheiten, z.B. Personen mit einer Immunschwäche oder mit chronischen Krankheiten des Herzens oder der Lunge.

Die STIKO empfiehlt auch weiterhin für alle Personen ab dem Alter von 60 Jahren eine alleinige Impfung mit dem Impfstoff-Typ PPSV23. PPSV23 hat gegenüber dem ebenfalls verfügbaren Impfstoff PCV13 den Vorteil, gegen ein deutlich breiteres Spektrum (nämlich 23 statt 13) der insgesamt über 90 Pneumokokken-Serotypen zu schützen. Nur für Personen mit einer Immunschwäche und einige wenige weitere Risikogruppen ist eine zusätzliche Impfung mit PCV13 sinnvoll.

Eine ausführliche Darstellung der Impfempfehlung zum Schutz vor Pneumokokken und der zugehörigen Impfschemata ist im "Steckbrief" Pneumokokken zu finden.
Informationen zu empfohlenen Impfungen aufgrund eines erhöhten beruflichen Risikos - unter anderem auch für Beschäftigte im Gesundheitsdienst oder in Gemeinschaftseinrichtungen - sind in der Rubrik „Impfempfehlungen für Beschäftigte in Gemeinschaftseinrichtungen, -unterkünften und anderen Berufsfeldern“ zusammengefasst.

Quelle: Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts, äin-red