Landesportal Schleswig-Holstein

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Digitale Agenda
für Schleswig-Holstein

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Kooperationen in der Medienbildung

Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Strukturen stärken. Nachhaltige Medienbildung kann nicht nur durch den Staat erfolgen, sondern erfordert Kooperationen, in denen Methoden und Kommunikationswege, freie Träger sowie staatliche, staatsnahe und private Einrichtungen zusammengreifen. Zur Durchführung von Medienbildungsaktivitäten werden wir als Landesregierung, die spezifischen Kompetenzen der Kooperationspartner bestmöglich einbinden, Aktivitäten verzahnen sowie Synergieeffekte nutzen.

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Netzwerk Medienkompetenz Schleswig-Holstein ausbauen und Strukturen stärken

Für Kooperationen in der Medienbildung fördern wir mit dem „Netzwerk Medienkompetenz Schleswig-Holstein“ den Zusammenschluss der Einrichtungen, die Medienkompetenz im gesamten Land vermitteln und fördern. Im Netzwerk sind die Landesregierung, der Offene Kanal, der Volkshochschulverband, die Büchereizentrale, das Unabhängige Landeszentrum für den Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD), der Landesjugendring und viele weitere organisiert. Es ist offen für weitere landesweite Akteure. Ziel ist es, die Strukturen und Akteure des Netzwerks so zu stärken, dass es als zentrale Plattform für die Koordination, den Wissensaustausch, die Qualitätssicherung und die Gewährleistung von Reichweite der Medienkompetenzvermittlung in Schleswig-Holstein agieren kann. Für den Ausbau von Medienkompetenzangeboten innerhalb der Schule sind das Ministerium für Schule und berufliche Bildung sowie die Schulen selbst verantwortlich. Außerhalb der Schule wird dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein und anderen freien Trägern eine wesentliche Rolle zukommen (siehe auch Kap. 9, MJKE).

Medienbildungsangebote von Hochschulen, privaten Anbietern und anderen Partnern einbinden

Die Mitglieder des Netzwerks Medienkompetenz kooperieren bereits mit vielen Anbietern von Medienkompetenzangeboten außerhalb des Netzwerks, die fachliche oder zielgruppenspezifische Berührungspunkte bieten. Dieses Vorgehen hat sich bewährt und soll ausgebaut werden. Dabei sollen auch die Angebote von privaten bzw. kommerziellen Anbietern genutzt werden, sofern diese den abgestimmten Qualitätsanforderungen des Netzwerks genügen. Für geeignete Lernbereiche ist hier insbesondere die Nutzung von Online-Angeboten von Interesse, die digitale Kompetenzen vermitteln. Das bestehende Online-Lehrangebot soll erfasst, bewertet und erweitert werden, um einen umfassenden Katalog verlässlicher und sicherer Methoden zur Medienbildung bereitzustellen.

Medienkompetenz für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren intensivieren

Wir schaffen ein grundsätzliches Bewusstsein für die Wichtigkeit von Medienkompetenz in allen Lebensbereichen. In diesem Sinne sind alle Menschen, die zur Erziehung von Kindern beitragen, Multiplikatoren für den digitalen Wandel. Unser verstärktes Augenmerk gilt ihrer Förderung und Unterstützung. Medienkompetenzvermittlung muss selbstverständlicher Teil der Ausbildung von Multiplikatoren aller Lebensbereiche von der Kita über die Schule bis zur beruflichen Weiterbildung und Seniorenarbeit werden. Dafür schaffen wir lebensweltorientierte, partizipative sowie alle Lebensphasen umfassende Fortbildungen und Informationsangebote.

Wissensvermittlungsformate umfassen beispielsweise Fortbildungen von und für Gleichaltrige, medienbezogene Elternabende, „Blended-Learning-Angebote“ sowie Coaching-Projekte für Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen, Jugendhilfeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe. Pädagogische und rechtliche Handlungsleitfäden müssen erarbeitet und leicht zugänglich bereitgestellt werden.