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Existenz gesichert

Staatskanzlei

Existenz gesichert

Datum 15.03.2017

Groth-Hof: Minister Robert Habeck hat sich über die Übernahme durch einen außerfamiliären Nachfolger informiert.

Vier Männer stehen um eine große Holzkiste mit Rüben und unterhalten sich, ein Mann hat eine Mohrrübe in der Hand. Malte Bombien (v.l.n.r.), Helge Lomberg, Jan Groth und Robert Habeck bei einem Rundgang über den Hof. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Malte Bombien (v.l.n.r.), Helge Lomberg, Jan Groth und Robert Habeck bei einem Rundgang über den Hof. © MELUR

Jan Groth bewirtschaftet im Norden Dithmarschens 130 Hektar Land mit Biogemüse, insgesamt baut er 23 verschiedene Sorten an. Seit hundert Jahren wird auf dem Groth-Hof Gemüse angebaut, die Familie ist seit 1655 in der Landwirtschaft tätig. Sieben Kinder hat der 58-jährige Landwirt, keines möchte den Familienbetrieb fortführen.

Existenz des Hofes gesichert

Über das Projekt "Hofnachfolger gesucht“ hat der Biohof der Familie Groth in Schülp als erster landwirtschaftlicher Betrieb in Schleswig-Holstein einen außerfamiliären Hofnachfolger gefunden. Damit kann die Existenz des Betriebs langfristig gesichert werden. "Der Strukturwandel in der Landwirtschaft braucht innovative Antworten. Ich begrüße es, dass immer mehr Landwirte den Mut haben, auch außerhalb der Familie eine Hofnachfolge zu suchen. Die erfolgreiche Hofübernahme auf dem Groth Hof zeigt, wie mit guter Beratung und einem guten Konzept die Übernahme gelingen kann", sagte Landwirtschaftsminister Robert Habeck bei seinem Besuch auf dem Biohof.

Nachfolge vieler Höfe ungeklärt

Viele Landwirte im Norden bangen um die Zukunft ihrer Höfe. In den vergangenen Jahren wurden etliche landwirtschaftliche Betriebe im Norden geschlossen. Bei zwei Dritteln aller Höfe in Norddeutschland ist die Nachfolge ungeklärt. Jan Groth hat sich deshalb an den Hofberater der Regionalwert AG Hamburg Malte Bombien gewandt, der ihm dabei half, mit Helge Lomberg einen potenziellen Nachfolger zu finden. Im ersten Jahr wird Lomberg als Angestellter in den Betrieb hineinwachsen, ehe mit Unterstützung der Regionalwert AG die Hofübernahme organisiert wird.

Die Regionalwert AG Hamburg

Das Projekt "Hofnachfolger gesucht" ist von der Regionalwert AG Hamburg ins Leben gerufen worden, um sich dem Höfesterben entgegenzustellen. Die Iniative wurde im Mai 2014 von 45 Landwirten - darunter Jan Groth-, Händlern, Unternehmern und anderen engagierten Bürgern und Organisationen aus der Region gegründet, mit dem Ziel die Land- und Lebensmittelwirtschaft der Region enkeltauglich zu machen. Das Wirkungsgebiet der Regionalwert AG Hamburg umfasst die Metropolregion Hamburg und ganz Schleswig-Holstein.

Im Rahmen der ersten öffentlichen Aktienausgabe haben sich zahlreiche weitere Bürger und Organisationen an der Regionalwert AG Hamburg beteiligt. Darunter auch die Bewegungsstiftung und die Umweltstiftung Greenpeace. Damit tragen jetzt 230 Aktionäre die Regionalwert AG Hamburg. Das Grundkapital beläuft sich auf knapp eine Million Euro.

Video: Die Regionalwert-Idee