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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Nur geringe Schäden nach Sturmflut

Datum 14.09.2017

Die Deiche an der Westküste haben Sturmtief Sebastian überwiegend standgehalten. Unsere Küstenschutzanlagen sind sicher, sagt Umweltminister Habeck.

Blick auf tosende Wellen Sturmflut (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Sturmflut bei Dagebüll (Symbolbild). © M. Staudt / grafikfoto.de

Es war die zweithöchste jemals gemessene September-Sturmflut, die am Mittwoch auf die Westküste des echten Nordens getroffen war. In den frühen Morgenstunden hatte Sturmtief "Sebastian" Böen mit Windstärken von 29 bis 49 Stundenkilometern gebracht, die sich im den Mittagsstunden auf bis zu 102 Stundenkilometer verstärkten. Erst in den späten Abendstunden nahm der Wind allmählich ab.

Landesdeiche nahezu unbeschädigt

Nach Informationen des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein in Husum (LKN.SH) sind an den Landesschutzdeichen nur leichte Schäden eingetreten. Bei Dagebüll überspülte das auflaufende Wasser an einer Deichbaustelle einen sogenannten Kajedeich und zerstörte dabei Baumaterialien im Wert von 150.000 Euro. Der provisorische Deich war errichtet worden, um während der laufenden Deichverstärkung den Baustellenbereich zu sichern.

Küstenschutzanlagen sind sicher

"Insgesamt sind unsere Küstenschutzanlagen sicher, auch wenn sie jetzt durch die September-Sturmflut früher als meist beansprucht wurden", sagte Umweltminister Minister Robert Habeck. Das Zeitfenster für den Deichbau sei mit oftmals weniger als einem halben Jahr sehr knapp bemessen. "Da trifft uns jede zusätzliche Kantenflut außerhalb der eigentlichen Sturmflutzeit natürlich besonders." Für diese Situationen sei Vorsorge besonders entscheidend, wie etwa das Vorhalten von Sandsäcken und Geräten sowie ein besonderes Gespür für die Lage.

Aufräumarbeiten haben begonnen

Nach dem Ende des Sturms müssen nun die Schäden beseitigt werden. Zur Zeit pumpt das örtliche Technische Hilfswerk das überflutete Baustellenfeld in Dagebüll leer. Gleichzeitig überprüfen Küstenschützer den Kajedeich und erneuern ihn für die Restbauzeit, damit die für dieses Jahr noch anstehenden Arbeiten möglichst zügig zum Abschluss gebracht werden können.

Angeschwemmtes Treibgut wird wiederverwendet

Neben gewaltigen Wassermassen brachte die Sturmflut ersten Schätzungen zufolge rund 10.000 bis 15.000 Kubikmeter Treibgut an Land. Der Küstenschutzregiebetrieb ist nun damit beschäftigt, das Treibgut einzusammeln und auf speziell dafür vorgesehenen Plätzen zu lagern. Dort werden nicht-organische Stoffe aussortiert und der Rest geschreddert. Das organische Material wird dann auf Flächen des Küstenschutzes weiterverwendet, etwa beim Deichneubau.

Wie bei allen Sturmfluten kam es am Mittwoch zu Randdünenverlusten an den sandigen Inselküsten Sylt, Amrum und Föhr. Sie sollen in naher Zukunft ausgeglichen werden. Von den Halligen wurden bisher keine außergewöhnlichen Schäden gemeldet.