Landesportal Schleswig-Holstein

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Glasfaser-Landesnetz bis 2020

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Häufig gestellte Fragen

Allgemeine Fragen zum Landesnetz

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Was ist das Landesnetz?

Bei dem Landesnetz handelt es sich um ein geschlossenes Verwaltungsnetz des Landes Schleswig-Holstein. Daran angebunden sind u.a.:

  • Ministerien und alle nachgelagerten Landesbehörden (z.B.: Polizei)
  • Schulen
  • Kommunen
  • Kreise, Kreisfreie Städte
  • AöR

Welchen Zweck verfolgt das Landesnetz?

Das Landesnetz als landesweites Verwaltungsnetz in Schleswig-Holstein soll den Austausch von Verwaltungsinformationen fördern und die Ausbreitung von E-Government unterstützen. Das Landesnetz bildet die Grundlage für eine datenschutzkonforme Verarbeitung und Übermittlung von sensiblen Daten.

Darüber hinaus dient es dem Zweck,

  • eine flächendeckende, einheitliche und multimediale Kommunikationsinfrastruktur für die öffentlichen Verwaltungen in Schleswig-Holstein herzustellen,
  • Daten und Sprache in einheitlicher digitaler Struktur zu transportieren, so dass ein modernes, integriertes und standardisiertes Transportnetz für die Verwaltungen entsteht,
  • durch die einheitliche Anschlusstechnik und flächendeckende Verfügbarkeit übergreifende Verwaltungsprozesse (E-Government) in Schleswig-Holstein sicherzustellen.


Das Landesnetz ist kein öffentliches Netz sondern stellt den Datentransport zwischen definierten Anschlüssen und ausschließlich genehmigten Teilnehmern (Nutzern) zur Verfügung.

Welche Kosten liegen bei der Dienststelle

Für die Dienststelle entstehen für die Erschließung und den Standardbetrieb keine Kosten.

Ausnahmen können sein:

  • Hausinterne Verkabelungsarbeiten, die nicht der Erschließung dienen.
  • Selbstzahler (Standardkosten des Produktes)

Warum ist der Anschluss so teuer?

Im Vergleich zu einem klassischen Internetanschluss bietet ein Landesnetz Anschluss folgende besonderen Leistungsmerkmale:

  • hohe Verfügbarkeit
  • symmetrische Leitungen
  • Sicherheit im Netz nach BSI Standard
  • ULD zertifiziert
  • Der Verwaltungsanschluss ist verschlüsselt
  • Eigener Support inklusive Callcenter mit definierten Reaktionszeiten
  • Funktionsfähigkeit des Verwaltungsanschlusses ist unabhängig vom Internet.
  • Interne shared Server Dienste sind möglich.

Wer kann auf einen breitbandigen Landesnetz-Anschluss zurückgreifen?

  • Dienststellen der Landesverwaltung (Ministerien, Landesbehörden), Kreise, kreisfreie Städte erhalten einen Anschluss, sobald das ZIT einen Auftrag erteilt hat.
  • Anschlussberechtigte Selbstzahler (u.a. Kommunen, Ämter und Gemeinden sowie AöR) können die Beauftragung direkt bei Dataport vornehmen.

Warum ist die geplante Bandbreite so gering?

Es handelt sich hierbei um eine Startkonfiguration. Eine Aufstockung ist möglich, der Ausbau erfolgt bei nachgewiesenem Bedarf. Der Landesnetz-Anschluss ist nicht vergleichbar mit einem nicht symmetrischen Standard 10Mbit Anschluss. Die Verschlüsselung stellt einen Großteil der laufenden Betriebskosten dar. Derzeit wird an einem Konzept zur Erhöhung der Bandbreiten für das freie Internet gearbeitet.

Grundsätzlicher Ablauf der Realisierung

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Ablauf: Planungen, Ortsbegehung, Rollout

  1. Antrag geht ein
  2. Planung des Standortes erfolgt
    Netzplanung: Dataport ermittelt in Abstimmung mit 1&1 Versatel die wirtschaftlichste Anbindung des Gebäudes.
  3. Die Linie zum Standort wird bei Versatel bestellt
    Beauftragung der Anbindung durch Dataport bei 1&1 Versatel.
  4. Grundstückeigentümererklärungen (GEE) werden eingeholt
    Nutzungsvertrag wird von Dataport an den Grundstückseigentümer der Dienststelle versendet (siehe Antrag) – Grundvoraussetzung für den Auftrag an 1&1 Versatel.
  5. Vororttermine werden geplant und durchgeführt
    Terminvereinbarung für erste Ortsbegehung durch Dataport (Vertreter Eigentümer erforderlich) – Wo kommt der Anschluss hin (Klärung Schrank/Raum für Netzübergabepunkt)?
  6. Installation LWL
    Technische Anlage (LWL-Modul) wird durch Dataport installiert (Zugang zum Schrank erforderlich).
  7. Beauftragung der Nachunternehmer durch Versatel.
    Die Beauftragung der jeweiligen Strecke erfolgt beim Nachunternehmer durch den Leitungseinkauf der 1&1 Versatel.
  8. Vororttermin durch Versatel findet statt
    Weitere Ortsbegehung wird durch 1&1 Versatel / netzkontor nord durchgeführt (Vertreter Eigentümer erforderlich). Sofern notwendig, ist ebenfalls der Nachunternehmer vor Ort. Wie kommt das Kabel vom öffentlichen Grund bis zum Schrank? Festlegung der Kabelwege in Abstimmung mit dem Eigentümer. Erstellung Begehungsprotokoll.
  9. Die Glasfaserstrecke wird durch Versatel gebaut / bereitgestellt
    Baumaßnahmen / Tiefbau werden durchgeführt. Abschlussmessung wird nach Fertigstellung der Strecke durchgeführt.
  10. Abnahme der Linie
    Die Linie wird durch 1&1 Versatel / netzkontor nord abgenommen
    Durchführung der Abnahme (Vertreter Eigentümer erforderlich).
    Erstellung des Abnahmeprotokolls.
  11. Der Dataportrouter wird installiert und in Betrieb genommen
    Dataport installiert den Kundenrouter, Aktivschaltung des Anschlusses / Abbau Hardware alter Anschluss.

Regions- und Ausbauplanung

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Wie erfolgt die Abstimmung des Ausbaus mit den Kommunen oder Dritten, beispielsweise Zweckverbänden?

Aus wirtschaftlichen Gründen orientieren sich die Terminvorgaben des Glasfaserausbaus an den Gegebenheiten vor Ort (lokale Anbieter, Breitbandzweckverbände (BZV)). In Einzelfällen kann über 1&1 Versatel oder den direkten Kontakt zu den ausführenden Stadtwerken/BZV eine Terminveränderung bei der Bereitstellung erwirkt werden. Eine Prüfung zu den konkreten Standorten erfolgt erst nach der Vorplanung der Region und nachdem die Glasfaserstrecken bei 1&1 Versatel angefragt sind. Anfragen zur weiteren Priorisierung können jederzeit an 1&1 Versatel übermittelt werden, da deren Ausführungsplanung maßgeblich ist.

Nach welchen Kriterien erfolgt eine Priorisierung der Standorte?

  • Entscheidend bei der Priorisierung einzelner Standorte ist die Wirtschaftlichkeit: Bestimmte Glasfaserstrecken zu Standorten sind erst im Verbund mit anderen Glasfaserstrecken wirtschaftlich erschließbar. Die Koordination der Bautätigkeiten obliegt der Firma 1&1 Versatel. Die Abhängigkeiten sind unterschiedlich und können nur im konkreten Fall erläutert werden.
  • Die Regionen sind in einem Zwölf-Phasen-Konzept geplant und beauftragt. Derzeit erfolgt keine weitere Priorisierung über die der Modellschulen hinaus. Die Information zur Bereitstellung, wann welche Standorte realisiert werden, wird von 1&1 Versatel ca. 2 Wochen nach Beauftragung ermittelt. Die Bereitstellung der Glasfaserstrecken erfolgt gegebenenfalls parallel in mehreren örtlich getrennten Gebieten.

Welche Linien werden geplant?

Geplant sind bis zu 1200 neue Anschlüsse für Dienststellen / Schulen im Landesnetz.

Technische Fragen zu den Standorten & zum Aufbau / Architektur des Landesnetzes

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Was passiert am Standort?

In der Regel wird in den bestehenden Landesnetz-Schrank ein LWL-Modul eingebaut, und dieses von der 1&1 Versatel angebunden. Die dafür notwendigen Baumaßnahmen (im Innen- und Außenbereich) werden vorab mit dem Eigentümer abgestimmt.

Wieso wird meine bestehende Telekom-Glasfaserleitung nicht genutzt?

Die Telekom ist kein Partner in diesem Projekt.

Technische Fragen zum Aufbau / Architektur des Landesnetzes

  • Überwiegend bestehende Kupferleitungen der Telekom
  • Richtfunk (nur für Übermittlung im WAN-Bereich)
  • Sternstrukturen und Ringschlüsse
  • Linien (Dark Fibre) von Versatel FTTB
  • Sofern LWL nicht wirtschaftlich realisierbar ist, werden alternative Anbindungen über Kupfer oder in Sonderfällen über Richtfunk geprüft.
  • In der Regel ein Router pro Standort. Ausnahme bei Aggregationen. Hier werden mehrere Standorte über einen Router angeschlossen.
  • 1x GBG für den Verwaltungsanschluss in der Schule / Dienststelle

Fragen zur Realisierung von Anschlüssen & zum Nutzen der Anschlüsse

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Wann wird eine bestimmte Dienststelle in meiner Region angeschlossen?

Der Zeitpunkt (Fertigstellung Glasfaserstrecke und Inbetriebnahme des Routers) lässt sich derzeit nicht abschließend für alle Dienststellen nennen.

Die Priorisierung von Anschlüssen gibt die ZIT) vor. Besteht eine begründete Priorisierung, und der Anschluss ist absehbar nicht mittels Glasfaser realisierbar, erfolgt eine Prüfung alternativer breitbandiger Anbindungsmöglichkeiten.

Was können die Dienststellen mit dem neuen Glasfaseranschluss anfangen?

Der Glasfaserausbau ersetzt die bestehenden Kupferleitungen. Dies dient zur Modernisierung und sichert die Zukunftsfähigkeit des Landesnetzanschlusses.

Welche Dienste können über die Anschlüsse realisiert werden?

Das Vorhaben "Landesnetzausbau auf Glasfaserbasis" befasst sich vorrangig mit der Bereitstellung der Landesnetzanschlüsse. Neben dem Verwaltungsnetz sind weitere zentrale Dienste angedacht. Hierzu zählen u.a.:

  • gefiltertes Internet
  • rohes Internet
  • ID-Management (z.B. für WLAN)
  • Schulportal
  • Telefonie

Fragen zur Kooperation mit Versatel

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Was ist der Projektinhalt und Leistungsumfang, den 1&1 Versatel als Generalunternehmer dem Land Schleswig-Holstein zur Verfügung stellt?

Im Rahmen der Vertragserfüllung wird 1&1 Versatel definierte Dark-Fibre-Strecken erstellen und Dataport zur Verfügung stellen. Somit sollen möglichst alle Landesdienststellen inklusive aller Schulen (bis zu 1.200 Standorte) in Schleswig-Holstein angeschlossen werden.

Ist es noch möglich, an dem Projekt als Sublieferant zu partizipieren?

1&1 Versatel hat den Auftrag auch bekommen, weil wir das Motto "Aus der Region – für die Region" in den Vordergrund unseres Angebots gestellt haben – insofern sind uns auch weiterhin Unternehmen mit entsprechender Spezialisierung für die Erfüllung des Gesamtauftrags willkommen.

Wie lange ist die generelle Vertragsbindung für die einzelne Strecke?

Die Vertragsbindung beträgt zehn Jahre.

Ist es möglich, dass einzelne Strecken vorzeitig vom Auftragnehmer Dataport gekündigt werden können?

Dataport kann bei Standortauflösungen einzelne Leitungen vor Ende der Mindestvertragslaufzeit kündigen.

Gibt es Ausführungsanforderungen oder Bestimmungen zu Sicherheitsüberprüfungen von leistungserbringenden Unternehmen?

Mitarbeiter der 1&1 Versatel sowie dessen Sublieferanten, die im Rahmen der Leistungserbringung Zutritt zu den Räumen von Dataport oder anderen Technikstandorten des Netzes benötigen, müssen mindestens gemäß § 34 HmbSÜG sicherheitsüberprüft und dem Auftraggeber namentlich gemeldet sein.

Bis wann muss bereitgestellt werden?

Nach Auftragseingang erfolgt die Bereitstellung an Dataport innerhalb möglichst kurzer Zeit. Dies bedeutet, dass im schnellsten Fall die Bereitstellung innerhalb von 20 Wochen erfolgt. Im Sinne einer optimalen Lösung für den Auftraggeber Dataport ist ein längerer Bereitstellungszeitraum von bis zu mehreren Jahren im Einzelfall möglich. Der Bereitstellungszeitraum kann entsprechend an den eigenen Glasfaserausbau der Subunternehmer angepasst werden. Der Ausbau im Projekt muss bis Ende 2020 abgeschlossen sein, dieser Zeitpunkt bestimmt den spätesten Bereitstellungstermin.

Nach welchen Kriterien werden Nachunternehmer beauftragt oder Eigenbau durch 1&1 Versatel ausgeführt?

Im Sinne der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit soll die nächstgelegene, konkret geplante oder vorhandene, Glasfaser-Infrastruktur genutzt werden. Der Ausbau von neuen Glasfasertrassen soll erfolgen, sofern die Rahmenparameter die Nutzung der vorhanden Infrastruktur nicht sinnvoll erscheinen lassen.

Kann ich für eigene Planungen auf die Linien von Versatel zurückgreifen?

Dataport mietet ein Faserpaar für einen Zugang zum Landesnetz über die 1&1 Versatel an. Über diese Fasern bietet Dataport weitere Dienste an und baut das Angebot kontinuierlich aus. Die Fasern werden grundsätzlich nicht weiter vermietet. Für die Nutzung zusätzlicher Faserpaare ist eine Einzelprüfung über Dataport erforderlich.

Realisierung von Linien & Technische Fragen zu den Linien

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Wie und wann finden Ortsbegehungen und Terminabstimmung ab?

Nach Auftragserteilung durch Dataport wird der Auftrag durch 1&1 Versatel durchgeführt. Der Subunternehmer netzkontor nord ist für die Terminabstimmung mit den zuständigen weiteren Subunternehmern verantwortlich und führt die notwendigen Ortsbegehungen durch.

Welche technischen Parameter muss ein Sublieferant erbringen, um bei der Vergabe von Aufträgen im Rahmen des Landesprojekts Berücksichtigung finden zu können?

Es wird jeweils die Bereitstellung von zwei Standardmonomodefasern (9/125) gefordert (mit Spezifikation G.652/G.657) auf denen der Betrieb von DWDM-Systemen, sowohl 80 x 40-, als auch zukünftig 80 x 100 GBit/s zwischen den aufgeführten Standorten möglich sein muss.