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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Schleswig-Holstein blüht auf

Datum 06.04.2018

Mehr als 500 Kommunen, Firmen, Privatpersonen und Landwirte erhalten vom Land kostenlos Blumensaat. Die Aktion hat jedoch einen ernsten Hintergrund.

Wildblumenwiese Wildblumenwiese (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Mehr Artenvielfalt durch Blühflächen: "Schleswig-Holstein blüht auf" ist ein voller Erfolg. © M. Staudt / grafikfoto.de

"Schleswig-Holstein blüht auf" – bei der gemeinsamen Initiative von Land und dem Deutschen Verband für Landschaftspflege ist der Name Programm: Zwei Monate lang konnten sich Städte und Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen für kostenlose Blütensaat anmelden, um damit Wiesen und Äcker in Blütenmeere zu verwandeln. Die Resonanz auf das Angebot war groß: 526 Anmeldungen sind eingegangen. 259 davon stammen von Landwirten, die in diesem Jahr auf ihren Äckern Blühflächen schaffen wollen. "Es ist beeindruckend, wie groß das Engagement ist", sagte Umweltminister Robert Habeck. "Der Wunsch, dem Artensterben etwas entgegenzusetzen, ist offensichtlich da." Aufgrund der großen Nachfrage habe das Land die Fördersumme noch einmal aufgestockt – von 100.000 auf 160.000 Euro.

Schutz der Artenvielfalt

Mit dem Programm setzt sich das Land für die Artenvielfalt im echten Norden ein. Denn Blühflächen bieten Insekten und Feldvögeln Futterplätze und Rückzugsräume. Doch durch die immer intensivere landwirtschaftliche Nutzung bestimmen vor allem Monokulturen das Bild. Nun sollen über das ganze Land verteilt möglichst viele Blühflächen entstehen – auch in den Städten. "Ich freue mich über die rege Beteiligung", sagte Habeck. "Nun kann der Sommer in Schleswig-Holstein in Zukunft wieder blütenbunt werden."

Aussaat auf 530 Hektar

Anmelden konnte sich, wer Nutzungsrechte an einer Fläche von mindestens 1.000 Quadratmetern nachweisen konnte, private Gärten waren jedoch von dem Programm ausgenommen. Bereits im Frühjahr soll das Saatgut auf rund 320 Hektar Ackerfläche im ganzen Land ausgebracht werden. Im Spätsommer soll dann auf rund 100 Hektar in Städten und Gemeinden gepflanzt werden, 2019 sollen weitere 110 Hektar folgen. "Die entstehenden Blühflächen im städtischen Raum haben dauerhaft Bestand und tragen somit Nachhaltig zu einer Erhöhung des Blütenangebots in der Landschaft bei", betonte der Minister.