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Digitale Agenda
für Schleswig-Holstein

© ninog / Fotolia

Ministerium für Justiz, Kultur und Europa

Die Digitalisierung eröffnet vollständig neue Räume für die Erschaffung und Verbreitung von Kunst und Kultur.

Eine Hand hält ein Smartphone auf dessen Bildschirm ein Kunstwerk zu sehen ist. Im Hintergrund befinden sich weitere Kunstwerke. II_MJKE_1280 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © cunaplus

Es entstehen neue Formate, Kopien sind kaum mehr von Originalen zu unterscheiden, und Kulturgüter können binnen Sekundenschnelle verbreitet werden. Die Digitalisierung hat im Literatur-, Musik- und Filmbereich bereits dazu geführt, dass Geschäftsfelder, wie zum Beispiel Videotheken oder Schallplattenläden, mit einem Mal als überholt galten. Digitalisierung hat auch dazu geführt, dass Informationen und kulturelle Inhalte bereits jetzt einfacher zugänglich sind.

Auch staatliche Kunst- und Kultureinrichtungen müssen sich den anstehenden Veränderungen stellen. Dafür brauchen sie zusätzliche Kapazitäten und sollten von kommunalen oder anderen Trägern unterstützt werden. Museumsbesuche können mittels erweiterter Realität, der sogenannten. "Augmented Reality", spielerischer erlebt werden. Gleiches gilt für Stadtrundgänge, wo historische Orte begehbar und virtuell erlebbar werden.

Damit Kulturgüter digital erschlossen und zugänglich gemacht werden, sind viele Schritte notwendig: die inhaltliche Erfassung und Inventarisierung der Objekte in einer Datenbank, die professionelle Fotografie der Objekte, die Datenaufbereitung und das Datenmanagement sowie Fragen nach der Sicherstellung der digitalen Langzeitverfügbarkeit und viele Aspekte mehr werden wir klären.

Es braucht digital-analoge Erlebnisräume, in denen die digitale Welt begleitet, erkundet und reflektiert werden kann. Volkshochschulen oder Bibliotheken bieten wegen ihrer flächendeckenden Präsenz eine ideale Infrastruktur. Hier sollen Menschen neugierig gemacht werden, sich mit digitalen Veränderungen vertraut zu machen. Digitale Lokale können zu zentralen Orten für FabLabs, Co-Working-Spaces und Medienkompetenzvermittlung werden.

Im Zentrum dieses breiten Themenpanoramas konzentriert sich unser Engagement als Land auf die Handlungsfelder E-Kultur, E-Archive sowie Arbeitsorganisation und Digitalisierung.

Mit diesen Politikfeldern wollen wir uns als Landesregierung in den kommenden Jahren befassen

alle öffnen

E-Kultur und Zukunft der Kultur gestalten

Die kulturelle Infrastruktur in Schleswig-Holstein soll langfristig als "Infosphäre" und somit Kultursphäre ausgestaltet werden. Diese ist ein virtueller Erlebnisraum, also eine technische und kommunikative Lösung, verschiedene kulturelle Angebote zu verknüpfen, Schnittstellen zu Wirtschaft und Tourismus zu gestalten und auf mobilen Endgeräten zur Verfügung zu stellen.

Die Kultursphäre vernetzt Angebot, Vermittlung (Bildung) und Vertrieb von Kunst und Kultur und sorgt für Datensicherheit. Mittelfristig müssen Inhalte für eine solche Datenbank definiert werden, die dann zum Beispiel mit einem "Kernort für digitale Archivierung" verknüpft wird.

Digitale Künste fördern wir als Landesregierung ebenso wie die kulturelle Vernetzung, insbesondere mit Skandinavien und dem Baltikum. Mittelfristig richten wir Forschungslabore für digitale Künste ein und vermitteln neue Techniken und Konzepte an und mit Künstlerinnen und Künstlern.

Digitale Archivierung – E-Archiv ausbauen

Als Landesregierung wollen wir heute digital vorhandene Informationen dauerhaft erhalten und für künftige Generationen zugänglich machen.

Mit der Errichtung eines "Digitalen Museums Schleswig-Holstein" wollen wir den Internetauftritt des Landes archivieren und zugänglich machen. Angebote an Private, die ihr virtuelles Familienerbe entweder für sich oder für die Allgemeinheit erhalten möchten, können integriert werden.

Die Kompetenzen zur digitalen Archivierung müssen in einem sogenannten "Kernort für digitale Archivierung" gebündelt und ausgebaut werden. Das Landesarchiv bauen wir zu einem solchen Kernort aus. Hierzu gehört neben den klassischen Archiv-Services, dass Lesegeräte für nicht-digitale oder nicht mehr alltäglich genutzte digitale Medien vorgehalten werden, um trotz der technischen Weiterentwicklung die Lesbarkeit auch dieser Daten für Jedermann zu ermöglichen.

Justiz als Kernstück einer modernen Arbeitsorganisation im Zeichen der Digitalisierung

Die Digitalisierung bietet die Chance, durch individuelle Ausgestaltung der Arbeitsplätze, Partizipation und kooperative Organisationsstrukturen die Zufriedenheit der Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung zu steigern.

Das MJKE und die Justiz sind bereits heute mit anderen Verwaltungsbereichen führend bei der Entwicklung neuer Kommunikations- und Arbeitsplatzkonzepte.

Das gilt insbesondere für den Bereich der Gerichte und Staatsanwaltschaften. MJKE und Justiz setzen sich darüber hinaus zum Ziel, anforderungsbezogen neue Organisationsmodelle zu entwickeln und zu erproben.

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