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Integration auf dem Land stärken

Staatskanzlei

Integration auf dem Land stärken

Datum 28.04.2017

Die Akademie für ländliche Räume hat Ideen zur Integrationsförderung entwickelt.

Drei Männer und eine Frau halten gemeinsam Broschüren in die Kamera. Hermann-Josef Thoben (v.l.), Robert Habeck, Cemalettin Özer und Antje Schwarze bei der Übergabe der Handlungsempfehlungen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Hermann-Josef Thoben (v.l.), Robert Habeck, Cemalettin Özer und Antje Schwarze bei der Übergabe der Handlungsempfehlungen. © MELUR

"Die Zuwanderung von Menschen anderer Kulturen zeigt uns viele Probleme des ländlichen Raumes wie in einem Brennglas: fehlende Mobilität, Kitas, Schulen und Jobs in erreichbarer Nähe. Wenn wir die Integration schaffen wollen, müssen wir also die Probleme des ländlichen Raumes anpacken und darüber hinaus spezifische Antworten finden", betonte der Minister für ländliche Räume, Robert Habeck, in Kiel. Dann liege in der Zuwanderung eine Chance, erklärte Habeck.

Gespräche mit Experten

Die Akademie für ländliche Räume (ALR e.V.) hatte das Projekt "Neue Nachbarn - Zusammenleben im Ländlichen Raum" im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums seit August letzten Jahres organisiert. Ziel des Projektes war es, die Ereignisse, Prozesse und Projekte der ländlichen Integrationsprozesse der Jahre 2015 und 2016 zu untersuchen. Hierbei bildeten über 30 mehrstündige Expertengespräche einen methodischen Schwerpunkt. Des Weiteren stellte die Akademie auch gelungene und nachahmenswerte Integrationsprojekte in ländlichen Räumen in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Hierbei erhielt die ALR e.V. tatkräftige Unterstützung von der "MOZAIK gGmbH - gemeinnützige Gesellschaft für interkulturelle Bildungs- und Beratungsangebote mbH". Viele weitere Akteure und Institutionen des Landes, wie etwa Vertreter des Flüchtlingsrats oder auch des Deutschen Roten Kreuzes, waren über ein Begleitgremium eingebunden.

Knapp 30 Empfehlungen

Ergebnis des Projektes sind knapp 30 Empfehlungen, die sich an den Lebensbereichen der Neuankömmlinge orientieren. So reichen die Vorschläge von Wohnen, Spracherwerb über Gesundheit bis hin zur beruflichen Qualifikation. Minister Habeck dankte der ALR e.V., der MOZAIK gGmbH und den Mitgliedern des Begleitgremiums für die engagierte Arbeit. Die Handlungsempfehlungen werde er in seinem Haus beraten und an die betroffenen Ressorts übergeben. Was wie umgesetzt werde, entscheide die künftige Landesregierung, sagte Habeck.

Dank an Helfer

Der Minister nutzte die Übergabe der Empfehlungen auch, um die Leistung der ehren- und hauptamtlichen Helfer zu würdigen. Die Ankunft von vielen Flüchtlingen in kurzer Zeit habe das Land gefordert. "Umso beeindruckender ist es, wie viel Engagement und unglaubliche Bereitschaft es im Land gab und weiterhin gibt. Ob Ehren- oder Hauptamtliche: Sie packen an, helfen, zu organisieren und übernehmen Verantwortung", lobte Habeck. Der Weg zur Integration sei lang, mit Sicherheit nicht einfach und verlange allen viel ab. "Aber wir können diesen Weg Schleswig-Holstein und seinen Menschen zutrauen."