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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Mehr Geld für das Landeslabor

Datum 02.11.2017

Der Verbraucherschutz wird gestärkt. Das sagten Staatssekretärin Erdmann und Ministerin Sütterlin-Waack bei der Präsentation des Labor-Jahresberichts.

Im Vordergrund mit einer braunen Flüssigkeit gefüllte Flaschen, im Hintergrund steht eine Frau an einem Laborgerät Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landeslabors untersuchen Lebensmittel auf ihre Unbedenklichkeit. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die 210 Mitarbeiter des Landeslabors sorgen dafür, dass der Verbraucherschutz in Schleswig-Holstein eingehalten wird. © Umweltministerium

Die Geflügelpest hat Schleswig-Holstein den gesamten Winter über gefordert. Durch verschiedene Vorkehrungen konnte die Anzahl der verendeten Tiere, im Vergleich zu anderen Bundesländern, in Grenzen gehalten werden.

Einen wichtigen Beitrag hierzu hat das Landeslabor geleistet: Von November 2016 bis April 2017 wurden hier rund 10.000 Proben auf Anzeichen der Geflügelpest getestet. Die Mitarbeiter haben auch etwa 246.000 Blutproben auf Antikörper gegen BHV1, ein Virus der bei Rindern auftritt, untersucht. Hierdurch hat das Landeslabor einen entscheidenden Beitrag dazu geleistet, Tierseuchen im echten Norden zu bekämpfen.

Mehr Personal

Damit die Einrichtung auch weiterhin gute Arbeit leisten kann, erhält das Labor etwa 800.000 Euro mehr vom Land. Mit den zusätzlichen Geldern soll weiteres Personal eingestellt werden, welches die 210 Mitarbeiter unterstützt. So sollen etwa im Bereich der Tierseuchendiagnostik drei zusätzliche Stellen geschaffen werden.

Große Verdienste während der Geflügelpest

"Die Geflügelpest hat das Landeslabor stark gefordert", sagte Umweltstaatssekretärin Anke Erdmann in Neumünster. Für eine effiziente Bekämpfung von Tierseuchen sei es entscheidend, schnell und zuverlässig zu wissen, wo die Seuche ausgebrochen ist und wo ein Verdacht entkräftet werden kann. Nur das ermögliche ein schnelles Handeln der Veterinärbehörden, erklärte die Staatssekretärin. "Diese Arbeit haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landeslabor mit hoher Präzision und Schnelligkeit und bei großer Belastung gemeistert. Damit hat das Landeslabor einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung der Krise geleistet. Vielen Dank an alle."

Verminderung von Antibiotika

Das Landeslabor überwacht auch den Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft. Ziel ist es, dass alle Betriebe mit so wenig Antibiotika wie möglich auskommen. "Die letzten Jahre zeigen, dass wir in Schleswig-Holstein auf einem guten Weg sind. Wir müssen ihn aber konsequent weiter beschreiten, um der Bildung von Resistenzen entgegenzuwirken. Der Einsatz von Antibiotika muss auf das absolut notwendige zurückgefahren werden. Hier gibt es noch Verbesserungsbedarf", sagte Erdmann.

Lebensmittel sicher

Der dritte Pfeiler der Arbeit im Landeslabor ist die Lebensmittelsicherheit. "Lebensmittelsicherheit ist eine der tragenden Säulen des Verbraucherschutzes. Zu Recht werden daran hohe Anforderungen gestellt", sagte Verbraucherschutzministerin Sabine Sütterlin-Waack. Bei mehr als 11.000 Proben im Landeslabor habe sich gezeigt, dass die Lebensmittel insgesamt sicher seien. Nur 37 Proben wiesen im vergangenen Jahr gesundheitsschädliche oder gesundheitsgefährdende Merkmale auf, erklärte die Ministerin. "Insgesamt lässt sich sagen, dass es in Schleswig-Holstein im Jahr 2016 keinen Skandal und keine Krise im Bereich der Lebensmittel gab." Damit dies auch zukünftig so bleibt, plant die Landesregierung, weiteres Fachpersonal einzustellen und moderne Analyseverfahren einzuführen.