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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Rob / fotolia.de

Staatssekretär Dr. Badenhop eröffnet Fachtag "Gemeinsam Verantwortung für ein demenzfreundliches Land übernehmen" – Demenzplan geht in die Umsetzung

Datum 16.10.2017

KIEL. Gesundheitsstaatssekretär Dr. Matthias Badenhop eröffnet heute (16.10.) im Kieler Landeshaus die Fach- und Informationsveranstaltung "Gemeinsam Verantwortung für ein demenzfreundliches Land übernehmen" – Umsetzung des Demenzplans Schleswig-Holstein. Der Schleswig-Holsteinische Landtag hatte im Frühjahr den Demenzplan verabschiedet. Der Plan soll dabei unterstützen, die Lebensqualität von Demenzkranken und ihren Angehörigen in Schleswig-Holstein zu verbessern.

Dr. Badenhop betont: "Demenz gehört zu den großen Herausforderungen unserer älter werdenden Gesellschaft. Gemeinsames Ziel ist es, demenziell erkrankten Menschen so lange wie möglich ein selbstbestimmtes Leben in ihrer eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen, wenn sie dies wünschen. Voraussetzung dafür ist, dass die notwendige Unterstützung und Pflege sichergestellt ist. Zum anderen ist die gesellschaftliche Teilhabe ein wichtiges Element für an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen. Wir müssen Demenz daher mit vereinten Kräften begegnen und Menschen im Umgang mit der Krankheit unterstützen. Der Demenzplan leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Im Fokus stehen dabei die individuellen Bedürfnissen der Menschen mit Demenz und der Angehörigen".

Es gelte jetzt für alle Akteure, an der Weiterentwicklung der Angebote in Schleswig-Holstein teilzunehmen. Dafür sind eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit und eine demenzfreundliche Infrastrukturplanung notwendig, die sich auf die Lebenslagen der Menschen im Stadtteil oder in der Gemeinde einstellt. Gute Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz bedeutet auch den Aufbau von Unterstützungsnetzwerken sowie ehrenamtlicher, nachbarschaftlicher, niedrigschwelliger und professioneller Hilfen und Angebote.

Erstellt wurde der Demenzplan durch die Alzheimer Gesellschaft Schleswig-Holstein e.V. / Selbsthilfe Demenz im Auftrag des Sozialministeriums. Mit dem Demenzplan sollen auch die Versorgungsstrukturen des Landes dargestellt und qualitätsorientiert weiterentwickelt werden, um Lücken im Unterstützungs- und Versorgungssystem zu verringern.
Eine wichtige Rolle bei der Stärkung von demenzfreundlichen Strukturen in Schleswig-Holstein hat das Kompetenzzentrum Demenz, das vielfältige Aktivitäten in folgenden Themenbereichen umsetzt:

  • Bündelung von Kompetenz, Wissen und Informationen. U. a. Ermittlung landesweiter Zahlen; kontinuierliche Fortschreibung und Veröffentlichung der landesweiten Angebote, Aufbau einer Website mit Angeboten und Ansprechpersonen
  • Beratung und Begleitung. U. a. fachliche Unterstützung und Schulung der Pflegestützpunkte, Beratungsstellen, Angehörigengruppen; Etablierung von Beratungsangeboten z.B. in Gemeindehäusern/ Arztpraxen; Hilfe für Anbieter in Krisensituationen
  • Aufbau demenzfreundlicher Strukturen und Netzwerke. U. a. Unterstützung zur Schaffung demenzsensibler Strukturen in der Verwaltung, den Kommunen, Wohnquartieren
  • Fortbildung und Qualifizierung. U. a. Schulungsprogramm für Pflege- und Betreuungskräfte, Ehrenamtliche und pflegende Angehörige
  • Aufbau neuer Beratungs- und Entlastungsangebote insbesondere im ländlichen Bereich

Ansprechpartnerinnen/er:

www.demenz-sh.de/

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de

 

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