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Netzverbund

© M. Staudt / grafikfoto.de

Die Nutzung indirekter Speicherkapazitäten durch Netzverbund wird durch das Seekabelprojekt NORD.LINK , das als Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungskabel (HGÜ) über eine Kapazität von 1400 MW verfügen wird, möglich.

Durch die Koppelung des skandinavischen Strommarktes mit dem in Mitteleuropa bzw. Deutschland kann indirekt eine Speicherung von Windstrom aus Schleswig-Holstein bzw. aus Deutschland in norwegischen Speicherwasserkraftwerken erreicht werden. In Speicherwasser-Kraftwerken geht bei einem preisgünstigen Vorrang von Windstrom auf dem skandinavischen Markt, also durch Nichtnutzung des Wassers, die Energie-Ressource nicht verloren. Die Speicherwasserkraftwerke können bei Flaute flexibel als Reservekraftwerke eingesetzt werden. HGÜ-Kabel sind hochgradig regelbare Netzkomponenten, die in der Ausführung als sogenannte Light-Technologie Spannungsschwankungen ausgleichen und die Versorgungssicherheit bzw. Netzstabilität stärken können.

Mit der Energiespeicherung gehen immer Verluste einher. Die Verluste sind bei der Druckluft- bzw. Pumpspeicherung geringer als bei der chemischen Speicherung. Während bei der Druckluft- und Pumpspeicherung Wirkungsgrade von 70 bis 80 % erreichbar sind, sinkt der Wirkungsgrad bei der chemischen Umwandlung und einer anschließenden Rückverstromung auf unter 50 % ab. Vorteil der chemischen Speicherung (Wasserstoff / Methan) ist jedoch, dass fossile Energieträger ersetzt werden und der Einsatz in Kraft-Wärme-Kopplung eine größtmögliche Ausnutzung ermöglicht. Zusätzlich wird der mobile und der stationäre Sektor mit einem hocheffizienten Aggregat erschlossen, nämlich der Brennstoffzelle.