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Spitzenreiter in der Weiterbildung

Staatskanzlei

Spitzenreiter in der Weiterbildung

In Schleswig-Holstein nehmen überdurchschnittlich viele Menschen die Chance auf Weiterbildung wahr.

16.09.2015 - Fast jeder siebte Schleswig-Holsteiner ab 25 Jahren nimmt mindestens einmal pro Jahr an einer Weiterbildung teil. Mit der Quote von 14,5 Prozent liege das nördlichste Bundesland über dem bundesweiten Durchschnitt (13,5 Prozent), teilte die Bertelsmann-Stiftung am Mittwoch unter Berufung auf die zentralen Ergebnisse des Deutschen Weiterbildungsatlas mit.

Damit hat Schleswig-Holstein nach Hessen (16,0), Baden-Württemberg (15,7) und Bayern (14,8) die höchsten Quoten im Ländervergleich.

Aktiv gegen den Fachkräftemangel

Für Wirtschaftsminister Reinhard Meyer belegt die Studie, dass gerade die vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen in Schleswig-Holstein verstanden haben, dass Weiterbildung immer noch das beste Mittel gegen den drohenden Fachkräftemangel ist: "Unsere Bildungsträger und Weiterbildungsanbieter leisten hier eine herausragende Arbeit. Besonders erfreulich für mich ist, dass wir auch bei der Weiterbildungsbeteiligung der Geringqualifizierten über dem Bundesdurchschnitt liegen, denn dies ist eine der wichtigsten Ressourcen zur Fachkräftesicherung", so Meyer.

Reinhard Meyer

Unsere Bildungsträger und Weiterbildungsanbieter leisten hier eine herausragende Arbeit

Reinhard Meyer

Nach den Worten des Ministers sollten die Unternehmen nicht in ihren Bemühungen nachlassen und eine systematische sowie langfristig angelegte Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorantreiben. "Das Land und die anderen Partner unserer Fachkräfte-Initiative stehen ihnen dabei gern mit unseren Beratern gerne zur Seite." Zudem stünden den Beschäftigten mit dem "Weiterbildungsbonus" oder der Bildungsprämie des Bundes erstklassige Finanzierungsinstrumente zur Verfügung.

O-TON

Info Wirtschaftsminister Meyer zum Thema Weiterbildung:

Ungleiche Verteilung in Deutschland

Die Weiterbildungschancen seien in Deutschland ungleich verteilt, sagte der Vorstand der Bertelsmann Stiftung, Jörg Dräger. "Gerade die Geringqualifizierten, die am meisten profitieren könnten, haben zu geringe Weiterbildungschancen."

Denn insgesamt liegt die Weiterbildungsquote in dieser Gruppe deutlich niedriger als bei höher qualifizierten Menschen, zeigt der Weiterbildungsatlas. Insgesamt bildeten sich von den Menschen ohne berufsqualifizierenden Abschluss in Schleswig-Holstein 7,9 Prozent fort (bundesweit: 6,7 Prozent).

SH ist Regionen-Sieger bei der Chancenverwertung

Generell gilt nach Angaben der Experten: Sowohl die Qualifikationen der Bevölkerung als auch die Wirtschaftskraft vor Ort wirken sich positiv auf die Weiterbildungsteilnahme aus. Der Weiterbildungsatlas hat auch untersucht, inwieweit die Regionen ihre strukturellen Voraussetzungen auch tatsächlich nutzen. Bei dieser sogenannten Potenzialausschöpfung steht Schleswig-Holstein überdurchschnittlich gut dar. Das Land sei Regionen-Sieger bei der Chancenverwertung, teilte die Stiftung mit.

Die Stiftung nutzte für ihre Untersuchung Daten der jährlichen bundesweiten Haushaltsbefragung Mikrozensus. Dafür wird ein Prozent der Bevölkerung zu ihren Lebensumständen befragt.

(Quelle: u.a. dpa)