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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gemeinsam für Natur und Straße

Datum 09.08.2017

Beim A 7-Ausbau arbeitet die Landesregierung gemeinsam mit Naturschützern daran, ökologische und wirtschaftliche Erfordernisse in Einklang zu bringen. Davon hat sich Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz vor Ort ein Bild gemacht.

Vier Männer in Warnwesten unterhalten sich. Verkehrsminister Bernd Buchholz (2.v.l.) informierte sich vor Ort über die fortschreitenden Bauarbeiten. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Verkehrsminister Bernd Buchholz (2.v.l.) informierte sich vor Ort über die fortschreitenden Bauarbeiten. © Staatskanzlei

Das Klischee hält sich hartnäckig: Wie eine Schlange zieht sich die Autobahn durch die Natur, vertreibt Tiere und zerstört Lebensräume. Dass es nicht immer so sein muss, davon überzeugte sich Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz beim Besuch der A 7-Baustelle Brokenlande. Hier entsteht eine sogenannte Grünbrücke, ein Überweg für Wildtiere. Auch das Umland wird ökologisch neu gestaltet, um Tieren einen Lebensraum zu bieten. "Man kann am Ausbau der A 7 sehr gut beobachten, was es in der Praxis bedeutet, ökonomische Erfordernisse und ökologische Verantwortung in ein gesundes Gleichgewicht zu bringen – und zwar unabhängig von den ohnehin schon bestehenden gesetzlichen Vorschriften", sagte Buchholz.

Naturschutz und Infrastrukturausbau

Fragen des Naturschutzes müssten beantwortet werden, damit der Infrastruktur-Ausbau in Deutschland schneller vorangehen könne, sagte der Minister. Großen Spielraum für ausgewogene Kompromisse gebe es bei Vorhaben, die Tiere von der Autobahn fernzuhalten, etwa bei der Umsiedlung von Haselmäusen. Auch bei der Renaturierung von Flächen seien Übereinkünfte denkbar. "Vieles von dem, was hier einvernehmlich realisiert wurde, kann ich mir beispielsweise auch an der A 20 vorstellen", sagte Buchholz. Das Ausbau-Projekt A 7 und der A 20-Neubau seien jedoch nur eingeschränkt vergleichbar.

Modellprojekt für A 20-Neubau

Die Grünbrücke bei Brokenlande sei ein erfolgreiches Resultat guter Zusammenarbeit der Projektträger, Behörden, Betroffenen und Naturschützern. Derzeit werde der Bereich zwischen den Grünbrücken bei Brokenlande und bei Bad Bramstedt sowie an der A 21 bei Kiebitzholm ökologisch vernetzt - unter Federführung der Stiftung Naturschutz. "Ich würde mich freuen, wenn wir die bewährte und pragmatische Zusammenarbeit mit den Naturschützern an der A 7 auch mit den Naturschutzverbänden an der A 20 forcieren können." Der erste Schritt dazu sei bereits getan: Jeden Monat treffen sich Umweltminister Dr. Robert Habeck und Verkehrsminister Buchholz mit den Spitzen der Naturschutzverbände BUND, NABU und LNV, um über den A 20-Neubau zu sprechen.