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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Rob / fotolia.de

Kinderpflege der Zukunft

Datum 16.08.2017

In der Kieler Kinderklinik des UKSH unterstützen in Zukunft zwei Roboter die Pflegekräfte.

Ein Mann sitzt neben zwei Robotern auf einem Tisch. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg mit den beiden UKSH-Robotern. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg mit den beiden UKSH-Robotern. © Sozialministerium

Mit ihren 59 Zentimeter großen, nur 4,5 Kilogramm schweren blau-weißen und rot-weißen Körpern sowie den football-förmigen Köpfen stechen die neuen Pflegekräfte der Kinderklinik des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) in Kiel deutlich hervor. Und auch sonst sind die beiden Helfer mit dem Namen "Zora" außergewöhnlich: Wenn sie sprechen, wirkt der Redefluss ihrer weiblichen Stimmen etwas abgehackt, fast mechanisch.

Es ist eine Deutschland-Premiere

Zora ist der erste menschenähnliche Roboter, der in einer Kinderklinik in Deutschland eingesetzt wird. Seit Juli läuft die Testphase für zwei der futuristischen Helfer. "Wer sieht, was dieser kleine Roboter kann und wie geradezu spielerisch junge Patienten mit ihm umgehen, weiß: Das ist ein Teil der Zukunft, diese Zukunft wollen wir gewinnen", sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg bei seinem Besuch im UKSH.

"Zora" ist eine Abkürzung für "Zorg Ouderen Revalidatie en Animatie" - das ist die niederländische Übersetzung seiner Aufgaben: Altenpflege, Rehabilitation und Animation. Der Roboter soll in Zukunft mit Kindern und Jugendlichen auf der Station singen, tanzen, sie daran erinnern, ihre Medikamente einzunehmen oder zu trinken. Auch Geschichten soll Zora erzählen - in der Muttersprache des kleinen Patienten.

Portraitfoto Dr. Heiner Garg

Wer sieht, was dieser kleine Roboter kann, weiß: Das ist ein Teil der Zukunft, diese Zukunft wollen wir gewinnen.

Dr. Heiner Garg

"Hervorragende Ergänzung"

Zora führe vor, welche Möglichkeiten die Digitalisierung im Krankenhaussektor eröffnen könne, sagte Garg. "Dieser kleine Roboter steht für neue und bessere Möglichkeiten in Krankenbehandlung und –pflege." Der Einsatz von Robotern in der Medizin werde und dürfe Menschen zwar nicht ersetzen, sie aber bestmöglich unterstützen. "Darin liegt der eigentliche Vorteil: Ärzte und Pfleger sollen sich in Zukunft wieder mehr um ihre Patienten kümmern können", betonte der Minister. Er sehe sich bestärkt in seinem Ziel, die Digitalisierung zum Nutzen junger wie alter Patienten noch stärker voranzutreiben.

Zwei Zoras für das UKSH

Zora basiert auf dem Roboter-Modell eines japanischen Herstellers wurde von einer belgischen Firma speziell an die Bedürfnisse in der Pflege angepasst. Weltweit sind rund 400 Exemplare im Einsatz. Der Bau und die Entwicklung der beiden neuen Pflegekräfte haben 37.500 Euro gekostet - bezahlt von der UKSH-Förderstiftung