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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Minister-Appell an Deutsche Bahn AG

Datum 10.11.2017

Auf Antrag von Schleswig-Holstein fordern die Verkehrsminister der Länder bessere Konzepte von der DB.

Personen sitzen an Rednertischen, holzverkleidete Wand im Hintergrund Dr. Rohlfs auf der VMK in Wolfsburg (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Staatssekretär Dr. Rohlfs (3.v.li.) bei der abschließenden Pressekonferenz der VMK in Wolfsburg. © Verkehrsministerium

Allein das letzte Sturmtief hat gezeigt, dass die Deutsche Bahn (DB) AG bei Stürmen und Unwettern nicht ausreichend gerüstet ist. Daher haben die Verkehrsminister der Länder heute einen Appell an die DB gerichtet: Sie fordern sowohl ein klares Konzept zur besseren Vorsorge als auch zur besseren Information der Reisenden.

Wie Verkehrsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs heute zum Abschluss der Verkehrsministerkonferenz in Wolfsburg sagte, hätten die Ressortchefs der Länder einem entsprechenden Antrag aus Schleswig-Holstein einstimmig zugestimmt.

O-Ton

Staatssekretär Rohlfs auf der Verkehrsministerkonferenz:

Empfindliche Infrastruktur

"Die Sperrungen wegen defekter Oberleitungen und umgestürzter Bäume nach den letzten drei Herbststürmen haben einmal mehr deutlich gemacht, wie empfindlich die Infrastruktur der Bahn ist. Darum erbitten wir von der DB Netz ein Konzept, wie sie sich künftig wetterfester aufstellen und zugleich zügiger Schäden beseitigen will.
Außerdem erwarten wir, dass die Bahn ihre betroffenen Kunden in solchen Fällen im Rahmen eines verbesserten Krisenmanagements auch schneller und besser informiert – beispielsweise verstärkt über die sozialen Medien", sagte Rohlfs. Zur besseren Vorsorge gehöre vor allem ein rechtzeitiger Grünschnitt entlang der Strecken.

Portraitfoto Dr. Thilo Rohlfs

Wir erwarten von der DB Netz schnellere Reaktionen und einfachere Verfahrensabläufe.

Dr. Thilo Rohlfs

"Pauschalsperrungen" vermeiden

Es habe nach dem letzten Sturm zum Teil auch unverhältnismäßig lange gedauert, bis die Bahn Strecken wieder freigegeben habe. So sei beispielsweise das Sturmtief "Xavier" im Wesentlichen über die Ostfriesischen Inseln, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg und Berlin gezogen - während an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste oder auf Sylt die Lage weitgehend ruhig war. Dennoch hätten im gesamten ganzen Norden erst einmal alle Züge still gestanden.