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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Wichtige Weichenstellung

Datum 27.12.2017

Land und AKN Eisenbahn AG haben einen neuen Verkehrsvertrag geschlossen, die Kosten bleiben nahezu identisch.

Einfahrender Zug, am Bahnsteig warten Menschen. Ein Zug der AKN fährt in den Bahnhof Kaltenkirchen ein. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ein Zug der AKN fährt in den Bahnhof Kaltenkirchen ein. © AKN

Mit dem neuen Verkehrsvertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der AKN (Altona-Kaltenkirchen-Neumünster) Eisenbahn AG entfällt ab 2018 die bisherige Praxis des sogenannten Defizit-Ausgleichs durch das Land für Verkehrsleistungen, teilte Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz in Kiel mit.

Zahlung für erbrachte Leistungen

"In Zukunft gleichen wir die Verluste der AKN also nicht mehr pauschal in einem Betrag aus, sondern zahlen direkt für die bestellten und erbrachten Verkehrsleistungen", erläuterte Buchholz. Die Kosten für das Land blieben durch die neue Praxis, die von der EU ab 2019 zwingend vorgeschrieben ist, nahezu identisch. Zuletzt hatte das Land der AKN einen Jahres-Defizitausgleich in Höhe rund 20 Milionen Euro gezahlt.

Für die Kunden ändert sich nichts

Wie der Minister weiter sagte, werde die AKN mit diesem Verkehrsvertrag mit anderen Verkehrsunternehmen gleichgestellt. "Verkehrsverträge setzen in Schleswig-Holstein Standards für alle Beteiligten. Sie regeln die Beziehungen zwischen dem Land und den Verkehrsunternehmen." So sei die AKN nun beispielsweise – wie alle anderen auch – in die gemeinsame Kommunikationsstrategie des Nahverkehrsverbundes mit eingebunden. Buchholz fuhr fort: "Hinzu kommt: ein Verkehrsvertrag ist bei Banken mehr, wert als die Zusage eines Landes, am Jahresende das Defizit auszugleichen." Für die Kunden der AKN ändere sich durch die Neuregelung nichts.

Die seit 1883 bestehende AKN hat rund 310 Beschäftigte und betreibt Nahverkehr auf insgesamt rund 120 Kilometern Strecken in Schleswig-Holstein und in Hamburg. Sie befindet sich im gemeinsamen Besitz beider Länder.