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Impfen - Schützen Sie sich, Ihre Liebsten und Ihre Nächsten

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Nach 1970 geboren? Masern-Impfschutz prüfen!

Viele Menschen in Deutschland wissen nicht, wie wichtig die Impfung gegen Masern für sie ist.

Eine Gruppe von Studenten steht im Kreis und umarmt sich, Ansicht von unten aus der Kreismitte ©william87_fotolia.com


Entgegen weit verbreiteter Meinung sind Masern keine harmlose Kinderkrankheit. Tatsächlich erkranken auch viele Erwachsene im Alter bis etwa Mitte 40 an Masern. Daher wird nicht nur Kindern und Jugendlichen ein vollständiger Impfschutz gegen diese Infektionskrankheit empfohlen, sondern auch Erwachsenen. Alle nach 1970 geborenen Erwachsenen, zwischen 18 und 45 Jahren, ohne oder mit nur einer Impfung in der Kindheit oder mit unklarem Impfstatus, sollten sich einmalig gegen Masern impfen lassen.

Bei der bundesweiten Repräsentativbefragung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Infektionsschutz gaben etwa drei Viertel der Erwachsenen in dieser Altersgruppe an, die Masern-Impfempfehlung nicht zu kennen. "Viele nach 1970 geborene Erwachsene wissen nicht, wie wichtig die Impfung gegen Masern für sie ist", betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Wichtig ist, Impflücken zu schließen, um sich und andere zu schützen. Denn durch die Impfung lässt sich die Weiterverbreitung der Masern aufhalten. Wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung einen Schutz gegen Masern haben, können Masernausbrüche in Zukunft verhindert werden. Dadurch können auch Säuglinge vor einer Ansteckung mit Masern geschützt werden, bevor sie selbst geimpft werden können."

Masern sind hoch ansteckend und können sich schnell verbreiten

Den Masern kommt wegen ihrer hohen Ansteckungsfähigkeit und potentiell schweren Erkrankungsverläufen eine besondere Bedeutung zu. Das Masernvirus wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und kann bereits bei kurzem Kontakt mit einer erkrankten Person zu einer Infektion führen. Nahezu alle Kontaktpersonen erkranken (Kontagionsindex nahe 100 %), sofern sie nicht immun sind! Immunität kann aufgrund der Impfung oder einer durchgemachten Erkrankung bestehen.
Die hohe Ansteckungsfähigkeit von Masern wird im Rahmen von Ausbruchgeschehen immer wieder deutlich. Bei dem großen Masern-Ausbruch im vergangenen Jahr in Berlin mit rund 1.250 Masernfällen erkrankten nicht nur Kinder, sondern auch viele Erwachsene. Die höchste Fallzahl gab es in Berlin bei Erwachsenen zwischen 18 und 44 Jahren. Etwa jeder vierte Erkrankte musste im Krankenhaus behandelt werden.

Schutz von Masern durch MMR-Impfung

Schutz vor einer Masern-Infektion bietet die MMR-Impfung. Dabei handelt es sich um einen Kombinations-impfstoff mit abgeschwächten Masern-, Mumps- und Röteln-Viren, der zugleich vor allen drei Infektionserkrankungen schützt. Die Impfung ist gut verträglich und wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen.

Quellen: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), impfen.schleswig-holstein.de

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