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Digitale Agenda
für Schleswig-Holstein

© ninog / Fotolia

Medienkompetenz und Teilhabe

Unser Leitbild: Digitale Medien prägen unsere Gesellschaft wie nie zuvor: Online spielen, sich online informieren, sich online treffen, online verwalten oder online einkaufen, gehören längst zum Lebensalltag vieler Menschen.

Medienkompetenz ist in der digitalen Welt unverzichtbar. Sie sollte nutzungsbejahend, gestaltend aber auch skeptisch sein. Sie geht über eine bloße Nutzung von Medienangeboten im Internet, in Zeitungen, TV und Hörfunk weit hinaus. Der Umgang mit digitalen Medien ist so bedeutsam wie die Grundfertigkeiten Rechnen, Lesen und Schreiben.

Die fortschreitende Digitalisierung aller Lebenswelten stellt Schleswig-Holstein vor anspruchsvolle Bildungsanforderungen. Ziel der Medienbildung ist, den verantwortungsvollen Umgang der Medien durch den Einzelnen für sich und die Gesellschaft zu vermitteln. Medienbildung leistet einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur aktiven Gestaltung gesellschaftlicher Veränderungsprozesse, der allen Bürgerinnen und Bürgern chancengleiche Möglichkeiten eröffnet, sich angemessen an der Gesellschaft zu beteiligen.

Medienkompetenz ermöglicht, selbstbestimmt auf das wachsende Angebot der Medien zuzugreifen, es kritisch zu reflektieren, daraus sinnvoll auszuwählen und Medien sowohl für die individuelle Lebensgestaltung als auch für die Teilhabe an der Gesellschaft angemessen und sozial verantwortlich zu nutzen. Die Fähigkeit zur eigenständigen kreativen Gestaltung digitaler Medien ist dafür eine Voraussetzung. Informationelle Selbstbestimmung bedeutet, zu wissen, wem ein Medium gehört, welches wirtschaftliche und politische Interesse hinter einer Medienbotschaft steht und wer einen Vorteil von der Verbreitung und Aufnahme der Botschaft hat.
Medienbildung ist der demokratischen Grundordnung verpflichtet, sie trägt auch zum Erhalt und zur Weiterentwicklung des Wertekonsens in der vielfältigen Gesellschaft Schleswig-Holsteins bei. Die Medienbildungsprozesse werden daher flankiert von Maßnahmen staatlicher Institutionen, um angemessene Rahmenbedingungen z. B. im Datenschutz oder der Medienvielfalt zu setzen. Im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes setzt die Landesregierung dabei auf Prävention, die die verschiedenen Entwicklungsstufen von Kindern berücksichtigt und ihnen nach und nach mehr Verantwortung in ihrem Medienhandeln überträgt.
Auch im Hinblick auf eine sich wandelnde Gesellschaft und sich wandelnden Arbeitsmarkt ist es unabdingbar, Handlungskompetenzen im Umgang mit digitalen Medien zu erwerben. Dazu gehört auch die Fähigkeit, die technischen und gesellschaftlichen Hintergründe des Internets zu verstehen.

Das Lebenslange Lernen ist in keinem Bereich so bedeutend, wie beim Umgang mit digitalen Medien. Besonders hier werden gesellschaftliche Umbrüche in einer hohen Geschwindigkeit vollzogen, so dass die Bereitschaft aller Menschen, sich hier fortzubilden, eine Grundvoraussetzung für die Teilhabe an der Gesellschaft ist. Daher verankern wir als Landesregierung die Förderung von Medienkompetenz und Teilhabe in einer digitalen Welt als ganzheitlichen Ansatz in der Landespolitik. 

Politische Initiativen und Schwerpunkte:

1 Kooperationen in der Medienbildung

2 Digitale Teilhabe