Landesportal Schleswig-Holstein

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Digitale Agenda
für Schleswig-Holstein

© ninog / Fotolia

E-Government und Transparenz

Der durch digitales Arbeiten angestoßene Kulturwandel umfasst auch interne Prozesse und Vorgehensweisen eines modernen und innovativen Verwaltungshandelns: Die Zukunft des Regierens und Verwaltens liegt in der Digitalisierung. Bürgerinnen und Bürger haben durch E-Government-Angebote die Möglichkeit, sich differenziert und ortsunabhängig zu versorgen. Damit bestehen gleichzeitig Instrumente, um den demografischen Wandel zu gestalten.

Die Fragen nach den Vorteilen und Risiken neuer, datengetriebener Entscheidungsprozesse auf Basis der elektronischen Daten der öffentlichen Verwaltung sollen im Rahmen der Digitalen Agenda diskutiert werden. Dieser Ansatz steht in engem Einklang mit dem Themenfeld Open Data, bei dem die Landesregierung Schleswig-Holstein einen deutlichen Ausbau und die grundsätzliche Freigabe von Daten der öffentlichen Verwaltung anstrebt.

Auch wollen wir als Land Daten als Grundlage für evidenzbasierte politische Entscheidungen und für die politische Kommunikation nutzen. Wir erkennen Schwierigkeiten, Herausforderungen oder Irregularitäten schneller und können dementsprechend besser handeln.

Wir stellen die Digitale Souveränität des Landes Schleswig-Holstein sicher. Wir sehen in einer leistungsfähigen Informationsarchitektur eine wesentliche Grundlage für eine zukunftsfähige Verwaltung. Wir zentralisieren und standardisieren die Informations- und Kommunikationssysteme des Landes unter der Steuerung des Chief Information Officers. Mit unserem Dienstleister Dataport nehmen wir hoheitliche IT-Aufgaben im Eigenbetrieb wahr. Wir kooperieren eng mit den anderen Trägerländern Dataports, um durch einen hohen Grad an Zentralisierung und Standardisierung einen effektiven IT-Einsatz sicherzustellen. Hierbei haben wir nicht nur Informationstechnik im Fokus: Auch die Organisation der Landesverwaltung muss sich an gemeinsamen Lösungen orientieren. Wir müssen Verwaltungsprozesse angleichen und verändern, um besser mit unseren Partnern sowohl auf Bundes-, als auch auf Landes- und auf kommunaler Ebene zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam mit den Kommunen verfolgen wir einen ganzheitlichen, ebenenübergreifenden Ansatz für die elektronische Verwaltung. Die erfolgreiche, durch mehrjährige Projekte erreichte IT-Harmonisierung setzten wir fort. Wir wollen mit den Kommunen Geschäftsprozesse definieren, die Medienbrüche und -wandlungen vermeiden und durchgängig elektronisch abgebildet werden.

Die Verwaltung muss adaptiv, agil und resilient auf Veränderungen reagieren. Neben die klassischen zuständigkeitsorientierten Organisationsstrukturen müssen mit der fortschreitenden Digitalisierung und Komplexität von Verwaltungsaufgaben gleichberechtigt kooperative, prozessorientierte und projektbezogene Organisationsformen treten, die schnellere Reaktionen ebenso ermöglichen wie die laufende Überprüfung, ob sich Vorgehensweisen und Ideen bewähren oder nicht. Die Schnelllebigkeit des digitalen Wandels erfordert für den öffentlichen Dienst in Schleswig-Holstein als zusätzliche Anforderung, auf plötzlich auftretende Fragen schnell und effizient reagieren zu können; dazu braucht es agile Strukturen, die auf funktionierende Vernetzung und kooperative Strukturen aufbauen. Die Verwaltung muss sich nach den Grundsätzen einer lernenden Organisation weiter entwickeln. Personalmanagement und Festlegungen zu den Organisationsgrundsätzen müssen auf diese neuen Anforderungen an eine moderne, agile Verwaltung ausgerichtet werden.

Wir fördern als Landesregierung die aktive Beteiligung zivilgesellschaftlicher Expertise. Wir treten in einen Dialog und animieren die Bürgerinnen und Bürger zur Teilhabe und Zusammenarbeit.

Wir entwickeln uns zu einer digitalen Verwaltung, die bürgernah und transparent ist. Als Landesregierung sehen wir uns in der Pflicht, diese Vorhaben weiter zu fördern. Diese Richtung haben wir bereits mit der „E-Government-Strategie“ eingeschlagen.