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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Kurhahn / fotolia.de

Demenz gemeinsam begegnen

Datum 27.09.2017

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg hat das neue Kompetenzzentrum Demenz in Norderstedt eröffnet und einen Förderbescheid in Millionenhöhe überreicht.

Ein Mann steht in einer Küche und spricht mit einer Frau. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg machte sich in Norderstedt ein Bild der "Modellwohnung Demenz". (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Sozialministerium

"Demenz gehört zu den großen Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft. Wir müssen Demenz mit vereinten Kräften begegnen und Menschen im Umgang mit der Krankheit unterstützen", sagte Minister Dr. Heiner Garg auf der Eröffnungsfeier. Das Kompetenzzentrum leiste dazu einen wertvollen Beitrag mit wachsender Bedeutung. Im Mittelpunkt stünden dabei die individuellen Bedürfnissen der Menschen mit Demenz, der Angehörigen und auch der Pflegekräfte, betonte Garg.

Land fördert Einrichtung

Der Gesundheitsminister überreichte dem Landesverband der Alzheimer Gesellschaft als Projektträger den Förderbescheid zur Finanzierung des Kompetenzzentrums für die kommenden fünf Jahre im Wert von mehr als 1.057.500 Euro. Eine Zuwendung der Pflegekassen wird in gleicher Höhe erfolgen.

Vielseitige Aufgaben

Das Kompetenzzentrum übernimmt verschiedene Aufgaben, wie die Bündelung von Wissen sowie die Erstellung einer Website mit Angeboten und Ansprechpartnern. Eine weitere Kernaufgabe ist die Beratung und Begleitung von Betroffenen und Angehörigen, welche durch Schulungen, Beratungsstellen und Angehörigengruppen gestärkt werden. Auch der Aufbau demenzfreundlicher Strukturen, zum Beispiel in der Verwaltung, den Kommunen und Wohnquartieren, steht auf der Agenda des Zentrums.

Selbstständigkeit fördern

Zu dem neuen Kompetenzzentrum gehört auch eine "Musterwohnung Demenz". Diese zeigt, wie Menschen mit Demenz möglichst lange selbstständig zu Hause wohnen bleiben können. Während der Eröffnungsfeier hatten Gäste die Gelegenheit, diese Räumlichkeiten zu besichtigen. Durch einen Alterssimulationsanzug sowie Gehhilfen, Rollatoren und Rollstühle konnten sich die Besucher in die Lage von Betroffenen versetzen. Gleichzeitig haben sie Ansätze kennengelernt, welche das Leben von Demenzpatienten verbessern können. So sollen zukünftig verstärkt digitale Hilfsmittel Betroffene und ihre Angehörige unterstützen. "Das Kompetenzzentrum Demenz und die Musterwohnung sind ein sichtbarer Beweis, dass es gelingen kann, zukunftsweisende Versorgungsstrukturen auf den Weg zu bringen und dabei auch die individuellen Bedürfnissen der betroffenen Menschen zu berücksichtigen", sagte der Minister.

Modell mit Vorbildcharakter

Projektträger des Kompetenzzentrums ist der schleswig-holsteinische Landesverband der Alzheimer Gesellschaft. Viele Arbeitsergebnisse des Kompetenzzentrums haben bereits bundesweite Beachtung gefunden. Hierzu gehören etwa die Musterwohnung oder das Projekt "Bauernhof als Orte für Menschen mit Demenz", welches in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer ins Leben gerufen wurde.