Landesportal Schleswig-Holstein

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Digitale Agenda
für Schleswig-Holstein

© ninog / Fotolia

Arbeiten in einer digitalen Welt gestalten

Den Arbeitswandel aktiv mitgestalten.

Die Veränderung des Arbeitens in einer digitalen Welt zieht sich durch alle Wirtschaftsbereiche hindurch. Die damit verbundenen Ansprüche und Belastungen an Beschäftigte und Arbeitgeber sind nicht zu unterschätzen. Auch unter den veränderten Arbeitsbedingungen müssen Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit gewährleistet und die Beschäftigungsfähigkeit der Erwerbstätigen sichergestellt sein. Die Beschäftigten müssen in den Wandel einbezogen und unterstützt werden.

Die rasche Veränderung von Arbeitsinhalten, Arbeitsmitteln und -formen wird von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als Chance für die berufliche Entwicklung wahrgenommen, löst jedoch bei anderen auch Besorgnis aus. Informations- und Kommunikationstechnologie, mobiles Arbeiten erleichtern die Aufgabenerledigung, bergen jedoch auch das Risiko der Entgrenzung von Arbeitszeit. Gesundheitsgefährdungen durch körperliche Belastung gehen zurück, solche durch psychische Belastung nehmen zu. Diese Entwicklung benötigt Leitplanken. Sie erfordert eine behutsame Weiterentwicklung des Arbeitnehmerschutzes. Wenn Politik und Verwaltung eine soziale Beschäftigungspolitik begleiten wollen, brauchen sie dazu den engen Schulterschluss mit den Sozialpartnern. Sozialpartnerschaftliche Dialoge sowohl auf der betrieblichen wie auf Branchenebene zum Wandel der Arbeitswelt sind unverzichtbar.

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Wandel durch modernen Arbeitsschutz sowie Bildungs- und Weiterbildungspolitik begleiten

Im Zuge der Digitalisierung werden Arbeitsbereiche wegfallen, manche Beschäftigungen können weitgehend oder sogar vollständig durch Maschinen oder Computer substituiert werden. Dafür entstehen andere Arbeitsfelder neu. Diesen Wandel und auch die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger erkennen wir als Landesregierung und werden sie durch eine geeignete Bildungs- und Weiterbildungspolitik begleiten. Die Beschäftigten werden bei den neuen Anforderungen unterstützt. Dazu haben wir das Förderinstrument Weiterbildungsbonus aufgelegt. In einzelnen Branchen stellen wir Mittel für innovative Weiterbildungskonzepte bereit. Wir fördern neue Formen der Weiterbildung.

Lernen in einer digitalen Arbeitswelt

Lebenslanges Lernen, berufliche Weiterbildung sind mittlerweile zum fast selbstverständlichen Bestandteil sowohl individueller Berufsbiografien wie auch der betrieblichen Personalentwicklungspolitik geworden. Sowohl die Durchlässigkeit des Bildungssystems, das inzwischen Aufstiege – Fach- und Führungskarrieren - fast ohne formale Barrieren zulässt wie auch das allerdings noch stark zersplitterte Angebot von finanziellen Hilfen – vom Meister-BAFöG bis zum Weiterbildungsbonus – bieten wirksame Anreize für die individuelle Karriereplanung. Der Rahmen ist vorhanden, es gilt nun, ihn stärker mit qualitativ guten Inhalten, die für die digitale Wirtschaft fit machen, zu füllen und berufliche Weiterbildung auch für diejenigen attraktiv zu machen, deren aktuelle Tätigkeit Substitutionsrisiken durch Digitalisierung birgt.

Dafür werden wir mit der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein (FI.SH) ein Rahmenkonzept erarbeiten. Mit bundesweit anerkannten Partnern im Bereich der digitalen Weiterbildung wie OnCampus werden Modellprojekte auf den Weg gebracht und Konzepte für digitale Lehr- und Lernformen sowie Inhalte entwickelt.

Erweiterung der Kampagne "Der echte Norden" um das Thema "Lebensqualität"

Das Werben um neue sowie das Halten von ansässigen Fachkräften ist entscheidend für unser Land. Wir müssen unser Anziehungspotenzial für Fachkräfte weiter ausschöpfen. Dafür wird sich Schleswig-Holstein als attraktives Wirtschaftsland für Arbeitskräfte und Unternehmen im Bereiche Digitalisierung vermarkten. Die Kampagne „Der echte Norden“, soll um das Thema „Lebensqualität“ ergänzt werden. Innerhalb der Kampagne sollen greifbare Beispiele genannt werden, die zeigen, warum Arbeiten in Schleswig-Holstein einzigartig ist.