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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

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Präventionsgesetz soll Impfschutz verbessern

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will mit Präventionsgesetz Impfschutz verbessern...

Bild zeigt ein rotes Paragraphenzeichen, um das ein Stethoskop gewickelt ist ©psdesign1_fotolia.com


Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe will mit seinem Präventionsgesetz vor allem auch den Impfschutz verbessern. "Alle Ärzte, auch Betriebsärzte, sollen Patienten impfen und dies mit der Krankenkasse abrechnen können", bekräftigte der CDU-Politiker. Generell gelte: Ein Patient dürfe nicht abgewiesen werden, wenn er eine nötige Schutzimpfung wünsche. Als Beispiel nannte Gröhe unter anderem die Impfung der Eltern, wenn bei der Untersuchung eines Kindes beim Kinderarzt auffalle, dass Mutter oder Vater nicht über den nötigen Impfschutz verfügten.

Zudem solle es bei jeder Gesundheitsuntersuchung von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen eine Impfberatung geben und nötigenfalls eine Impfung vorgenommen werden können. Vor dem Kita-Eintritt eines Kindes müsse ein Nachweis über eine ärztliche Impfberatung vorgelegt werden. Behörden wie Gesundheitsämter sollen laut Gröhe ungeimpfte Kinder und Erwachsene beim Auftreten von Masern vom Besuch von Gemeinschaftseinrichtungen vorübergehend ausschließen können.

Aktionsplan soll Impfquoten gegen Masern erhöhen

Weltweit sterben pro Tag 400 Kinder an den Masern. Ein noch immer nicht überstandener Ausbruch in Berlin zeigt: Auch in Deutschland liegt der Impfschutz im Argen. Ein Aktionsplan soll aufklären. Mit einem Nationalen Aktionsplan sollen Masern und Röteln bis 2020 in Deutschland dauerhaft eliminiert werden. Gröhe (CDU) rief Ärzte, Kitas, Schulen und Eltern zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf, um die Impflücken zu schließen. "Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen Masern", erklärte Gröhe im Rahmen der 4. Nationalen Impfkonferenz in Berlin. Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) warnte: "Babys, Schwangere und Menschen mit Immunerkrankungen sind darauf angewiesen, dass wir alle verantwortungsvoll handeln."

Der Plan sieht neben verstärkter Aufklärung und regelmäßigen Impferinnerungen unter anderem vor, dass mindestens 95 Prozent der Kleinkinder bis zum Alter von 15 Monaten und ebenso viele Schulanfänger insgesamt zweimal gegen Masern, Röteln und Mumps geimpft werden. Erst dann ist eine sogenannte Herdenimmunität gegeben. Auch Jugendliche und nach 1970 geborene Erwachsene sowie Flüchtlinge und Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Zielgruppen. Masern sind hochansteckend, weltweit sterben daran etwa 400 Kinder pro Tag. In Berlin begann im Oktober 2014 ein heftiger Masernausbruch mit insgesamt über 1.200 Erkrankten, der immer noch nicht ganz vorbei ist.

Quelle: dpa