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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Portraitfoto Dr. Robert Habeck
Dr. Robert Habeck

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Staatskanzlei

Einigung für Kitegebiete

Datum 12.09.2017

Gute Nachricht für Kitesurfer an der Nordseeküste: 22 Zonen sollen speziell fürs Kiten eingerichtet werden.

Eine Gruppe Kitesurfer auf ihren Brettern. Kitesurfen (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Das Kitesurfen an der Nordsee soll an dafür vorgesehenen Stellen erlaubt bleiben. © W. Diederich / grafikfoto.de

Naturschutz und Kitesport im Nationalpark Wattenmeer werden besser miteinander in Einklang gebracht. Dafür sollen 22 Kitezonen vor der Westküste eingerichtet werden. Außerhalb dieser Gebiete darf dagegen nicht gekitet werden. Touristische Attraktivität und ökologische Verantwortung seien miteinander vereinbar – auch in einem so sensiblen Naturraum wie dem Nationalpark Wattenmeer, war die Botschaft von Umweltminister Robert Habeck und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz in Kiel.

Kitezonen vor der Westküste

Die Landesregierung hatte bereits im Mai 2017 gemeinsam mit Niedersachsen und Hamburg einen Antrag an das Bundesverkehrsministerium gestellt, um die sogenannte Befahrensordnung zu ändern, die den Schiffsverkehr und den Wassersport im Nationalpark regelt. Weil aber noch Klärungsbedarf innerhalb der neuen Landesregierung bestand, hatte das Umweltministerium darum gebeten, den Antrag im Punkt "Kiten" ruhen zu lassen.

Antrag wird erweitert

Aus der Kite-Szene wurden nun 13 Vorschläge für neue oder erweiterte Kitesurfgebiete an der Westküste gemacht. Das Umwelt- und Wirtschaftsministerium prüften, ob Aspekte des Naturschutzes, des Schiffsverkehrs oder des Tourismus der Ausweisung entgegensprechen. Zudem wurden die betroffenen Gemeinden und Naturschutzverbände erneut einbezogen. Im Ergebnis werden nun neun Zonen im Antrag an das Bundesverkehrsministerium erweitert.

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Der Kompromiss ist die Basis, um den gemeinsamen Antrag mit Niedersachsen und Hamburg beim Bundesverkehrsminister wieder scharf zu stellen. Wir brauchen dringend die Änderung der Befahrensverordnung für die Wattenmeer-Nationalparke.

Dr. Robert Habeck

Für einige dieser Gebiete wurde in der Abwägung dem Kitesport Vorrang gegeben - trotz naturschutzfachlicher Bedenken. Die übrigen vier Vorschläge aus der Kiter-Szene waren nicht umsetzbar, weil die Gemeinden sich gegen eine Ausweisung aussprachen oder naturschutzfachliche Gründe überwogen. 

Kompromiss ermöglicht dauerhafte Lösung

"Alles in allem haben wir hier einen Kompromiss gefunden, der hoffentlich die teils sehr hart geführte Debatte befriedet und eine dauerhafte Lösung ermöglicht", sagte Habeck. Mit dem Kompromiss könne der erweiterte gemeinsame Antrag mit Niedersachsen und Hamburg wieder scharf gestellt werden. "Wir brauchen dringend die Änderung der Befahrensverordnung für die Wattenmeer-Nationalparke. Sie ist schon lange überfällig."

Kitesurfgebiete bewerben

Die beiden Minister vereinbarten, den gefundenen Kompromiss aktiv gemeinsam nach außen zu tragen. "Die Westküste Schleswig-Holsteins bietet mit den jetzt geeinten Kitesurfgebieten großflächige und ansprechende Angebote für diese attraktive Trendsportart", betonte Tourismusminister Buchholz. "Die Nordsee Tourismus Service GmbH wird im Rahmen ihrer Marketingaktivitäten  das „Kitesurfland Schleswig-Holstein“ künftig noch stärker bewerben."

Weitere Informationen

Kitesurfen an Nord- und Ostsee