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Energiefresser erkennen

Staatskanzlei

Energiefresser erkennen

Datum 21.10.2016

Die Marktüberwachung hat mehr als 100.000 Produkte auf Kennzeichnung mit Energielabel geprüft, in Schleswig-Holstein standen Leuchten im Fokus.

Ein Mann schaut sich die Leuchte einer Stehlampe an Energiesparen Lampe (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)In Schleswig-Holstein konzentrierte sich die Marktüberwachung auf die Kennzeichnung von Leuchten. © M. Staudt / grafikfoto.de

In einer bundesweiten Aktion haben die Marktüberwachungsbehörden der Länder im September fast 115.000 Elektrogeräte und Reifen im Handel auf die Kennzeichnung mit dem sogenannten Energielabel überprüft. Das Label soll es Kunden ermöglichen, auf einfache Weise den Energieverbrauch und die Leistungsdaten von verschiedenen Produkten zu vergleichen. Daher müssen die Händler das Label gut sichtbar an den betroffenen Produkten wie Fernseher, Waschmaschinen, Kühlschränken oder Kfz-Reifen anbringen. In ganz Deutschland haben die Behörden über 7.500 Produkte (rund 6,6 Prozent) beanstandet. Dabei fehlten die Energielabel bei Leuchten und Staubsaugern in etwa zehn Prozent der Fälle. Im Bereich der sogenannten "weißen Ware" (zum Beispiel Kühl- und Gefrierschränke, Waschmaschinen und Wäschetrockner) betrug die Mängelquote lediglich drei Prozent.

Ein Drittel der Händler in Schleswig-Holstein fehlerfrei

In Schleswig-Holstein sind während der Aktion 33 Verkaufsstellen kontrolliert worden. Die Überprüfungsschwerpunkte lagen bei elf Internethändlern, zehn Baumärkten und sieben Elektrofachmärkten mit einem besonderen Fokus auf Leuchten. Bei 23 Händlern gab es Beanstandungen, fast ein Drittel der Händler blieb fehlerlos und damit vorbildlich. Insgesamt wurden in Schleswig-Holstein 4.900 Geräte-Kennzeichnungen überprüft. Die höchste Mängelquote wurde bei Haushaltsbacköfen und Dunstabzugshauben mit 34 Prozent festgestellt, dicht gefolgt von Leuchten mit 33 Prozent. Im Mittel war etwa jedes fünfte Gerät nicht oder nicht richtig gekennzeichnet.

"Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Möglichkeit haben, sparsame Geräte von Energiefressern zu unterscheiden. Dafür braucht es eine klare und flächendeckende Kennzeichnung. Die Ergebnisse zeigen, dass auch im Bereich des Energielabels eine landesweite Marktüberwachung notwendig ist," erklärte Umweltminister Robert Habeck.

Bundesweit Mängel bei jedem zweiten Händler

Die Marktüberwachungsbehörden haben bundesweit 1.041 Händler kontrolliert, darunter 349 Elektrofachmärkte, 143 Möbelhäuser, 127 Internethändler und 107 SB-Warenhäuser. Bei fast jedem zweiten Händler haben die Behörden Mängel festgestellt. Diese hohe Quote führen die Marktüberwachungsbehörden auf die Vielzahl von unterschiedlichen Gerätemodellen zurück, die die Händler im Angebot haben. 383 der insgesamt 516 in Deutschland beanstandeten Händler haben die Mängel umgehend und freiwillig behoben. In den restlichen Fällen sind die Verfahren noch nicht abgeschlossen. Hierbei wird auch geprüft, ob ein Bußgeldverfahren gegen die Händler eingeleitet werden soll.