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Dänemark sagt "Ja" zum Belttunnel

Staatskanzlei

Dänemark sagt "Ja" zum Belttunnel

Datum 04.03.2016

Das dänische Parlament hat grünes Licht für das Jahrhundertprojekt Fehmarnbeltquerung gegeben.

Bauarbeiter mit Helm vor dänischen FlaggenDie Bauverträge mit den ausgewählten Baukonsortien können geschlossen werden © M. Staudt (grafikfoto.de)

Dänemark steht weiter hinter dem Milliardenprojekt Fehmarnbelt-Tunnel. Im Folketing, dem dänischen Parlament, stimmte eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten für den nächsten Schritt bei diesem Projekt. Das Parlament habe grünes Licht für den weiteren Prozess gegeben, sagte der dänische Verkehrsminister Hans-Christian Schmidt nach der Abstimmung in Kopenhagen: "Ich finde, dass dieses Projekt wieder in der richtigen Spur ist."

Gesamtkosten gesenkt

Zuletzt hatten immer mehr dänische Politiker kritische Fragen zur Umsetzung des rund 18 Kilometer langen Tunnels zwischen Puttgarden auf Fehmarn und der dänischen Insel Lolland gestellt. Durch Nachverhandlungen mit den Bauunternehmen konnte das Budget bei einer längeren Bauzeit aber zuletzt auf rund 7,1 Milliarden Euro gesenkt werden. Jetzt sollen endgültige Gespräche mit den Bauunternehmen geführt werden mit dem Ziel, bedingte Verträge bis Mitte Mai 2016 abzuschließen.

Das bedeutet, dass in den kommenden Wochen verbindliche Bauverträge mit den ausgewählten Baukonsortien unterschrieben werden. Die Bauarbeiten beginnen jedoch erst dann, wennn die deutsche Baugenehmigung - also der rechtskräftige Planfeststellungsbeschluss - vorliegt.

Ministerpräsident Torsten Albig zeigte sich erleichtert: "Ich freue mich, dass eine breite politische Mehrheit in Kopenhagen die Ampel dauerhaft auf grün gestellt hat. In Dänemark glaubt man weiterhin an das Projekt und wir tun es auch. Wir stehen gemeinsam zur Beltquerung, die unsere beiden Länder über den Belt zusammenwachsen lassen wird und den Austausch zwischen Nord- und Mitteleuropa erleichtert."

Auch Verkehrsminister Reinhard Meyer begrüßte die Entscheidung der dänischen Abgeordneten: "Das ist eine gute Nachricht für dieses transeuropäische Projekt, aber es ist auch eine gute Nachricht für Schleswig-Holstein, denn wir brauchen dieses Projekt als wichtige Verkehrsverbindung nach Skandinavien."

Torsten Albig

Ich freue mich, dass eine breite politische Mehrheit in Kopenhagen die Ampel dauerhaft auf grün gestellt hat. Wir stehen gemeinsam zur Beltquerung.

Torsten Albig

Dänemark bleibt Hauptfinanzier

Das Königreich Dänemark trägt einen Großteil der Kosten für das Jahrhundertprojekt. So liegt die Verantwortung für die Planung, den Bau, die Finanzierung und den Betrieb der Festen Fehmarnbeltquerung sowie den Ausbau der dänischen Hinterlandanbindung allein beim skandinavischen Nachbarn.

Deutschland hat sich durch den Staatsvertrag vom 3. September 2008 zum Ausbau der Straßen- und Schienenanbindung auf deutscher Seite verpflichtet. Dazu gehört der vierstreifige Ausbau der Bundesstraße B 207 zwischen Heiligenhafen-Ost und Puttgarden sowie die Elektrifizierung und der zweigleisige Ausbau der Schienenverbindung zwischen Lübeck bis Puttgarden.

(Quelle: u.a. dpa)