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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© nadezhda1906 / fotolia.de

Gemeinsam Kitas verbessern

Datum 27.11.2017

Minister Garg hat mit Wohlfahrtsverbänden und der Landeselternvertretung über die Kita-Reform diskutiert.

Eine Menschengruppe sitzt an einer U-förmigen Tischtafel. Minister Dr. Garg und Staatssekretär Dr. Badenhop (Mitte) sowie Vertreter der freien Wohlfahrtsverbände diskutieren über die Kita-Reform. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Dr. Garg, Staatssekretär Dr. Badenhop (Mitte) sowie Vertreter der freien Wohlfahrtsverbände diskutieren über die Kita-Reform. © Sozialministerium

Über 106.000 kleine Schleswig-Holsteiner besuchen eine Kindertageseinrichtung. Diese unterscheiden sich oft qualitativ voneinander. Auch die Eltern werden landesweit unterschiedlich stark finanziell belastet. Ein Grund hierfür ist das derzeitige Finanzierungssystem, das wegen einer Vielzahl an Geldgebern und Förderprogrammen kompliziert und undurchsichtig ist. Damit sich das ändert, hat sich die Landesregierung die Neuordnung der Kita-Finanzierung und die Steigerung der Kita-Qualität zum Ziel gesetzt. Auch die Eltern sollen durch die Deckelung der Beiträge stärker entlastet werden.

Mehr Geld vom Land

Um dies zu erreichen, wird das Land bis 2022 zusätzliche Mittel von 456 Millionen Euro in die Kitas investieren. Etwa die Hälfte der Gelder sind für die Qualitätssteigerung vorgesehen. Allein im Jahr 2022 werden 180 Millionen Euro zusätzlich aufgeboten. Doch zu einer erfolgreichen Kita-Reform gehört neben finanziellen Mitteln auch der enge Austausch mit Trägern, Eltern und Kommunen. Dazu haben nun erste Gespräche stattgefunden.

Arbeitsbedingungen verbessern

"Landesregierung und Wohlfahrtsverbände sind sich einig, dass eine Reform überfällig ist und wir diese gemeinsam erfolgreich umsetzen wollen. Unser gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der Qualität in den Einrichtungen, die Entlastung von Familien und die Schaffung eines bürokratiearmen und transparenten Finanzierungssystems", sagte Familienminister Dr. Heiner Garg beim Gespräch mit den Wohlfahrtsverbänden. Eine wichtige Basis für eine gute Versorgungsqualität seien dabei gute Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte. Alle Beteiligten müssen dazu beitragen, den Beruf attraktiv zu gestalten. "Wir wollen daher beispielsweise auch Verbesserungen beim Betreuungsschlüssel und der Trennung von Erziehungs- und Leitungszeiten erreichen. Mein Dank gilt den Beteiligten für den konstruktiven Auftakt", so Garg.

Zwei Männer lächeln in eine Kamera Gemeinsam für eine neue Kita-Finanzierung: Sozialminister Dr. Heiner Garg (l.) und Michael Selck (Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände e.V.). (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Gemeinsam für eine neue Kita-Finanzierung: Sozialminister Dr. Heiner Garg (l.) und Michael Selck (Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtsverbände e.V.). © Sozialministerium

Familienfreundlich

Beim Gespräch mit den Mitgliedern der Landeselternvertretung der Kindertageseinrichtungen betonte Garg, dass "es darum geht, ein familienfreundliches Schleswig-Holstein zu schaffen. Einer guten Kinderbetreuung kommt dabei eine Schlüsselrolle zu." Die Beteiligten wollen dazu beitragen, dass Kinderbetreuung für Eltern und Familien verlässlich, mit hoher Qualität und bezahlbar sei, sagte der Minister. In dem Gespräch verdeutlichten die Mitglieder der Landeselternvertretung, dass sie eine schnelle Elternentlastung begrüßen. Jedoch zeigten sie auch Verständnis, dass eine so umfangreiche Reform nicht unmittelbar umgesetzt werden kann.

Bürokratie abbauen

Bereits zu Beginn des Monats hatte eine Sitzung mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft kommunaler Landesverbände stattgefunden. Hierbei verständigten sich die beiden Parteien darauf, die Finanzierungsstruktur für die Kitas zu vereinfachen und einheitlicher zu gestalten. Dabei soll der Bürokratieabbau vorangetrieben werden, der es Kreisen, Städten, Gemeinden und Trägern leichter macht, für die Zukunft zu planen. Die Ergebnisse dieser drei Treffen werden in einem Eckpunktpapier für die neue Kita-Gesetzgebung einfließen, das 2018 vorliegen wird. Ab 2020 soll die Reform umgesetzt werden.