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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© vectorfusionart / fotolia.de

Gesundheit von morgen erleben

Datum 22.09.2017

Hier beginnt die Zukunft der Medizin: Gesundheitsminister Garg eröffnete die Messe "Gesundheit morgen".

Zwei kleine Roboter mit großen runden Augen Der kleine Roboter "Zora" wird seit Juli im UKSH eingesetzt und unterstützt sowohl junge stationäre Patienten als auch Pflegekräfte. Auch auf der Messe ist Zora zu Gast. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der kleine Roboter "Zora" wird seit Juli im UKSH eingesetzt und unterstützt sowohl junge stationäre Patienten als auch Pflegekräfte. Auch auf der Messe ist Zora zu Gast. © UKSH

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), IBM, Cisco und die Kieler Nachrichten (KN) veranstalten die Messe, um Perspektiven für das Gesundheitssystem und digitale Lösungsansätze vorzustellen und zu festigen.

Innovationen entdecken

Besucher können sich auf der Messe in der Kieler Sparkassenarena über die Medizin der Zukunft informieren. An mehr als 30 Messeständen stehen Experten aus Medizin und IT für Gespräche zur Verfügung. Daneben wird den Gästen ein vielseitiges Programm geboten, wie etwa die "OP der Zukunft": Hierbei werden die UKSH-Chirurgen Prof. Thomas Becker, Prof. Klaus-Peter Jünemann, Prof. Tobias Keck und Prof. Axel Merseburger am OP-Roboter "da Vinci" demonstrieren, wie schon heute Eingriffe mithilfe des Computers schonender und präziser werden.

Start-ups fördern

Ein ganz besonderes Highlight ist der Healthcare Hackathon: Die Veranstalter haben Start-ups und Unternehmen aufgerufen, vom 22. bis zum 23. September Ideen zu erarbeiten, welche die Medizin-Technologie in der Zukunft vorantreiben. "Gemeinsam eine Software herzustellen, von der Patientinnen und Patienten nicht nur in Schleswig-Holstein konkret profitieren können, ist ein faszinierendes Projekt. Ich freue mich auf viele kreative Team-Leistungen beim Hackathon 2017 in Kiel", sagte der Schirmherr der Veranstaltung, Dr. Heiner Garg, im Vorfeld. Die Hackteams haben 30 Stunden Zeit, ihre Ideen auszuarbeiten. Ziel ist es, innerhalb des Zeitfensters den ersten minimal funktionsfähigen Prototypen eines Produkts zu entwickeln. Besucher erhalten über Monitore Einblicke in die Arbeit der 17 Teams, welche sich in den Konferenzräumen der Arena ihren Projekten widmen. Ab 15 Uhr beginnt die Prämierung der Hackathon-Teilnehmer durch eine Fachjury. Vergeben werden vier Preise und ein Publikumspreis im Wert von 30.000 Euro. Zudem stellt das Unternehmen Kiel Bots seine innovative Start-up-Idee aus der Forschung vor. Kiel Bots setzt auf Roboter, welche einfache Aufgaben der Pflegekräfte übernehmen, damit sich diese intensiver um die Patienten kümmern können.

 Ein Smartphone mit dem Logo der App "Meine-Stadt-rettet", im Hintergrund ist eine Person zu sehen, welche zusammengebrochen ist. Zwei Ersthelfer kümmern sich um die Person. Durch die Notfall-App "Meine-Stadt-rettet" werden  Ersthelfer aktiv, die noch vor dem Eintreffen eines Rettungswagens notleidenden Personen helfen können. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Durch die Notfall-App "Meine-Stadt-rettet" werden Ersthelfer aktiv, die noch vor dem Eintreffen eines Rettungswagens notleidenden Personen helfen können. © UKSH

Eine App, die Leben rettet

Aber auch abseits der Krankenhäuser bringt die Digitaliserung die Medizin voran: Selbstgeführte, digitale Patientenakten und Apps gehören dazu. Eine dieser Apps ist die sogenannte "Retter-App". Bei einem Notfall, wie etwa einem Herz-Kreislauf-Stillstand, können über die App freiwillige und professionelle Ersthelfer gerufen werden, die sich in der Nähe befinden und noch vor dem Eintreffen des Rettungswagens vor Ort sind. In Deutschland treten pro Jahr mehr als 100.000 Fälle von plötzlichem Herz-Kreislauf-Stillstand ein. Eine Reanimation durch Laien findet jedoch relativ selten statt. Zwar wird in 47 Prozent der Fälle ein Herz-Kreislauf-Stillstand durch anwesende Personen beobachtet, jedoch erfolgt nur bei 20 Prozent auch eine Wiederbelebung. Durch die App kann dies geändert werden. Gemeinsam mit den Veranstaltern gibt Minister Dr. Heiner Garg auf der Messe den Startschuss für die App und das landesweite Netzwerk an Ersthelfern "Meine Stadt rettet".