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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Kraftakt für Landesstraßen

Datum 22.12.2017

Für die Sanierung und den Erhalt der Landesstraßen wird das Land die Mittel 2018 mehr als verdoppeln.

Straßensanierung Straßensanierung (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © M. Ruff / grafikfoto.de

Im kommenden Jahr wird das Land gründlich in die Landesstraßen investieren, denn gut ein Drittel des Netzes muss dringend saniert werden. Dafür stellt das Land laut Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz mit dem Haushalt 2018 erstmals gut 30 Millionen Euro mehr zur Verfügung als noch 2017.

90 Millionen Euro für den Straßenbau

Nachdem das Land im Durchschnitt der letzten fünf Jahre jährlich 34 Millionen Euro in die Erhaltung der Landesstraßen investiert hat, strebt Buchholz für 2018 einen gewaltigen Kraftakt an: "Wir wollen rund 90 Millionen Euro auf die Straße bringen."

Buchholz erklärte, dass dies zweifellos ein ehrgeiziges Ziel sei – nicht zuletzt vor dem Hintergrund der extrem hohen Auslastung der Bauindustrie. Er erinnerte dabei an Fälle aus dem Jahr 2017, in denen der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) teilweise erst im zweiten oder dritten Anlauf Angebote auf bestimmte Ausschreibungen bekommen hatte.

Sanierungsstau bekämpfen

Der Minister erinnerte in dem Zusammenhang auch daran, dass gerade das Landesstraßennetz seit Jahrzehnten auf Verschleiß gefahren wurde – und frühere Landesregierungen nicht die eigentlich nötigen Rücklagen für Reparaturen gebildet hätten. Die Folge davon sei, dass das Land einen Sanierungsstau von fast einer Milliarde Euro vor sich herschiebe. Nach dem sogenannten Landesstraßenzustandsbericht müssten 90 Millionen Euro jährlich bereitgestellt werden, um innerhalb von zehn Jahren das Gesamtnetz wieder in Schuss zu bringen. Die Datenerhebungen für einen aktualisierten Bericht in 2018 laufen derzeit.

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz

In der jeweiligen Region können die Verantwortlichen am besten beurteilen, was zuerst angepackt werden sollte.

Dr. Bernd Buchholz

Prioritäten erkennen

Um festzustellen, wo es tatsächlich fehlt, hatte der Minister alle Landräte angeschrieben und um eine Priorisierung gebeten. "Denn in der jeweiligen Region können die Verantwortlichen am besten beurteilen, was möglichst zuerst angepackt werden sollte", sagte Buchholz. Auch sei er zuversichtlich, dass der LBV-SH die bereitgestellten Mittel umsetzen könne, da durch die Abgabe der Autobahn A 20 an die DEGES in 2018 beim LBV-SH mehr freie Personalressourcen entstünden – auch wenn das Thema Fachkräftemangel in allen Standorten ein Dauerbrenner bleibe.