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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

DEGES übernimmt A-20-Planung

Datum 19.12.2017

Das Land übergibt die weitere Planung und den Bau der A 20 an die Projektmanagement-Gesellschaft DEGES.

Zwei Herren im Anzug mit Papieren an einem Tisch Unterzeichnung DEGES (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)DEGES-Geschäftsführer Brandenburger (li.) und Minister Buchholz bei der Unterzeichnung des Vertrags. © T. Eisenkrätzer

Nun hat es die Landesregierung beschlossen: Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) übernimmt die weitere Planung und den Bau der Autobahn A 20 in Schleswig-Holstein. Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz unterschrieb mit DEGES-Geschäftsführer Dirk Brandenburger dazu einen Dienstleistungsvertrag.

Kapazitäten freisetzen

"Mit Übertragung der A 20 auf die DEGES ist außerdem gewährleistet, dass wir dieses - für das Land elementare - Straßenbauvorhaben von einer Projektmanagementgesellschaft schultern lassen, die auf Vorhaben solcher Dimensionen spezialisiert ist und eine ausgezeichnete Reputation genießt", sagte Buchholz. Gleichzeitig werde dieser Schritt beim Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) mittelfristig Ressourcen freisetzen, die dann für andere wichtige Landes- und Bundesstraßenprojekte genutzt werden können. So solle laut Torsten Conradt, Direktor des LBV-SH, geprüft werden, inwieweit der Ressourcengewinn für einen beschleunigten Ausbau der B 5 an der Westküste oder der B 404 zur A 21 eingesetzt werden könnte.

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz

Der Wechsel des Bauherrn schafft Ressourcen für den Weiterbau – und mehr Kapazitäten für die übrige Infrastruktur.

Dr. Bernd Buchholz

Anspruchsvolle Planung

DEGES-Geschäftsführer Brandenburger zeigte sich zuversichtlich, die noch ausstehenden Verfahrensschritte schnell anpacken zu können. "Mit der A 20 übernimmt die DEGES eines der anspruchsvollsten Autobahnneubauprojekte in Deutschland", erklärte Brandenburger. Die DEGES konzentriere sich jetzt auf die Erstellung einer Planung, die einer eventuellen gerichtlichen Überprüfung standhielte und weitere Bearbeitungs- und Genehmigungsschleifen vermeide. "Die Genehmigungsverfahren selbst können wir nur bestmöglich vorbereiten – aber nicht beeinflussen", stellte Brandenburger fest. Vor allem der Abschluss des so genannten Fehlerheilungsverfahrens auf dem Abschnitt um Bad Segeberg sei hier von besonderer Bedeutung.

Farbige Übersichtskarte der A 20 mit Streckenabschnitte A 20 Übersichtskarte (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der geplante Verlauf der A 20 im Überblick. © Verkehrsministerium

Lösungskompetenz und einschlägige Erfahrung

Die DEGES steuert unter anderem den sechsstreifigen Ausbau der A 7 zwischen Neumünster und Hamburg und erhielt 2015 auch den Auftrag für den Ersatz-Neubau der Rader Hochbrücke. Am Beispiel der A 7 zeige sich, welche Lösungskompetenz in technischen und rechtlichen Fragen sich die im Besitz der Länder und des Bundes befindliche Gesellschaft in ihrer 26-jährigen Geschichte erarbeitet habe, machte Minister Buchholz deutlich.

Dank an den LBV

Er dankte dem LBV-SH für die bisherige Umsetzung und Planung der A 20 trotz des über Jahre auferlegten Stellenabbaus unter früheren Landesregierungen: Von der Landesgrenze Mecklenburg-Vorpommerns bis kurz vor Bad Segeberg seien knapp 40 Kilometer geplant, gebaut und unter Verkehr gebracht worden. "Und das bei teils massiven Widerständen und unter teils schwierigsten Rahmenbedingungen wie etwa die Durchquerung des ökologisch sensiblen Wakenitz-Tals", sagte Buchholz.

Bewilligte Mittel

Neben dem Einstieg der DEGES in das Großprojekt bewilligte das Landeskabinett auch die Mittel für den finanziellen Begleitaufwand – insbesondere Geschäftskosten und die Mittel für Ingenieurverträge. Für 2018 werden diese mit 2,2 Millionen Euro veranschlagt und für die beiden Folgejahre zusammen mit rund 15 Millionen Euro.