Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Piwik. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Digitale Agenda
für Schleswig-Holstein

© ninog / Fotolia

Digitalisierung der Wirtschaft

Vierte industrielle Revolution begleiten (Industrie 4.0). Automatisierte, industrielle Produktion, 3D-Druck oder Künstliche Intelligenz sind Beispiele einer neuen Ökonomie. Die Umstellung auf digitale Technologien – verbunden mit der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle – ist für alle Unternehmen in Schleswig-Holstein mit großen wirtschaftlichen Chancen verbunden. Als Landesregierung wollen wir die Unternehmen und Betriebe bei der Einführung digitaler Prozesse und Strategien politisch und mit Förderinstrumenten unterstützen. Positive Beispiele von digitalen Transformationsprozessen in Unternehmen werden wir im Land noch bekannter machen.

Dafür setzen wir auf folgende politische Initiativen und Schwerpunkte:

alle öffnen

"Bündnis für Industrie.SH" stärken

Das Ende 2015 zwischen Landesregierung, Wirtschaftsverbänden, Kammern und Gewerkschaften geschlossene schleswig-holsteinische „Bündnis für Industrie.SH“ hat eine Expertenrunde zur Digitalisierung der Wirtschaft gegründet. Hier werden konkrete Handlungsansätze zur Unterstützung der industriellen Digitalisierung erarbeitet und vorgelegt. Dazu zählen konkrete Maßnahmen im Bereich digitaler Technologien und zur Bewältigung künftiger Anforderungen an Arbeit und Qualifikation.

Wissenschaftsparks, FabLabs und Technologiezentren ausbauen

Der Standort Schleswig-Holstein soll als Gründerland weiter etabliert werden. Junge Menschen werden ermutigt, Start-Ups zu gründen. Hierfür bieten Wissenschaftsparks und FabLabs die entsprechende Infrastruktur, die wir ausbauen. Solche Standorte sind über das Land verteilt und sollen integrativ mit der Modernisierung der Technologie- und Gründerzentren abgestimmt sein. Mit einem zentralen Accelerator soll eine Struktur für Unternehmensgründer geschaffen werden, die auch überregional Anziehungskraft entfaltet (siehe auch Kap. 9, MJKE).

"Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum" gründen

Wir errichten voraussichtlich ab Mitte 2017 das „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum“ in Schleswig-Holstein, das mit Bundesmitteln gefördert werden soll. Die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernen Möglichkeiten der IKT und vor allem mit der automatisierten Fernsteuerung von Produktionsprozessen ist Kernbestandteil der neuen Industrie. Das Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 wird u. a. über die Einrichtung einer „gläsernen Demonstrationsfabrik“ v. a. kleine und mittlere Unternehmen an digitale Produktionsprozesse heranführen. Über Best Practice-Beispiele soll die Vernetzung und der Informationsaustausch zwischen den Unternehmen gestärkt werden. Des Weiteren wird das Kompetenzzentrum auch Hilfe und Anleitung bei passgenauen digitalen Geschäftsmodellen anbieten.

Interaktive Kompetenzlandkarte zur Vernetzung schaffen

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie fördert die Vernetzung und den Informationsaustausch zwischen den Unternehmen, damit diese verstärkt von- und miteinander lernen. Wir schaffen eine interaktive Kompetenzlandkarte, mit dessen Hilfe sich Unternehmen, Hochschulen und wissenschaftliche Einrichtungen vernetzen, um so gezielt an Digitalisierungsprozessen und Problemlösungen arbeiten zu können..

Landesförderung und Beratung des Clustermanagements DiWiSH verbreiten

Die Vernetzung von Unternehmen der digitalen Wirtschaft wird vom aus dem Landesprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und Landesmitteln geförderten Clustermanagement Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein (DiWiSH) sowie vom Verein Digitale Wirtschaft unterstützt. Das Clustermanagement ist an die landeseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WTSH) angebunden und unterstützt bei der Vernetzung von Unternehmen im Bereich der Digitalisierung, zum Beispiel im Bereich von Industrie 4.0 oder im Bereich von der Digitalisierung betroffener Branchen.

Beratungsangebot des BKZSH im Breitband ausbauen

Mit dem aus EFRE-Mitteln und Landesmitteln geförderten Breitband-Kompetenzzentrum (BKZSH) begleitet, berät und unterstützt das Land die Akteure (vor allem kommunale Akteure) beim Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes. Angesichts der zunehmenden Bedeutung des Themas und der wachsenden Aufgaben prüft das Land derzeit mit den Kommunalen Landesverbänden als Träger des BKZSH, wie dieses personell und sachlich weiter gestärkt werden kann. Dabei soll auch geprüft werden, wie das Beratungsangebot auch für Unternehmen ausgebaut werden kann.

Anlaufstelle für Schleswig-Holstein im Großraum San Francisco etablieren

Das Land wird ein Modell anbieten, um eine gemeinsam von Land, Wirtschaft und Hochschule finanzierte Anlaufstelle für Schleswig-Holstein im Großraum San Francisco zu etablieren. Besonders der Mittelstand und innovative IT-Unternehmen sollen davon profitieren.

Abwehr von Cyberkriminalität

Gerade mittelständische Unternehmen müssen in die Lage versetzt werden, sich wirksam vor den Gefahren im und aus dem Cyberraum zu schützen, um die mit der Digitalisierung verbundenen Chancen in vollem Umfang nutzen zu können. Gemeinsam mit der Wirtschaft wollen wir Beratungs- und Unterstützungsformate entwickeln, um das IT-Sicherheitsniveau der Unternehmen signifikant zu erhöhen. Die Federführung liegt beim Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten (siehe auch Kapitel 11/MIB).