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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© nadezhda1906 / fotolia.de

Gute Pflege sichtbar machen

Datum 04.12.2017

Zufriedene Mitarbeiter, Integration junger Geflüchteter und Bauernhöfe gegen Demenz: Das sind die Sieger des Pflegepreises.

Die Schleswig-Holsteiner werden immer älter: Im Durchschnitt sind die Menschen zwischen Nord- und Ostsee 45 Jahre alt. Nur in den neuen Bundesländern und im Saarland ist das Durchschnittsalter höher. In zehn Jahren wird jeder vierte Schleswig-Holsteiner älter als 65 Jahre sein. Damit die Nordlichter auch zukünftig in Würde altern können, braucht es gutes und motiviertes Personal sowie neue Ideen, um die Pflege zu verbessern.

Pflegevielfalt auszeichnen

Dieses Jahr steht der Pflegepreis unter dem Motto "Gute Pflege sichtbar machen und den Pflegeberuf stärken". 19 Einrichtungen hatten sich um den mit 6.000 Euro dotierten "Schleswig-Holsteinischen Altenpflegepreis 2017" beworben. "Die Vielfalt der Pflege, der Ideenreichtum und der Mut, in Schleswig-Holstein neue Wege zu gehen, sind vorbildlich. Die eingereichten Projekte zeigen, mit welchem Engagement Mitarbeiter die Pflege weiterentwickeln. Ihr Einsatz ist ein unschätzbarer Wert für pflegebedürftige Menschen und für unsere Gesellschaft insgesamt," sagte Sozialminister Dr. Heiner Garg.

1. Preis: Ahsbahs Stift in Krempe

Sind die Mitarbeiter gesund, profitieren auch die gepflegten Menschen. Dieses Ziel verfolgt der Ahsbahs Stift in Krempe mit dem neu geschaffenen betrieblichen Gesundheitsmanagment unter dem Motto "Ahsbahs fit! Ich für mich, wir für uns!". Zufriedene Mitarbeiter zu beschäftigen, diese länger an das Unternehmen zu binden und neues Personal zu gewinnen ist als Leitsatz ein fester Bestandteil der Unternehmenskultur geworden. Dabei geht der Preisträger über den üblichen Rahmen hinaus: Er hat eine Mentorin für Gesundheit etabliert, informiert regelmäßig die Mitarbeiter über den Stand des Gesundheitsmanagements und arbeitet mit einem regionalen Netz von Gesundheitsanbietern zusammen. Dafür erhält der Ahsbahs Stift in Krempe den mit 3.000 Euro dotierten ersten Preis. "Sie haben mit den Projekten landesweit Vorbildfunktion und tragen dazu bei, die Pflege in Schleswig-Holstein weiter zu entwickeln. Davon profitieren pflegebedürftige Menschen und Pflegekräfte," sagte Garg.

2. Preis: AWO Servicehaus Boksberg

Am Anfang stand das persönliche Engagement einer AWO-Einrichtungsleiterin für junge Geflüchtete. Daraus entwickelte sich das Projekt "Bunte Vielfalt in der Altenpflege durch die Integration von Geflüchteten im AWO Servicehaus Boksberg". Im Servicehaus leben pflegebedürftige Menschen in ihren eigenen Wohnungen mit dem Pflegeservice im selben Haus. Dort haben junge Geflüchtete Praktika gemacht und so in die Pflege hineingeschnuppert. Die Bewohner, Gäste und Kunden des Servicehauses haben mit ihrer Offenheit die jungen Geflüchteten willkommen geheißen und zum Gelingen des Projektes beigetragen. Die Hälfte der jungen Menschen hat sich nach dem Praktikum für eine Arbeit in der Pflege entschieden. Für die erfolgreiche Kombination von Integration und Pflege erhält das AWO Servicehaus Boksberg den mit 2.000 Euro dotieren zweiten Preis.

3. Preis: Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein

Viele Menschen auf dem Land sind mit Bauernhöfen, den Tieren und der Arbeit im Garten groß geworden und fühlen sich auf dem Hof und im Umgang mit den Tieren sehr wohl. Diesen Effekt nutzt das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein in Norderstedt für das Projekt "Der Bauernhof als Ort für Menschen mit Demenz". Zusammen mit der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und dem Landesverband der Alzheimer Gesellschaft hat das Zentrum Bauernhöfe als Betreuungs- und Entspannungsorte neu erschlossen. So gibt es in strukturschwachen ländlichen Räumen ortsnahe Angebote für an Demenz erkrankte Menschen und ihre Angehörigen. Dafür erhält das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein den mit 1.000 Euro dotieren 3. Preis.